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Shell-Aktie: 30 Euro nur ein Vorgeschmack?!

Foto: The Motley Fool

Die Shell-Aktie (WKN: A3C99G) und die Marke von 30 Euro: Zugegebenermaßen haben die Aktien des britischen Öl- und Erdgaskonzerns diese Marke noch nicht hinter sich gelassen. Bei einem Aktienkurs von ca. 27 Euro liegen wir noch etwas mehr als 10 % davon entfernt. Aber es scheint für den breiten Markt bloß eine Frage der Zeit zu sein.

Auch die Analysten überschlagen sich bei der Shell-Aktie jetzt mit Kurszielen und spannenden Begründungen. Bis zu 36,64 Euro soll die Aktie klettern. Ist das möglich?

Ja, vielleicht. Aber vergessen dürfen wir trotzdem nicht, dass die Investitionsthese nicht nur steigende Ölpreise und rekordverdächtige Cashflows kennt. Es bleibt ein Chance-Risiko-Verhältnis, bei dem trotz positivem Setting mittelfristig auch andere Marktreaktionen möglich sein können.

Shell-Aktie in Windeseile über 30 Euro: Die Pro-These!

Es gibt viele Dinge, die wir an der Shell-Aktie jetzt zugegebenermaßen mögen können. Analysten loben zum Beispiel den Cashflow. Mit einem Wert von 14,8 Mrd. US-Dollar im ersten Quartal zeigt sich, dass das Öl-Segment bei Preisen von um die 100 US-Dollar je Barrel Brent und WTI sehr profitabel ist. Mittelzuflüsse sind die Folge, die wiederum investiert werden können.

Auch die Bewertung sinkt entsprechend. Analysten skizzieren aufgrund dieser Marktlage teilweise Bewertungsmodelle mit Kurs-Gewinn-Verhältnissen von 10 oder tiefer. Na klar: Das ist preiswert. Selbst bei einem Aktienkurs von deutlich über 30 Euro würde die fundamentale Bewertung voraussichtlich kaum über die Marke von 15 klettern. Je nachdem, wie lange das Makro-Umfeld mit Ukraine-Russland-Konflikt, niedrigerem Output als Nachfrage und einer OPEC+ am Limit ihrer freien Kapazitäten anhält, kann sich das Setting weiterhin bestätigen.

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Die Shell-Aktie besitzt daher eine solide Chance, über die Marke von 30 Euro zu klettern. Zumal die Bewertung heute, trotz höherer Ölpreise als im Jahr 2018, noch deutlich geringer ist als damals. Die Dividende ist zwar inzwischen gekürzt, an der profitablen Basis hat das jedoch wenig geändert.

Skepsis …?!

Auch wenn es schwierig ist, im Moment gegen den Öl-Markt zu argumentieren, sollte man zumindest die möglichen Risiken bedenken. Das gilt für die Shell-Aktie, aber auch für alle weiteren Chancen in diesem Markt. Derzeit ist insbesondere eingepreist, dass der Öl-Markt weiterhin von einer extremen Unterversorgung betroffen ist. Sollte es jedoch Rückschläge durch die Corona-Pandemie geben (in China zum Beispiel erleben wir erneut einen Lockdown), so kann das am Angebots- und Nachfragegefüge rütteln. Zumindest sinkende Kurse sind möglich. Wobei der Ölpreis zugegebenermaßen inzwischen einen Sicherheitspuffer für Aktien wie Shell gebildet haben dürfte.

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Unternehmensorientiert gibt es zudem die Baustelle, dass das Management der Shell-Aktie nicht nur frei über die Mittel verfügen muss, ein Großteil dürfte mittel- bis langfristig in den Aufbau von nachhaltigeren Sparten fließen. Erneuerbare Energien und Elektrizität sind die großen Anknüpfungspunkte. Auch das bindet Mittel. Positiv ist jedoch, dass ausreichend freie Mittel derzeit vorhanden sind.

Skepsis ist bei Öl-Akteuren wie der Shell-Aktie daher momentan nicht ersichtlich. Trotzdem sollte man die Zyklizität und die Aufgaben neben den Chancen würdigen. Ein Ansteigen auf über 30 Euro ist möglich. Aber auch danach sollte man mit dem Gesamtmix so zufrieden sein, dass man solide Renditen über Jahre und Jahrzehnte für sich sieht.

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Vincent besitzt Aktien von Shell. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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