8er KGV und 6,8% Dividendenrendite – Jetzt auf diese Top-Aktie setzen?

Eine Frau hat Augen und Mund vor Schock weit aufgerissen
Bild: Gerd Altmann via Pixabay

Während der Corona-Pandemie war das Pharmaunternehmen Pfizer (WKN: 852009) einer der großen Gewinner. Dank des gemeinsam mit BioNTech (WKN: A2PSR2) entwickelten Covid-19-Impfstoffs (Comirnaty) und seinem Arzneimittel gegen Covid-19 (Paxlovid) konnte der US-Konzern seinen Umsatz und Gewinn massiv steigern.

Seit dem Ende der Pandemie hat sich der Aktienkurs des Unternehmens jedoch mehr als halbiert. Dabei läuft es operativ alles andere als schlecht beim Pharma-Giganten. Dies sorgt dafür, dass Pfizer Investoren mittlerweile mit einer extrem attraktiven Bewertung und einer saftigen Dividende lockt.

Corona-Pandemie sorgte für Umsatzboom bei Pfizer

Nachdem Pfizer im Jahr 2019 einen Umsatz in Höhe von 40,9 Mrd. US-Dollar und im ersten Corona-Jahr 2020 einen Umsatz in Höhe von 41,7 Mrd. US-Dollar erzielte, schoss der Umsatz im darauffolgenden Jahr in die Höhe. Dank des Covid-19-Impfstoffs Comirnaty und anschließend des Arzneimittels Paxlovid zur Behandlung von Covid-19 verdoppelte sich Pfizers Umsatz im Geschäftsjahr 2021 nahezu auf 81,3 Mrd. US-Dollar. Im Jahr 2022 stieg der Umsatz sogar auf 100,3 Mrd. US-Dollar an.

Nachdem im darauffolgenden Jahr 2023 der Großteil der Covid-19 Umsätze wegbrach, fiel der Umsatz auf 58,5 Mrd. US-Dollar. Auch das EBIT des Unternehmens, welches im Zeitraum von 2019 bis 2022 von 8,1 Mrd. auf 39,0 Mrd. US-Dollar anstieg, fiel im Geschäftsjahr 2023 schlagartig auf 5,3 Mrd. US-Dollar. Mittlerweile scheint das Unternehmen jedoch wieder auf den Wachstumspfad zurückgekehrt zu sein.

Starkes Jahr 2024

In den kürzlich veröffentlichen Zahlen für das dritte Quartal 2024 konnte Pfizer seinen Umsatz im Vergleich zum Vorjahresquartal schließlich um 32 % auf 17,7 Mrd. US-Dollar steigern. Getrieben wurde diese Entwicklung insbesondere durch das Widererstarken der Covid-19-Produkte. Doch selbst ohne Paxlovid und Comirnaty konnte der Umsatz um 14 % gesteigert werden. Dabei konnte Pfizer in jedem der ersten drei Quartale 2024 ein Umsatzwachstum vorweisen.

Während im Vorjahresquartal noch ein Nettoverlust von 2,4 Mrd. US-Dollar verkraftet werden musste, konnte Pfizer im letzten Quartal unterm Strich einen Gewinn in Höhe von 4,5 Mrd. US-Dollar erzielen. Das starke Quartal hat dafür gesorgt, dass Pfizer für das gesamte Geschäftsjahr 2024 nun mit Umsatzerlösen zwischen 61 Mrd. und 64 Mrd. US-Dollar rechnet. Am oberen Ende der Bandbreite würde dies im Vergleich zum Vorjahr eine Umsatzsteigerung von 9,4 % bedeuten. Analysten erwarten dabei einen Umsatz von 62,7 Mrd. US-Dollar und ein EBIT von 20,4 Mrd. US-Dollar.

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Pfizer verfügt über Wachstumsmotoren

Die Gewinne, die während der Corona-Pandemie eingefahren wurden, hatte Pfizer unter anderem dafür genutzt das auf Krebskrankheiten spezialisierte Pharmaunternehmen Seagan für 43 Mrd. US-Dollar zu akquirieren. Dies hat die bereits prall gefüllte Pipeline des Pharma-Giganten zusätzlich verstärkt. Darüber hinaus hat die Akquisition dafür gesorgt, dass Pfizers Umsätze im Bereich Onkologie allein im letzten Quartal um 31 % auf 4,0 Mrd. US-Dollar anwachsen konnten.

Mit den Arzneimitteln der Vyndaqel-Familie verfügt Pfizer darüber hinaus über ein wahres Wachstumsmonster. So konnten die Medikamente gegen Transthyretin-Amyloidose allein in den ersten 9 Monaten des Jahres ein Umsatzwachstum von 67 % vorweisen und generierten dabei einen Umsatz in Höhe von 3,9 Mrd. US-Dollar, was fast 10 % des Gesamtumsatzes entspricht.

Es bestehen Unsicherheiten

Nichtsdestotrotz gibt es auch Unsicherheiten in Bezug auf Pfizers Zukunft. So läuft ab dem zweiten Halbjahr 2026 das Patent für Pfizers Blockbuster Eliquis aus. Eliquis war dabei allein in den ersten drei Quartalen des aktuellen Geschäftsjahres für etwa 12 % des Gesamtumsatzes des Unternehmens verantwortlich.

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Investoren müssen außerdem davon ausgehen, dass die Covid-19-Umsätze des Unternehmens weiterhin stark fluktuieren werden. Mit der Trump-Präsidentschaft ist außerdem ein weiterer Risikofaktor hinzugekommen. So hat der designierte US-Präsident bekannt gegeben den Umweltanwalt Robert F. Kennedy Jr. als Gesundheitsminister zu ernennen. Der Neffe des ehemaligen US-Präsidenten John F. Kennedy gilt dabei als großer Kritiker von Big-Pharma.

Pfizer lockt mit attraktiver Bewertung und starker Dividende

Aktuell notiert die Pfizer-Aktie fast 54 % unter ihrem Allzeithoch aus dem Dezember 2021 (Stand 16.11.2024). Bewertungstechnisch ist die Aktie dabei durchaus attraktiv. So notiert das Wertpapier aktuell zu einem 2024er-KGV von 8,4. Somit wird die Pfizer-Aktie unterhalb des entsprechenden 5-Jahresdurchschnitts von 11,4 und des Sektor-Medians von 20,1 gehandelt.

Gleichzeitig lockt der deutlich angeschlagene Aktienkurs Einkommensinvestoren mit einer saftigen Dividende. So liegt die aktuelle Dividendenrendite der Aktie momentan bei satten 6,8 %. Pfizer zahlt dabei seit mittlerweile 35 Jahren kontinuierlich eine Dividende und hat diese in den letzten 14 Jahren jedes Jahr angehoben.

Es dürfte auch in Zukunft spannend bleiben bei Pfizer. Grundsätzlich verfügt das Unternehmen über starke Wachstumstreiber, jedoch dürften die nächsten Monate vor dem Hintergrund der genannten Unsicherheiten nichts für Investoren mit schwachen Nerven sein. Mit einem KGV von 8,4 und einer Dividendenrendite von fast 7 % erhalten interessierte Investoren im Gegenzug dafür jedoch ein dickes Sicherheitspolster und attraktive Ausschüttungen.

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Samuel Tazman besitzt keine der erwähnten Aktien. Aktienwelt360 empfiehlt Aktien von BioNTech.

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