3 Dividendenperlen mit bis zu 10,7 % Ausschüttungsrendite

Eine weiße Perle in einer Muschel vom Strand
Foto: günter via Pixabay

Dividendenperlen gelten als Stabilitätsanker in unsicheren Zeiten und bieten Anlegern die Möglichkeit, nicht nur von Kursgewinnen, sondern auch von regelmäßigen Ausschüttungen zu profitieren. 

Drei Aktien, die derzeit besonders attraktive Dividendenrenditen bieten, könnten die Münchener Rück (WKN: 843002), Amundi (WKN: A143DP) und Frontline (WKN: A3D38W) sein. Ihre Dividendenrenditen reichen von 3,4 % bis zu beeindruckenden 10,7 %, was sie in Kombination mit ihrer Dividendenhistorie zu wahren Perlen im Dividendenuniversum macht. Werfen wir heute einen genaueren Blick auf sie.

Munich Re: Dividendenperle in einem anspruchsvollen Markt

Die Münchener Rück, zweitgrößter Rückversicherer der Welt, hat sich über Jahrzehnte als solides Investment bewährt. Nicht nur der Aktienkurs hat sich in den letzten zehn Jahren fast verdreifacht, auch die Dividende ist kontinuierlich gestiegen – von 5,50 Euro für das Geschäftsjahr 2007 auf zuletzt 15 Euro. Im Durchschnitt lag die Dividendenrendite bei 4,6 %.

Als konservativ kann man die Dividendenpolitik bezeichnen. So wurden zuletzt deutlich weniger als 50 % des Jahresüberschusses ausgeschüttet. Die Zahlen des ersten Halbjahres zeigen zudem einen starken Optimismus, das Ziel eines Jahresüberschusses von fünf Milliarden Euro zum Jahresende zu übertreffen.

Dies lässt weiter steigende Dividenden erwarten. Für das Jahr 2023 rechnen Analysten mit einer Ausschüttung von rund 16,12 Euro je Aktie, was einer erwarteten Dividendenrendite von rund 3,7 % entspricht.

Die Münchener Rück verbindet Stabilität mit Wachstumschancen. Es wird regelmäßig in wachstumsstarke Segmente wie Cyber-Versicherungen und Erneuerbare Energien investiert. Auch gibt es Aktienrückkäufe.

Amundi: Asset Manager mit starkem Dividendenfokus

Kommen wir zur zweiten Aktie, der Dividendenperle Amundi. Das französische Unternehmen ist mittlerweile – dank des ETF-Booms und zahlreicher Übernahmen wie Pioneer Investments, Lyxor oder Sabadell Asset Management – zu einem der größten börsennotierten Vermögensverwalter Europas aufgestiegen. Das Unternehmen wird mit 12,7 Mrd. Euro bewertet und erreichte im Jahr 2023 einen Jahresüberschuss von 1,2 Mrd. Euro.

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Auch hier werden regelmäßig hohe Dividenden ausgeschüttet. Aktuell liegt die Dividendenrendite bei rund 6,5 % und damit deutlich über dem Zehn-Jahres-Durchschnitt. Das erwartete KGV ist mit 10,1 sehr niedrig, spiegelt aber auch Risiken wider.

Risiken aus dem anhaltenden Transformationsprozess der Branche. Der starke Boom von ETFs setzt die Gebühren unter Druck. Asset Manager müssen ihr Geschäft zusammenlegen, um Kosten zu senken und Synergien zu nutzen.

Eine verbesserte Cost-Income-Ratio von 51,9 % im zweiten Quartal 2024 zeigt, dass die Franzosen hier auf dem richtigen Weg sind. Das Unternehmen profitiert von einer starken Marktposition und einem breit diversifizierten Produktportfolio, das sowohl traditionelle als auch alternative Anlageklassen umfasst. 

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Trotz des schwierigen Marktumfelds konnte Amundi seine Erträge stabilisieren, sogar ausbauen und seine Dividendenpolitik fortsetzen. Die Analysten erwarten eine Dividende von 4,21 Euro, was einer erneuten Steigerung gegenüber der zuletzt gezahlten Dividende von 4,10 Euro entsprechen würde.

Frontline: Fett im Tankergeschäft

Das absolute Dividendenhighlight des heutigen Artikels könnte Frontline sein, ein führender Anbieter von Rohöltransporten auf dem Seeweg. Die Aktie bietet mit beeindruckenden 10,7 % die höchste Dividendenrendite, leider aber auch das größte Risiko.

Erklärbar ist dies mit der hohen Volatilität des Rohölmarktes und den damit einhergehenden Schwankungen der Nachfrage nach Frachtraten. Sie führen bei Frontline zu starken Gewinnschwankungen.

Möglich sind aber auch außergewöhnlich hohe Ausschüttungen in profitablen Jahren wie zuletzt. Hiervon sollte auch die kommende Dividende noch profitieren. 

Interessant: Frontline hat sich in der Vergangenheit als einer der profitabelsten Akteure der Branche etabliert. Der norwegisch-zypriotische Milliardär John Fredrikson prägte das Unternehmen entscheidend und ist auch heute noch Hauptaktionär. 

Für risikobereite Anleger, die von der hohen Ausschüttungsrendite profitieren wollen, stellt Frontline eine interessante, wenn auch spekulative Anlagemöglichkeit dar. Entscheidend ist das Timing. Vor allem die Frachtraten für Öltanker sollten im Auge behalten werden.

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Frank Seehawer besitzt Aktien von Amundi und Münchener Rück. Aktienwelt360 empfiehlt Aktien der Münchener Rück.

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