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Kleinvieh macht auch Mist: Diese Aktie zahlte mir per Dividende schon 20,3 % meines Investments zurück

Roboter
Foto: Getty Images

In schwierigen Zeiten wie diesen gilt mehr noch als sonst: Behalte bitte immer die Gesamtrendite deines Aktien-Investments im Auge! Diese setzt sich zusammen aus der Entwicklung des Aktienkurses und der Dividende. Wenn du einen starken Dividendenzahler gefunden hast, der auch für die Zukunft ein solides Geschäftsmodell mitbringt, kannst du dich ziemlich entspannt zurücklehnen.

Ein anschauliches Beispiel für solch eine Aktie aus meinem Portfolio ist etwa Procter & Gamble (WKN: 852062). Der Konsumgüter-Riese ist ein wahrer Fels in der Brandung. Der Umsatz wächst seit Jahren kontinuierlich. Und die Gewinnmarge liegt jedes Jahr bei 18 % und mehr. Auch auf den Free Cashflow können wir Aktionäre uns verlassen.

Aktien-Erfolg benötigt Geduld

Vor zwei Tagen, am 16. Mai, war es wieder so weit. Insgesamt 8,91 Euro Dividende flossen auf mein Konto. Das sieht zunächst nicht nach viel aus. Aber schauen wir uns das Investment einmal aus der Vogelperspektive an, dann wird klar: Procter & Gamble hat mir bislang mehr als 20,3 % meines ursprünglichen Einsatzes zurückgezahlt – über die Dividende.

Anfang Dezember 2016 kaufte ich ein paar Aktien zum Preis von 78,73 Euro pro Stück. Procter & Gamble zahlt alle drei Monate eine Dividende. Insgesamt erhielt ich in den vergangenen rund 5,5 Jahren Dividenden in Höhe von 15,99 Euro pro Aktie. Insgesamt sind es bis heute 191,93 Euro leistungsloses Einkommen.

Du siehst: Kleinvieh macht auch Mist. Und wenn wir Fools einen verlässlichen Dividendenzahler gefunden haben, tun wir gut daran, ihn im Depot liegenzulassen. Abwarten und Dividenden kassieren, so lautet das Motto.

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Zudem übernimmt sich Procter & Gamble mit der Dividende keineswegs. Auf das Gesamtjahr gerechnet 58,8 % der Gewinne flossen zuletzt auf die Konten der Aktionäre. Bezogen auf den Cashflow liegt die Payout Ratio bei fast 60 %. Das sind allesamt gesunde Werte, zumal Procter & Gamble ein relativ gut planbares Geschäftsmodell fährt. Gegessen und getrunken wird schließlich immer. Und auch Reinigungsmittel benötigen die Menschen auf der ganzen Welt Tag für Tag. Auf die Dividende kann ich mich also verlassen. Genauso sieht es auch bei diesem Unternehmen aus.

Und damit ist noch lange nicht Schluss

Neben der Dividende gibt es auch noch den Wertzuwachs beim Aktienkurs. Zurück zu meinem eigenen Beispiel: Im Dezember kaufte ich die Procter & Gamble-Aktie für 78,73 Euro. Heute steht sie bei 147,11 Euro (Stand aller Daten: 18. Mai 2022). Das macht eine Kursrendite von satten 86,9 %.

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Und das Beste: Nach dem Kauf der Aktie habe ich mich kaum mehr um das Investment geschert. Procter & Gamble war einfach eine sichere Bank. Und das wird das Unternehmen auch noch lange bleiben.

Procter & Gamble

Aber Procter & Gamble hat doch enorme Schulden!

Damit hast du auf den ersten Blick recht. Ende Dezember 2021 lag der Schuldenstand bei rund 35,7 Mrd. US-Dollar. Allerdings verfügte das Unternehmen auch über liquide Mittel in Höhe von 11,5 Mrd. US-Dollar, sodass die Nettoverschuldung 24,1 Mrd. US-Dollar betrug.

Um die Verschuldung eines Unternehmens im Verhältnis zu seinen Gewinnen zu bewerten, rechnen wir Fools zweierlei:

Nettoverschuldung/EBITDA und
EBIT/Zinsaufwand

Auf diese Weise berücksichtigen wir sowohl die absolute Höhe der Verschuldung als auch die dafür gezahlten Zinssätze.

Procter & Gamble hat ein niedriges Verhältnis von Nettoverschuldung zu EBITDA von nur 1,1. Und das EBIT deckt den Zinsaufwand mit dem 47-Fachen der Verschuldung problemlos ab.

Procter & Gamble ist also in der Lage, seinen Zinsaufwand mit seinem EBIT zu decken. Das Management geht also ziemlich vernünftig mit seinen Schulden um. Auch deshalb behalte ich die Aktie gerne weiter in meinem Depot.

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Henning Lindhoff besitzt Aktien von Procter & Gamble. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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