Sollte die Allianz-Aktie jetzt auf Aktienrückkäufe setzen?

Eine Glühbirne, aus der verschiedene Ideen entspringen, auf einer schwarzen Tafel
Foto: Pixabay via Pexels

Die Allianz-Aktie (WKN: 843002) besitzt eine starke Dividende. Ich wage mal die Prognose, dass wir auch im kommenden Jahr 2024 über 5 % Dividendenrendite erhalten werden. Wobei das in Anbetracht von derzeit 4,94 % Ausschüttungsrendite alles andere als eine gewagte These ist.

Vergessen dürfen wir jedoch nicht: Die Allianz-Aktie kann mehr. Aktienrückkäufe, zum Beispiel. Aber sollte das Management des DAX-Versicherers jetzt in die Vollen gehen? Riskieren wir einen Blick auf die derzeitige Ausgangslage und intensivieren dann unsere Überlegungen.

Allianz-Aktie: Verstärkte Aktienrückkäufe sinnvoll?

Eines vorab: Ob es intensivierte Aktienrückkäufe gibt, das weiß ich selbstverständlich nicht. Allerdings könnte die Ausgangslage dafür ziemlich einladend sein. Der DAX-Versicherer ist fundamental jedenfalls weiterhin vergleichsweise günstig bewertet. Alleine die 4,94 % Dividendenrendite sind ein Indikator dafür.

Aber es gibt weitere. Das Management der Allianz-Aktie rechnet im laufenden Geschäftsjahr 2023 mit einem operativen Ergebnis von 14,2 Mrd. Euro. Dabei hat man bereits eingegrenzt, dass man tendenziell eher die obere Hälfte der üblichen Schwankungsbreite mit jeweils einer Milliarde Euro nach oben und unten erreichen werde. Vieles riecht daher nach einem Rekordergebnis bei dem Versicherer.

Was bedeutet das? Nach meinen Berechnungen könnte ein Kurs-Gewinn-Verhältnis von ca. 10 die Folge sein. Gleichzeitig besteht eine solide Chance, auch in Zukunft weiteres, operatives Wachstum zu liefern. Insbesondere im Geschäftsbereich des Asset-Managements können die gestiegenen Zinsen die Renditen im Anlagegeschäft verbessern. Anleihen dürften bei einem rollierenden Neugeschäft jedenfalls deutlich höhere Renditen auf das eingesetzte Kapital liefern.

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Wenn die Allianz-Aktie daher ein Kurs-Gewinn-Verhältnis von lediglich 10 besitzt und zusätzlich operatives Wachstum liefern kann, wäre die Bewertung preiswert. Natürlich existieren auch gewisse Risiken. Einzelne Geschäftsjahre können aufgrund größerer Schadensereignisse durchwachsener ausfallen. Oder in Zeiten höherer Inflation und wirtschaftlicher Unsicherheit überdenken viele Verbraucher ihre Versicherungspolicen. Zur Zeit sehen wir das im Zahlenwerk jedoch nicht.

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Mein Take: Ja, Aktienrückkäufe wären sehr sinnvoll!

Bei der Allianz-Aktie können erhöhte Aktienrückkäufe daher überaus sinnvoll sein. Die fundamentale Bewertung erscheint mir preiswert. Insbesondere das mittelfristige Chance-Risiko-Verhältnis ist ebenfalls sehr solide. Vieles spricht für mich dafür, dass Aktienrückkäufe eine katalysierende Wirkung haben können. Den Investoren könnte diese Form der Kapitalrückführung weitere Mehrwerte generieren.

Vergessen sollten wir außerdem nicht: Die Allianz-Aktie dürfte im Geschäftsjahr 2023 wirklich einen hohen Gewinn einfahren. Diese Mittel sollten ebenfalls in irgendeiner Art und Weise verwendet werden. Na klar: Auch eine höhere Dividende ist stets attraktiv. Aber mit Aktienrückkäufen kann das Management langfristig-orientiert Mehrwerte schaffen, indem man die Basis ausstehender Aktien nachhaltig reduziert.

Meiner Meinung nach ist die Ausgangslage daher ideal für Aktienrückkäufe. Sehr gerne würde ich daher sehen, dass das Management diese Form der Kapitalrückführungen maximiert. Falls erforderlich: Auch auf Kosten eines stärkeren Dividendenwachstums, als es durchaus möglich wäre.

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Vincent besitzt Aktien der Allianz. Aktienwelt360 empfiehlt keine der erwähnten Aktien.

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