Apple-Aktie mit 110-Milliarden-Dollar-Aktienrückkaufprogramm: Eine sichere Investition?

Das Logo des Tech-Konzerns Apple auf einem iMac in Nahaufnahme
Foto: Armand Valendez via Pexels

Die Apple-Aktie (WKN: 865985) erfreut sich seit Jahren großer Beliebtheit, was sich auch in der Vervielfachung des Aktienkurses widerspiegelt. Zuletzt erhielt die Apple-Story jedoch einen kleinen Dämpfer. Vor allem ein schwaches Hardware-Geschäft sorgte für Verunsicherung bei den Anlegern.

So ging der Umsatz im zweiten Quartal 2024, das am 30. März 2024 endete, um vier Prozent auf 90,8 Mrd. Dollar zurück. Das Servicegeschäft konnte hingegen weiterhin ein solides Umsatzwachstum von 14,2 % verzeichnen.

Schwaches Hardware-Geschäft in Asien belastet Apple

Betrachtet man die geografische Umsatzverteilung, so zeigt vor allem der asiatische Raum Schwächen. Nicht nur in China musste der iPhone-Konzern Umsatzeinbußen hinnehmen, auch in Japan und vor allem im übrigen asiatisch-pazifischen Raum waren Rückgänge zu verzeichnen. 

Besonders hart traf es das iPhone mit einem Umsatzrückgang von 10,5 % im zweiten Quartal 2024. Die Absatzschwäche könnte für Apple zu einem großen Problem werden, sollte sie sich als chronisch erweisen.

Aktienrückkaufprogramm in Rekordhöhe

Mit einem neu aufgelegten Aktienrückkaufprogramm in Höhe von 110 Mrd. US-Dollar soll langfristig gehortetes Kapital endlich den Weg zurück zu den Aktionären finden. Die schiere Größe spricht für sich, denn kein anderes Unternehmen hatte zuvor ein Aktienrückkaufprogramm in dieser Höhe angekündigt.

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Aktienrückkäufe können sich dabei grundsätzlich positiv auf den Aktienkurs auswirken, wenn sie zu attraktiven Konditionen durchgeführt werden. Entscheidend ist jedoch der Blick in die Zukunft. Und die scheint bei Apple derzeit eher mit mehr Unsicherheiten behaftet zu sein.

Aktienrückkauf als beste Option?

Dennoch könnte das gigantische Aktienrückkaufprogramm für Apple derzeit die beste Option sein. Nicht nur der Aktienkurs ist gefallen, auch die Bewertung hat sich verbessert. So wird die Apple-Aktie mit einem PEG-Ratio von nur noch 1,7 gehandelt, nach 2,3 im Fünf-Jahres-Durchschnitt.

Allerdings gibt es auch gute Gründe für die günstigere Bewertung. Sie liegen vor allem im schwachen Hardware-Geschäft, schwächen bei Innovation bzw. regulatorischen Problemen.

Wichtiges Projekt von Apple ist gescheitert

Mit seinem ehrgeizigen Elektroauto-Projekt hatte sich Apple zuletzt eine große Schwäche eingestanden. Ende Februar 2024 wurde bekannt, dass die Entwicklung eines eigenen Elektroautos als Alternative zu Tesla (WKN: A1CX3T) auf Eis gelegt wurde. 

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Offenbar waren es nicht nur die hohen Investitionen, die Apple von einer Weiterentwicklung abhielten. Auch der technologische Vorsprung von Tesla könnte zu groß gewesen sein, um am Ende ein lukratives und zugleich marktfähiges Produkt zu schaffen, das sich in weiten Teilen von der Konkurrenz unterscheidet.

KI und Vision Pro keine Alternative?

Stattdessen könnte nun mehr Kapital in die Projekte der Virtual-Reality-Brille Apple Vision Pro oder im Bereich der künstlichen Intelligenz fließen. Sollten sich diese Bereiche aber ähnlich enden wie das E-Auto-Projekt, bin ich in diesem Zusammenhang froh, dass doch größere Summen in den Rückkauf eigener Aktien investiert werden.

Hier weiß man wenigstens relativ sicher, was man am Ende für sein Geld bekommt: ein Hardwaregeschäft mit Burggraben und ein stark wachsendes Dienstleistungsgeschäft. Beim Thema Innovation und Wachstum müsste allerdings noch nachgearbeitet werden, damit die zurückgekauften Aktien am Ende auch zu einer guten Investition werden.

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Frank Seehawer besitzt Aktien von Apple. Aktienwelt360 empfiehlt Aktien von Apple und Tesla.

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