Aktien fallen schneller, als sie steigen. Aber sie steigen länger, als sie fallen

Ein Mann zeichnet einen aufsteigenden Chart auf ein Whiteboard
Foto: Malte Luk via Pexels

Aktien steigen und fallen. Jeden Tag sehen wir ein Mindestmaß an Volatilität. Allerdings gibt es auch größere Marktbewegungen und Formationen. Ja, sogar eine Börsenwissenschaft, die sich mit der Volatilität und der Charttechnik beschäftigt.

Ob das der heilige Gral ist, das weiß ich ehrlich gesagt nicht. Für gewöhnlich halte ich es mit der Charttechnik relativ einfach und betrachte einen möglichst langen Zeitraum. In diesem Setting können wir ein sehr einfaches Zwischenfazit ziehen: Aktien fallen zwar schneller, als sie steigen. Aber sie steigen länger, als sie fallen.

Aktien: Sie steigen, sie fallen …

Die Beobachtung, dass Aktien schneller fallen, als sie steigen, ist einfach begründet. Wir müssen uns nur Korrektur- und Crash-Phasen wie den Corona-Knick, die Finanzkrise oder auch die Dotcom-Blase ansehen und stellen fest: Innerhalb kürzester Zeit wird ein größerer Börsenwert ausgelöscht. In der Regel dauert es länger, bis eine Erholung einsetzt und das wieder aufgeholt hat. Auch das können wir gut am Chart ablesen.

Die erste Grundtendenz ist daher: Aktien fallen schneller, als sie steigen. Begründbar ist das wiederum auch mit den Emotionen Angst und Panik, die schnell einsetzen, wenn die Volatilität maximal hoch ist. So weit, so gut. Die zweite Message, die für heute jedoch mindestens gleich relevant ist, lautet: Aktien steigen jedoch länger, als sie fallen.

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Das können wir statistisch wunderbar herleiten. Der durchschnittliche Bärenmarkt beträgt nämlich 14 Monate. Ein durchschnittlicher Bullenmarkt hingegen 4,4 Jahre. Wichtig für uns als Investoren ist daher, dass es mal schnell mit den Aktienmärkten abwärtsgehen kann. Aber: Dass die globalen Indizes langfristig dazu neigen, länger wieder zu steigen und solche kurzfristigen, volatilen Phasen aufzuholen und auch darüber hinaus zu steigen.

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Konzentriere dich auf solche großen Entwicklungen

Die Statistik ist natürlich nicht in jedem Fall repräsentativ. So dauerte zum Beispiel das Platzen der Dotcom-Blase länger als 14 Monate. Dafür hat es aber auch Bullenmärkte wie den letzten seit der Finanzkrise gegeben, die bedeutend länger als die durchschnittlichen 4,4 Jahre gedauert haben. Dennoch ist die Tendenz relativ klar und eindeutig: Viele Aktien neigen dazu, länger zu steigen, als zu fallen, auch wenn sie eben mal kurz, schnell und heftig korrigieren können.

Wir als Investoren können uns relativ einfach dagegen wappnen: Indem wir als langfristig orientierte Buy-and-Hold-Anleger auftreten. Aber auch indem wir versuchen, die möglichst besten Unternehmen und Aktien zu identifizieren, die in den steigenden Marktphasen im Idealfall überproportional profitieren.

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