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Gazprom-Aktie: Warum sie 21,3 % fällt und 1 Chance!

Pipelines mit Sonnenuntergang
Foto: Getty Images

Gazprom (WKN: 903276)-Aktien sind heute (21.02.2022) in Frankfurt bereits um mehr als 21,3 % gefallen. Der Grund ist die aktuelle Ukraine-Krise. So hat der russische Staatschef Wladimir Putin die ostukrainischen Separatistengebiete für „historisch russisches Gebiet“ erklärt. Er hat sich zudem dazu Entschlossen, ihre Unabhängigkeit anzuerkennen.

Ukraine-Konflikt lässt die Gazprom-Aktie fallen

Damit könnten in einem nächsten Schritt russische Truppen die ostukrainischen Separatistengebiete besetzen. Die Europäische Union (EU) und USA haben für diesem Fall allerdings Sanktionen abgekündigt, die Russland und seine Wirtschaft schwächen sollen. Natürlich gibt es dabei nur Verlierer, denn auch Russland hat längst Gegensanktionen für Europa vorbereitet.

So liegen beispielsweise die europäischen Gasreserven schon bei einem Tiefststand von unter 32 %. Die EU deckt seinen Bedarf zu etwa 40 % mit russischem Gas. Er ist kurzfristig nicht durch LNG-Lieferungen kompensierbar, sodass Europa in eine schwere Wirtschafskrise stürzen könnte. Dies ist ein Grund, warum heute (21.02.2022) auch der DAX besonders stark verliert. Darüber hinaus hat Gazprom in den letzten Monaten seine Gaslieferungen deutlich reduziert und könnte sie im Ernstfall auch ganz stoppen.

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„Was wir in den letzten sechs Monaten gesehen haben, ist, dass Gazprom immer auf dem niedrigsten Niveau geliefert hat. Sie haben sich so oft für Zahlungen entschieden, anstatt Gas zu liefern, und die Gazprom-Lagerbestände in unseren Speichern sind in diesem Jahr auf einem Zehnjahrestief“, so die Präsidentin der Europäischen Kommission Ursula von der Leyen.

Aus diesen Gründen verlieren die Gazprom-Aktie und der gesamte russische Aktienmarkt an Wert.

Langfristig erholen sich die Kurse meist wieder

So ernst die Situation auch ist, bieten Krisen langfristig immer die besten Einstiegsgelegenheiten. So ist die Gazprom-Aktie vom Hoch bereits mehr als 39 % gefallen und auch der gesamte russische Markt (RTS-Index) ist fast 36 % eingebrochen (21.02.2022). Aktuell ist der Krisenhöhepunkt wahrscheinlich noch nicht erreicht, sodass die Kurse auch noch weiter fallen könnten.

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Doch langfristig erholen sich die Kurse von solchen Krisen meist immer wieder. So ist beispielweise der amerikanische S&P-500-Index von 1929 bis 1932 um mehr als 86 % auf nur noch 4,43 Punkte eingebrochen. Damals griffen die Zentralbanken noch nicht so beherzt ein, wie sie es heute tun. Wer damals einstieg, konnte nicht nur mögliche Verlust einige Jahre später wieder ausgleichen, sondern langfristig sein Vermögen stark vermehren. So stand der S&P-500-Index 1960 schon wieder bei mehr als 53 Punkten. Vom Tief stiegen die Kurse also allein bis 1960 um fast 1.100 %.

Einzelaktien wie Gazprom bergen immer ein größeres Risiko als ganze Indizes. Somit ist im Fall von Russland auch die Wahl eines ETFs möglich.

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Christof Welzel besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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