Ist das die meistunterschätzte KI-Aktie?

Ein Roboter sitzt an einem Tisch und zeichnet mit einen Laser eine exponentiell ansteigende Kurve
Foto: Gerd Altmann via Pixabay

Wenn Investoren an das Trendthema Künstliche Intelligenz denken, tauchen eine Vielzahl von verschiedenen Namen auf. Nvidia, Microsoft, Alphabet sind dabei nur einige der Namen, die ständig mit dem KI-Megatrend in Verbindung gebracht werden.

Ein Unternehmen, das in den Diskussionen rund um Künstliche Intelligenz bis jetzt meistens außen vor war, ist das Software-Unternehmen Adobe (WKN:871981). Dabei scheint sich dieser Trend langsam aber sicher umzukehren.

Adobe steigt auf den KI-Zug

Während der durchschnittliche Bürger Adobe nur in Verbindung mit PDF-Dokumenten bringt, bietet der Softwaregigant neben Dokumentenmanagement noch eine weite Palette von anderen Produkten an. So bietet das Unternehmen in seinem Creative Cloud Segment eine Vielzahl von Kreativitätslösungen wie zum Beispiel Photoshop an. Außerdem verfügt das Unternehmen unter dem Dach seiner Experience Cloud Lösungen für digitales Marketing und Kundenerfahrungsmanagement.

Adobe hat schnell auf den KI-Hype reagiert und KI-Anwendungen in seine Programme eingebaut. So bietet das Unternehmen mit Firefly AI die Möglichkeit Bilder aus Text Prompts zu erstellen. Seit seinem Debüt im März 2023 wurde Firefly über die verschiedenen Adobe Anwendungen zur Erstellung von über 9 Milliarden Bildern genutzt. Dabei wird Firefly zunehmend in sämtliche Flaggschiffprodukte von Adobe integriert, was die Erstellung und Bearbeitung von Bildern und Videos deutlich vereinfacht.

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Auch die Sorge vieler Analysten, dass KI-Anwendungen insbesondere Adobes Kreativitätslösungen überflüssig machen würde, sieht das Unternehmen eher als Chance. So geht Adobe davon aus, dass aufgrund der Vielzahl von KI-Lösungen deutlich mehr Kreativitätsinhalte wie etwa Videos entstehen werden. Das Unternehmen sagte hierbei im letzten Earnings Call, dass je mehr Inhalte generiert werden, desto mehr Inhalte bearbeitet werden müssten, sei es durch Farbkorrektur, Tonanpassung, Übergänge oder das Zusammenfügen von Clips. Dabei liegt genau hier Adobes Stärke.

Aktie springt nach Quartalszahlen an

Die Sorge, dass Adobe den KI-Hype verschlafen würde oder dass entsprechende Lösungen eine Vielzahl von Adobes Anwendungen überflüssig machen würden, ließ die Aktie im Vergleich zu anderen Tech-Schwergewichten im letzten Jahr deutlich schlechter performen. Dabei scheint sich dieser Trend seit der Veröffentlichung der Zahlen für das zweite Quartal korrigiert zu haben. So generierte das Unternehmen hier zuletzt ein Umsatzwachstum von 10 % auf 5,3 Mrd. US-Dollar, während der Nettogewinn in derselben Zeit um 21 % auf 1,6 Mrd. anstieg. Wie immer glänzte Adobe hierbei mit einer beeindruckenden Nettomarge von 30 %.

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Für das gesamte Geschäftsjahr 2024 erwartet das Unternehmen einen Umsatz von etwa 21,5 Mrd. US-Dollar. Gegenüber dem Vorjahr würde dies ein Plus von 11 % bedeuten. Auch Finanzexperten sehen Adobe zunehmend als KI-Profiteur. So nahm die Deutsche Bank Adobe kurz nach der Veröffentlichung der Q2 Zahlen in seine Fresh Money Liste. Hierbei bezog sich die Bank insbesondere auf Adobes Anwendungen und Opportunitäten rund um das Thema KI. Auch der japanische Finanzgigant Mizuho nahm Adobe in seine Liste für Aktien Top-Picks im Juli auf.

Die Aktie von Adobe hat seit der Veröffentlichung der Quartalzahlen am 13 Juni bereits mehr als 22 % zulegen können (Stand 11.07.2024). Dabei notiert die Aktie aktuell zu einem 2025er-KGV von 31. In den letzten fünf Jahren lag dieser Wert dabei durchschnittlich bei 36.

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Samuel Tazman besitzt Aktien von Alphabet. Aktienwelt360 empfiehlt Aktien von Adobe, Alphabet und Microsoft.

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