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Kann die BASF-Aktie überhaupt noch tiefer fallen?

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Foto: Getty Images

BASF (WKN: BASF11) kann es den Anlegern einfach nicht recht machen. Quartal für Quartal zaubert das Unternehmen solide Zahlen aus dem Hut und trotzdem fällt der Aktienkurs immer weiter.

Inzwischen ist der Kurs sogar schon unter die Marke von 40 Euro gerutscht. Aktuell kostet eine Aktie nur noch 39,60 Euro (Stand: 30.09.2022). Damit ist die BASF-Aktie wieder zurück auf dem Stand von 2009.

Die große Frage ist nun, ob sich die Talfahrt endlich dem Ende entgegenneigt oder ob es noch weiter bergab gehen könnte. Werfen wir einen Blick auf die Kennzahlen, um das herauszufinden.

BASF glänzt mit starken Gewinnen

BASF hat im letzten Jahr mit einem Nettogewinn von 6 Euro je Aktie eines der besten Ergebnisse seiner Konzerngeschichte erreicht. Und auch der Umsatz konnte um fast 30 % auf mehr als 78 Mrd. Euro gesteigert werden.

In der ersten Hälfte des laufenden Jahres ist der Umsatz trotz der starken Vergleichszahlen des Vorjahres um weitere 17,6 % auf 46 Mrd. Euro gestiegen. Beim Gewinn ging es zwar leicht bergab, aber das Minus ist mit 0,5 % kaum der Rede wert. Unterm Strich standen 3,65 Euro Nettogewinn je Aktie. Legt man sich die Aktie jetzt ins Depot, zahlt man weniger als das 7-Fache des letzten Jahresgewinns.

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Noch dazu bekommt man eine sehr hohe Dividendenrendite. In diesem Jahr wurden satte 3,40 Euro je Aktie ausgeschüttet. Wenn alles nach Plan verläuft, dürfte es im nächsten Jahr weiter raufgehen. Aber selbst wenn die Dividende nur konstant gehalten werden sollte, könnte man sich über eine Rendite von 8,6 % freuen!

Noch dazu kauft BASF seit Beginn des Jahres in großem Umfang eigene Aktien über die Börse zurück. Bis Ende des nächsten Jahres sollen dafür bis zu 3 Mrd. Euro aufgewendet werden. Beim aktuellen Aktienkurs könnte BASF damit etwa 8 % der eigenen Aktien einziehen.

Ist der Zenit bereits überschritten?

Sieht also erstmal alles hervorragend aus. Die Zahlen dürften also nicht der Grund für den schwachen Kurs sein. Vielmehr sind es die Unsicherheit über die wirtschaftliche Entwicklung und die hohen Energiepreise, die auf der Aktie lasten.

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BASF selbst hat aufgrund dieser Unklarheiten nur eine sehr vorsichtige Prognose für das Gesamtjahr veröffentlicht. Trotz der starken Zahlen der ersten Jahreshälfte geht man demnach von einem kräftigen Gewinnrückgang im laufenden Geschäftsjahr aus.

Und genau hier liegt das große Problem. Wenn BASF für dieses Jahr schon von sinkenden Gewinnen ausgeht, ist dann auch im nächsten Jahr mit weiter fallenden Ergebnissen zu rechnen?

Der Blick auf die vergangenen Jahre ist an dieser Stelle nicht unbedingt ermutigend. Denn zwischen 2017 und 2020 ging es kontinuierlich bergab. Gut möglich also, dass BASF auch jetzt wieder mehrere Jahre fallender Gewinne drohen. Solange diese Zweifel bestehen, könnte es für die Aktie trotz der auf den ersten Blick niedrigen Bewertung noch weiter bergab gehen.

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Dennis Zeipert besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien. 

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