Über 100 % Kursplus in 2024: Warum Rheinmetall auch in 2025 zu den großen Gewinnern gehören könnte

Blick auf einen Panzer in einem Museum mit dem Kanonenroh auf die Kamera gerichtet.
Foto: Skitterphoto via Pexels

Die Aktie des Rüstungskonzerns Rheinmetall (WKN: 703000) gehörte im Börsenjahr 2024 zu den ganz großen Gewinnern des deutschen Aktienmarkts. Mit einem Kursplus von knapp 105 % (Stand 17.12.2024) war die Rheinmetall-Aktie immerhin die zweiterfolgreichste Aktie im gesamten DAX. Lediglich die Aktie von Siemens Energy konnte hier mit einem Kursplus von 332 % besser performen als Rheinmetall.

Trotz der spektakulären Kursentwicklung der Rheinmetall-Aktie im Jahr 2024, könnte das Wertpapier von Deutschlands größten Rüstungsunternehmen auch im kommenden Jahr 2025 erneut zu den ganz großen Gewinnern gehören.

Rüstungsausgaben steigen an

Getrieben von internationalen Konflikten und hierbei insbesondere vom Ukraine-Krieg hat sich das Verständnis vieler Länder hinsichtlich der eigenen Verteidigungsfähigkeit in den letzten Jahren deutlich verändert. So hat Deutschland beispielsweise im Jahr 2024 mit 72 Mrd. Euro den größten Verteidigungshaushalt in der Geschichte der Bundeswehr bewilligt.

Doch Deutschland ist nicht das einzige Land, dessen Rüstungsausgaben steigen. So werden dieses Jahr voraussichtlich 23 der 32 Nato-Bündnisstaaten das 2 % erreichen. Dabei waren es vor 10 Jahren lediglich 3 Länder, die 2 % ihres BIP für Verteidigung ausgaben. Laut Christian Badia, dem ranghöchsten deutschen General bei der Nato, sind viele der Nato-Staaten auf dem Weg zukünftig sogar 3 % des BIP für Verteidigung auszugeben.

Verstärkt wird dieser Effekt durch den zukünftigen US-Präsidenten Donald Trump. Dieser hatte bereits während seiner ersten Amtszeit kritisiert, dass viele Nato-Mitglieder ihrer 2%-Verpflichtung nicht nachkommen. Während seiner zweiten Amtszeit dürfte der Republikaner wohl zusätzlichen Druck auf Mitgliederstaaten ausüben, die das 2%-Ziel nicht erfüllen.

Rheinmetall mit starker Entwicklung

Als einer der führenden europäischen Rüstungskonzerne profitiert Rheinmetall stark von den steigenden Rüstungsausgaben. So stieg der Umsatz des Unternehmens in den ersten 9 Monaten des Geschäftsjahres 2024 um 36 % auf 6,3 Mrd. Euro an. Gleichzeitig stieg das operative Ergebnis des Unternehmens sogar um 72 % auf 705 Mio. Euro an.

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Für das gesamte Geschäftsjahr 2024 erwartet das Unternehmen mit Hauptsitz in Düsseldorf einen Konzernumsatz von 10 Mrd. Euro. Im Vergleich zum Geschäftsjahr 2023 wäre dies ein Umsatzanstieg von fast 40 %. Gleichzeitig geht das Unternehmen davon aus, dass hier eine operative Marge von 15 % erzielt wird. Im Vorjahr lag dieser Wert noch bei 12,8 %.

Dabei gibt es genügend Gründe anzunehmen, dass Rheinmetall auch im Geschäftsjahr 2025 erneut ein starkes Wachstum an den Tag legen wird. Schließlich lag der Auftragsbestand zuletzt bei fast 52 Mrd. Euro. Im Vergleich zum Vorjahr konnte der Auftragsbestand damit um satte 41 % gesteigert werden.

Rheinmetall gibt weiter Gas

Wer nun jedoch glaubt, dass das Unternehmen sich auf seinen Erfolgen ausruhen würde, könnte sich massiv täuschen. So wurden allein in den ersten beiden Dezember Wochen mehrere strategische Schritte unternommen, um das Unternehmen sowohl geografisch als auch technologisch breiter aufzustellen.

So hat Rheinmetall kürzlich eine Partnerschaft mit Auterion (ein führender Anbieter von Drohnen-Betriebssystemen) bekanntgegeben. Die beiden Unternehmen wollen in Zukunft gemeinsam bei der Entwicklung von standardisierten softwarebasierten Komponenten für unbemannte Drohnensysteme zusammenarbeiten. Mit dem Extended-Reality-Unternehmen Hologate ist Rheinmetall außerdem eine strategische Kooperation eingegangen, um Kunden verbesserte VR und XR Trainings- und Simulationslösungen anzubieten.

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Zusätzlich gab Rheinmetall bekannt, dass man das US-Unternehmen Loc Performance Products erworben hat, wodurch Rheinmetall seine Präsenz und Fertigungskapazitäten in den USA deutlich verbessern würde. Der zugrundeliegende Unternehmenswert für den Anbieter von Landfahrzeugen für militärische Abnehmer lag bei 950 Mio. US-Dollar.

2026er-Ziel bereits 2025 erfüllt?

Nachdem Rheinmetall vor knapp einem Jahr bekannt gab, dass man damit rechnet im Jahr 2026 einen Umsatz zwischen 13 bis 14 Mrd. Euro zu erzielen, könnte das Ziel des Unternehmens bereits im Jahr 2025 erfüllt werden. So rechnen Analysten damit, dass Rheinmetall im kommenden Geschäftsjahr 2025 einen Umsatz von 12,6 Mrd. Euro erzielen wird.

Damit würde das Unternehmen seinen Umsatz nicht nur um 26 % im Vergleich zum aktuellen Jahr steigern, sondern würde sogar sein 2026er-Umsatzziel fast ein Jahr vorher erreichen. Gleichzeitig erwarten Analysten, dass nach einem Gewinn pro Aktie von 19,7 Euro im aktuellen Geschäftsjahr, dieser Wert im Jahr 2025 um satte 47 % auf 29 Euro pro Aktie ansteigen wird.

Bei einem erwarteten Gewinn von 19,7 Euro und einem gegenwärtigen Kurs von 609 Euro pro Anteilsschein liegt das 2024er-KGV der Rheinmetall-Aktie momentan bei 31. Betrachtet man das starke Wachstum des Unternehmens wirkt die Bewertung nicht unbedingt zu hoch. Bei Berücksichtigung des von Analysten prognostizierten 2025er Gewinns pro Aktie liegt das 2025er-KGV sogar lediglich bei 21.

Steigende Rüstungsausgaben, ein volles Auftragsbuch und strategische Erweiterungen bei einer gleichzeitig moderaten Bewertung könnten also dafür sorgen, dass die Rheinmetall-Aktie auch im kommenden Börsenjahr 2025 zu den ganz großen Gewinnern gehören könnte.

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Samuel Tazman besitzt keine der erwähnten Aktien. Aktienwelt360 empfiehlt keine der erwähnten Aktien.

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