Oh Schreck: Die Aktienrückkäufe der Münchener Rück werden immer ineffizienter

Die Aktienrückkäufe der Münchener Rück (WKN: 843002) sind ein relevantes Thema. Foolishe Investoren dürften hoffen, dass das Management immer wieder in eine neue Runde geht. Sollte man, wie zuletzt, jeweils pro Jahr eine Milliarde Euro in die eigenen Wertpapiere stecken und sie aus dem Markt nehmen, so schafft das eine Menge Wert.
Die Aktienrückkäufe der letzten Jahre führten zu einer Reduzierung der Aktienbasis von ca. 3 % pro Rückkaufsjahr. Wobei es während der Corona-Pandemie eine temporäre Pause gegeben hat. Der Richtwert von 3 % funktioniert auch nur bedingt. Mit dem schwankenden Börsenwert und den konkreten Rückkaufszeitpunkten mag es durchaus Verschiebungen geben.
Jetzt können wir jedoch für den Moment festhalten, dass die Aktienrückkäufe ineffizienter werden. Das Warum liegt eigentlich auf der Hand.
Darum ineffizientere Aktienrückkäufe der Münchener Rück
Die Kernerkenntnis ist eigentlich sehr, sehr simpel: Mit einem steigenden Aktienkurs bei der Münchener Rück nimmt der Effekt der Aktienrückkäufe ab. Zum Vergleich: Inzwischen hat der Rückversicherer eine Marktkapitalisierung in Höhe von 42,3 Mrd. Euro erreicht. Bei einer Milliarde Euro Rückkaufsvolumen läge der Effekt bei rund 2,4 %. Das ist eben weniger als die häufig erreichten 3 %.
Die Aktie der Münchener Rück ist heute teurer, was wir sehr direkt am Aktienkurs ablesen können. Alleine seit dem Sommer dieses Jahres haben die Anteilsscheine über 40 % an Wert zugelegt, was die Effizienz der Aktienrückkäufe direkt schmälert. Das ist eine Sichtweise, die sich kaum bestreiten lässt.
Gleichzeitig ist ein anderes Zwischenfazit jedoch, dass die historischen Aktienrückkäufe des DAX-Rückversicherers damit sehr effizient gewesen sind. Wir befinden uns derzeit auf einem Bewertungsmaß, das wir seit dem Jahre 2001 nicht mehr gesehen haben. Vergangene Kapitalrückführungen in dieser Form haben entsprechend dazu beigetragen, dass wir dieses Kursniveau erreicht haben.
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Aber kehren wir womöglich zu der Frage zurück, ob Aktienrückkäufe bei der Münchener Rück überhaupt noch einen Effekt haben. Wir können weiterhin sagen: Ja! Bei dem aktuellen Aktienkurs liegt das 2022er-Kurs-Gewinn-Verhältnis voraussichtlich bei unter 12,9. Wenn das Management weiteres Geld in diese Kapitalmaßnahme stecken sollte, so investiert man in eine DAX-Aktie, die unterm Strich weiterhin nicht zu teuer erscheint.
Die Auswirkungen kennen
Bei der Münchener Rück dürften Aktienrückkäufe ein interessantes Thema bleiben. Foolishe Investoren können hoffen, dass es bei dieser Form der Kapitalrückführungen bleibt, selbst wenn sie weniger effizient sind. Aber: Sie nehmen mit jedem Kauf einen Teil des Volumens aus dem Handel und erhöhen damit den Wert. Wobei es in der Historie trotzdem günstigere Zeitpunkte dafür gegeben hat. Aber das ist bei einem Mehrjahreshoch ja stets der Fall.
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Vincent besitzt Aktien der Münchener Rück. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.