Heineken-Aktie: Top-Bierbrauer mit soliden Zahlen

Ein Bulle und ein Bär vor einem steigenden und einen fallenden Pfeil.
Foto: Gerd Altmann via Pixabay

Bierbrauer hatten es in den letzten Jahren nicht einfach. Schuld daran war vor allem die Corona-Pandemie, die zu einem Schockfrosten des öffentlichen Lebens führte. Entsprechend weniger wurde auch an alkoholischen Getränken auf Veranstaltungen konsumiert.

Glücklicherweise verlagerte sich der Konsum teilweise in die Häuser über abgefüllte Dosen und Flaschen. Dennoch gab es einen wirklichen Absatzeinbruch zu beklagen, was viele Investoren im ersten Moment abschreckte.

Zu einem der weltweit größten Bierbrauer gehört die niederländische Heineken (WKN: A0CA0G). Sie ist nach AB Inbev (WKN: A2ASUV) der zweitgrößte Bierbrauer der Welt. 

Im Gegensatz zum belgischen Konkurrenten sind die Holländer familiengeführt und verfügen nicht über eine so große Verschuldung aufgrund von externen Großübernahmen. Die weltweiten Wachstumsambitionen sind jedoch ähnlich, was ein Vorteil sein kann.

Nun lieferte das Unternehmen die Zahlen für das Gesamtjahr 2022. Und diese sahen gar nicht mal schlecht aus, auch wenn es auf den ersten Blick einen starken Ergebnisrückgang gab. Gehen wir mal ins Detail.

Ergebnisrückgang von 19 %

Für das Gesamtjahr 2022 hat Heineken einen Rückgang des Nettogewinns von 19 % gemeldet. Die Prognosen der Analysten wurden jedoch übertroffen. Gleichzeitig wurde die Jahresprognose bestätigt. Die Biermengen stiegen dabei um 6,9 % organisch, während das Nettoumsatzwachstum im Jahr 2022 bei 30 % lag. 

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Das hohe Umsatzwachstum bei Heineken im Jahr 2022 lässt sich teilweise dadurch erklären, dass das Unternehmen in der ersten Hälfte des Jahres von der Wiedereröffnung der Gastronomie profitiert hat. Darüber hinaus ist Heineken stark auf Premium-Marken ausgerichtet, was in Zeiten steigender Inflation bei Rohstoffpreisen und höheren Energiekosten ein Vorteil sein dürfte. 

Heineken konnte außerdem von der allgemein gestiegenen Nachfrage nach Bier profitieren, da die Verbraucher nach den Lockdowns und Einschränkungen im Zusammenhang mit der COVID-19-Pandemie wieder vermehrt ausgehen und soziale Kontakte pflegen wollten.

Solider Ausblick für 2023

Das Unternehmen erwartet zwar weiterhin steigende Eingangskosten und erheblich höhere Energiekosten, insbesondere in Europa. Dennoch planen die Niederländer für das kommende Jahr ein organisches Wachstum des bereinigten Betriebsergebnisses im mittleren bis hohen einstelligen Bereich.

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Weiterhin intakte Equity Story

Die großen Wachstumstreiber bei Heineken sind vor allem die fortschreitende Expansion in aufstrebende Märkte wie Asien und Afrika. Darüber hinaus hat Heineken in den letzten Jahren stetig in die Markenbildung und Vermarktung seiner Produkte investiert, um seine Position im Markt zu stärken. Wer schon einmal am Stammsitz in Amsterdam die Heineken-Brauerei besichtigt hat, der weiß, wovon ich spreche.

Überzeugend sieht auch die Diversifikationsstrategie von Heineken aus. Hier wird versucht, in andere alkoholische Getränke wie Hard Seltzer und alkoholfreie Biere zu investieren, um das Angebot zu erweitern und eine breitere Kundenbasis zu erweitern.

Die beschriebenen Wachstumstreiber haben dazu beigetragen, dass Heineken in den vergangenen Jahren ein solides Wachstum erzielen konnte und auch weiterhin gute Wachstumsaussichten besitzt. Mit einem erwarteten KGV von 17,3 (Stand: 15.2.23, Morningstar) erscheint die aktuelle Bewertung gar nicht mal so hoch für den Markenbier-Hersteller. Die einzige Schwäche bleibt somit das zuletzt noch schwache Wachstum, was jedoch auch der Corona-Pandemie geschuldet ist.

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Frank Seehawer besitzt Aktien von Heineken. Aktienwelt360 empfiehlt keine der erwähnten Aktien.

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