Münchener Rück: 20 Euro Dividende – in Stein gemeißelt!

Mehrere Euro-Scheine zu einem Bündel eingerollt auf einer weißen Oberfläche
Foto: Dom J via Pexels

Die Aktie der Münchener Rück (WKN: 843002) ist ein erster Dividenden-Star in der kommenden Dividendensaison. Das Management erklärte im Rahmen der Quartalszahlen, 20,00 Euro je Aktie ausschütten zu wollen. Im Vergleich zur bereits deutlich gestiegenen Vorjahresausschüttung von 15,00 Euro je Aktie entspricht das erneut einem deutlichen Wachstum von 33 % im Jahresvergleich.

Dabei gilt die Dividende der Münchener Rück als in Stein gemeißelt. Der DAX-Rückversicherer zahlt seit dem Jahre 1969 stets eine konstante Ausschüttung mindestens auf dem Niveau des jeweiligen Vorjahres aus. Mit einer Historie von über 55 Jahren beständiger Zahlungen möchte es sich wohl kein Management verscherzen. Zumal der Konzern derzeit absolut profitabel ist und sich eine solche Auszahlung leisten kann.

Gleichzeitig ist die Höhe der Dividende auch eine Bürde. Für schwächere Zahlen. Schwierigere Zeiten. Oder was auch immer. Es bleibt bei der Messlatte schließlich bestehen. Blicken wir auf die aktuellen Zahlen und überlegen einmal, wie nachhaltig die derzeitige Dividende der Münchener Rück ist.

Münchener Rück: Im Moment eine starke Dividende!

Grundsätzlich ist die Dividende der Münchener Rück im Moment absolut ausreichend vom Gewinn je Aktie gedeckt. Dieser Wert lag im Jahre 2024 nämlich bei 42,78 Euro. Wenn wir lediglich die Dividende betrachten, so liegt das Ausschüttungsverhältnis mit 46,7 % auf einem moderaten Niveau. Nicht einmal die Hälfte des Gewinns wird derzeit für die Ausschüttungen verwendet.

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Besonders stark: Das Management der Münchener Rück rechnet für das Jahr 2025 mit einem weiteren Gewinnwachstum auf 6,0 Mrd. Euro. Organisch entspricht das einem Gewinnwachstum von weiteren 5,2 % im Jahresvergleich. Wenn wir das auf das Ergebnis je Aktie anwenden, dürften wir so ca. 45 Euro erhalten. Damit würde das Ausschüttungsverhältnis auf noch moderatere 44,4 % sinken. Ein Wert, der natürlich ebenfalls nachhaltig erscheint.

Das Management der Münchener Rück verwendet im Jahre 2025 zudem 2 Mrd. Euro für Aktienrückkäufe. Na klar: Auch diese Mittel werden also für eine Ausschüttung verwendet, sie entsprechen einem Anteil von weiteren 35 % des Gewinns. Aber sie führen ebenfalls dazu, dass die Dividende zukünftig leistbarer wird. Mit 2 Mrd. Euro für Aktienrückkäufe können zum jetzigen Zeitpunkt ca. 2,7 % der Aktien gekauft und eingezogen werden. In Zukunft sind daher 2,7 % der Aktien nicht mehr dividendenberechtigt (weil sie der Münchener Rück gehören). Entsprechend kann die Dividende für diese Aktien auch auf die noch ausstehenden verteilt werden. Es mag ein Tropfen auf dem heißen Stein sein. Aber gerade langfristig können Aktienrückkäufe zu einer stärkeren Dividende beitragen.

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Die operativen Zahlen bleiben wichtig

Aktienrückkäufe alleine werden die Dividende der Münchener Rück nicht stabilisieren. Umso wichtiger bleibt es, dass das Zahlenwerk konstant und profitabel bleibt. Derzeit profitiert der DAX-Rückversicherer besonders von einem knappen Angebot im Markt der Rückversicherungen, sowie einem starken Ergebnis im Asset Management. Das ist ein wesentlicher Ergebniskatalysator.

Perspektivisch dürfte es daher wichtig bleiben, dass die Münchener Rück auch bei fallenden Zinsen einen Nettogewinn von mindestens 4 Mrd. Euro behält. Mit diesem Mindestwert dürfte die Dividende weiterhin tragbar sein. Einsparungen könnte es im Worst-Case bei den Aktienrückkäufen geben.

Im Moment ist die Dividende alles andere als im Feuer. Mit voraussichtlich 6 Mrd. Euro Gewinn im Jahre 2025 werden sich viele Einkommensinvestoren vermutlich eher bereits fragen: Wie viel Dividende gibt es nach den 20 Euro in 2025 wohl im Jahre 2026?

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Vincent besitzt Aktien der Münchener Rück. Aktienwelt360 empfiehlt Aktien der Münchener Rück.

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