Peter Lynch: 3 Weisheiten der Investmentlegende

Ein Banker aus London guckt sich an der Börse einen Chart und Kurse an.
Foto: Tumisu via Pixabay

Peter Lynch ist eine lebende Legende. Im Alter von 33 Jahren übernahm er das Management des Fidelity Magellan Fonds, generierte dort über einen Zeitraum von 13 Jahren eine durchschnittliche jährliche Rendite von 29 % und setzte sich anschließend zur Ruhe. Zum Vergleich: Der breite Aktienmarkt steigt langfristig um rund 10 % pro Jahr, Warren Buffett hat mit Berkshire Hathaway auf lange Sicht rund 20 % pro Jahr erzielt. Darüber hinaus schrieb Peter Lynch mehrere Bestseller, unter anderem „Der Börse einen Schritt voraus“ – ein Buch, das mich beeinflusst hat. Die folgenden drei Anlageweisheiten von ihm finde ich besonders wichtig.

Peter Lynch rät: Investiere in das, was du verstehst und nutzt

Dieser Ratschlag ist ganz einfach. Dennoch neigen viele Privatanleger immer wieder dazu, in potenziell heiße Aktientipps von undurchsichtigen Unternehmen zu investieren. Peter Lynch rät hingegen dazu, eher im Alltag die Augen offen zu halten. Ein Beispiel dafür ist sein sehr erfolgreiches Investment in einen Wäschehersteller, auf den er aufmerksam wurde, weil seine Frau die Unterwäsche des Unternehmens so mochte. Auf eine andere Aktie von einer Hotelkette wurde er aufmerksam, weil er auf Geschäftsreisen oft in deren Hotels übernachtete und mit dem Service sehr zufrieden war.

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Mit diesem Ansatz können wir Privatanleger uns einen Vorteil gegenüber institutionellen Investoren verschaffen. Außerdem hilft es in schwierigen Börsenphasen (die sich nie vermeiden lassen), wenn man selbst von dem Unternehmen, an dem man beteiligt ist, überzeugt ist. Denn ein Panikverkauf ist fast immer eine schlechte Idee. Deswegen investiere ich zum Beispiel nicht in Unternehmen aus dem Bereich Biotechnologie und auch nicht in klassische Banken.

Konzentriere dich nicht auf die historische Kursentwicklung

Wer zu stark auf den Kursverlauf einer Aktie schaut, schlägt tendenziell eher bei stark gefallenen Aktien zu als bei solchen, die in letzter Zeit stark gestiegen sind. Denn die gefallene Aktie scheint ja im Vergleich zur Vergangenheit günstig. Diesem Verhalten hält Peter Lynch Folgendes entgegen: „Eine Aktie, die stark gefallen ist, kann auch noch weiter fallen. Eine Aktie, die stark gestiegen ist, kann auch noch weiter steigen.“

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Peter Lynch rät also dazu, sich weniger auf den Aktienkurs und mehr auf das operative Geschäft zu konzentrieren. Wenn eine Aktie stark gestiegen ist, gibt es oft fundamentale Gründe dafür, die auch in Zukunft für weiteres Wachstum sorgen können. Entsprechend lasse ich mich nicht von bereits deutlich gestiegenen Kursen abschrecken.

Oft ist die beste neue Investition eine Aktie, die du schon besitzt

Peter Lynch plädiert dafür, bestehende Aktien aufzustocken, statt immer wieder neue Aktien in sein Depot aufzunehmen. Schließlich habe man diese Aktien ja bereits als aussichtsreichste Investments identifiziert. Wenn alle Kriterien weiterhin intakt sind, macht es oft Sinn, hier mehr zu investieren, statt der nächstbesten Idee nachzulaufen.

Auch in diesem Punkt bin ich voll bei Peter Lynch. Während ich früher oft eine neue aussichtsreiche Aktie nach der anderen in mein Depot aufgenommen habe, stocke ich in letzter Zeit fast ausschließlich bestehende Positionen auf.

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Hendrik Vanheiden besitzt keine der erwähnten Aktien. Aktienwelt360 empfiehlt Aktien von Berkshire Hathaway (B-Aktien).

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