BASF-Aktie: Darum +6 % zum Wochenstart! (Jetzt ein Kauf?)

Die BASF-Aktie (WKN: BASF11) schaffte ein sehr solides Kursplus zum Wochenstart. Unterm Strich ging es mit den Anteilsscheinen des DAX-Chemiekonzerns bis zum Handelsschluss um 6 % auf 43,19 Euro hinauf. Ein solides Kursplus, das natürlich eines Kontextes bedarf.
Foolishe Investoren wissen, dass es zuletzt mehrere Belastungen gegeben hat. Sorgen um die Energiesicherheit beziehungsweise vor einer generellen Abkühlung der Konjunktur. Auch eine steigende Kostenbasis dürfte sich sehr direkt auf den Konzern und das Margenprofil auswirken.
Was hat es daher mit dem Kurssprung der BASF-Aktie auf sich? Finden wir es heraus!
BASF-Aktie: Darum das solide Kursplus!
Bei der BASF-Aktie machte sich ein Quäntchen Euphorie breit, da die Erdgaspreise zum Wochenbeginn wieder einmal gefallen sind. Hier spiegelt sich etwas weniger Unsicherheit bezogen auf die Versorgungssicherheit wider. Für den Chemiekonzern geht es außerdem um die Kostenstruktur und das Margenprofil. Energiekosten dürften ein Posten sein, den die Investoren in Zukunft stärker in den Fokus rücken.
Zugleich hat es positive Neuigkeiten vonseiten der Bundesregierung gegeben. Regierungssprecher Steffen Hebestreit erklärte am Montag, dass man Expertenbeiträge zu Vorschlägen der Gaspreisbremse zügig prüfen wolle. Das wiederum gibt Zuversicht, dass die Bundesregierung einen solchen Plan zügig auf den Weg bringen möchte.
Die Erdgaspreise bleiben bei der BASF-Aktie daher das prägende Thema. Im Endeffekt ist die Versorgungssicherheit ein wichtiges Anliegen bei der Dividendenaktie. Viel Unsicherheit hing zuletzt damit zusammen. Nun haben wir einen Vorgeschmack dessen, was passieren könnte, sofern sie plötzlich entweicht. 6 % Kursplus und zeitweise sogar noch etwas mehr, das ließ sich durchaus sehen.
Trotzdem: Keine fundamentale Veränderung
Wir sollten als Foolishe Investoren jedoch so realistisch bleiben, dass es eigentlich noch kaum eine Veränderung gegeben hat. Erdgaspreise schwanken hin und wieder, die Gaspreisbremse ist noch nicht Realität. Zudem dürfte ein solches politisches Konstrukt nur ein Element sein, das das Kernproblem der Knappheit nicht löst. Es würde lediglich den Markt etwas regulieren und, sofern es funktioniert, die Kostenseite deckeln.
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Bei der BASF-Aktie ist das eigentliche Problem daher noch vorhanden. Zudem gibt es erste Tendenzen, dass im Oktober dieses Jahres der Gasverbrauch (mit Beginn der Heizperiode) schon höher ausfällt, als zunächst gedacht worden ist. Auch das ist natürlich ein Problem, das wir auf dem Schirm haben sollten.
Sicher ist die BASF-Aktie daher gewiss noch nicht. Aber selbst nach dem Kursplus von 6 % und einem Aktienkurs von knapp über 43 Euro noch vergleichsweise günstig. Ein 2021er-Kurs-Gewinn-Verhältnis von knapp über 7 und 7,9 % Dividendenrendite bleiben als Kennzahlen zumindest stehen.
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Vincent besitzt Aktien von BASF. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.