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US-Dollar so teuer wie seit 6 Jahre nicht mehr! Diese 2 Aktien sehen dadurch interessant aus

Angst
Foto: Getty Images

Der US-Dollar ist in diesen Tagen so stark wie lange nicht mehr. Mit zurzeit 0,96 Euro kostet die US-Leitwährung wieder so viel wie im Dezember 2016. Welche Folgen der starke Dollar für viele Unternehmen hat, zeige ich dir in diesem Artikel. Eines vorweg: US-Unternehmen, die Waren importieren, haben jetzt echt gute Karten. Zwei Unternehmen, die im Zuge der Dollar-Stärke interessant aussehen, will ich dir heute zeigen. Aber wir werden auch sehen, dass solche Makro-Faktoren niemals die einzigen Gründe sein sollten, warum du investierst.

General Motors auf dem E-Auto-Trip

Obwohl der US-Autobauer General Motors (WKN: A1C9CM) zum ersten Mal seine Krone an Toyota verloren hat, ist das Unternehmen ein starker Akteur in der Branche. Inmitten von Lieferkettenproblemen und Lagerknappheit legte GM in seinem vierteljährlichen Ergebnisbericht dennoch solide Ergebnisse vor.

Dollar

Quelle: TIKR.com

Das Unternehmen ist gut positioniert, um sich in einem sich schnell verändernden Umfeld zurechtzufinden. Schließlich strebt das Management um CEO Mary Barra die Produktion von 400.000 reinen Elektrofahrzeugen 2022 und 2023 an. Ein gutes Zeichen, wie ich finde.

Die wirtschaftliche Verlangsamung kann zu einem leichten Rückgang der weltweiten Verkäufe führen. Doch GM hat gute Chancen, dieses Problem dank des Anstiegs des Dollars auszugleichen. Warum? Ganz einfach: General Motors stellt seine Autos zwar im Inland her, aber viele der Komponenten werden aus dem Ausland bezogen. Ein stärkerer Dollar bedeutet, dass diese zu einem wettbewerbsfähigen Preis beschafft werden können. Und genau das erhöht am Ende die Gewinnspanne und gleicht den Rückgang der Fahrzeugexporte aus.

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Das Kurs-Gewinn-Verhältnis von 5,3 sieht attraktiv aus (Stand aller Daten: 4. Juli 2022). Und auch das Kurs-Umsatz-Verhältnis von 0,4 und das Kurs-Buchwert-Verhältnis von 0,8 sind niedrig. Aber warum sollte der Markt ein so großes und bekanntes Unternehmen unterschätzen? Einen Haken muss es hier doch geben. Und ja, den gibt es.

Bei der Bilanz musst du höllisch aufpassen

Die Bücher von General Motors zeigen erhebliche Risiken bei der Verschuldung. Die kurzfristig verfügbaren Vermögenswerte decken beispielsweise nicht die kurzfristigen Verbindlichkeiten. Das ist ein Alarmsignal. Und auch der operative Cashflow reicht derzeit kaum aus, die Schulden zu decken.

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Aus diesen fundamentalen Gründen lasse ich die Finger von der GM-Aktie, ganz gleich, wie hoch der Dollar noch steigt.

Bei diesem Industriezulieferer sieht es etwas besser

Genuine Parts (WKN: 858406) kann dank des starken Dollars auf dem heimischen US-Markt besser Fuß fassen, denke ich. Ähnlich wie bei Walmart (WKN: 860853) dürften sich die Gewinnspannen bei allen Waren, die für den Verkauf in den Vereinigten Staaten importiert werden, leicht verbessern. Wenn wir bedenken, dass 75 % des Umsatzes von Genuine Parts in den USA erzielt werden, hat das Unternehmen Vorteile.

Zudem sieht die Bilanz deutlich besser aus als bei General Motors. Beim aktuellen Kurs-Gewinn-Verhältnis von 20,4 sehe ich eine leichte Unterbewertung. 190 US-Dollar pro Aktie sind langfristig möglich. Dennoch kommt mir auch diese Aktie nicht ins Portfolio. Im aktuellen Bärenmarkt gibt es einfach zu viele bessere Chancen.

Du siehst: Makro-Effekte wie etwa Wechselkursentwicklungen in unsere Analysen einfließen zu lassen, kann uns helfen, interessante Investments zu finden. Sie sollten aber niemals die einzige Grundlage unserer Entscheidung sein. Ein starkes Management und gute Wachstumsperspektiven sind mir deutlich wichtiger.

Was meinst du? Worauf schaust du bei der Aktien-Analyse? Lass uns darüber diskutieren!

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Henning Lindhoff besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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