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Amazon erobert die Vorstädte: Gute Nachrichten für Einzelhandelsinvestoren?

Foto: Getty Images

In 3 Sätzen:

  • Amazon Go-Läden werden bald auch in US-Vorstädten zu finden sein.
  • Bisher waren die Go-Stores auf die Stadtzentren beschränkt.
  • Das Ziel ist es, Kunden anzusprechen, die von zu Hause aus arbeiten.

Amazon (WKN: 906866) hat bereits erstaunlich gute Arbeit beim Aufbau und der Pflege eines soliden Onlinekundenstamms geleistet. Aber der Einzelhandelsriese wird sich damit nicht abfinden.

Amazon vergrößert seit Jahren seine Offlinepräsenz, sei es durch den Kauf und die Eröffnung von Lebensmittelgeschäften oder durch das Experimentieren mit Angeboten wie Bekleidung. Außerdem setzt Amazon auf die Integration von Technologien, um das Einkaufserlebnis für die Kunden angenehmer und bequemer zu gestalten.

Das Besondere an den Amazon Go-Läden ist, dass sie ohne Kassierer auskommen. Die Kunden füllen einfach ihren Einkaufswagen mit den gewünschten Artikeln und nutzen eine App, um zur Kasse zu gehen. Amazon Go bietet eine Reihe von Lebensmitteln und Artikeln des täglichen Bedarfs. Also eine Art Lebensmittelladen, nur mit höherwertigem Angebot.

Bis vor Kurzem waren die Amazon Go-Läden auf größere, belebte US-Städte wie New York, Seattle und Chicago beschränkt. Jetzt will der Onlineriese sein Netzwerk an Amazon Go-Standorten erweitern. Und dazu hat man eine überraschende Reihe von Vierteln im Visier.

Ab in die Vororte

Amazon hat Pläne zur Einführung von Amazon Go-Läden in US-Vorstädten angekündigt. Die Läden werden auf die gleiche Weise funktionieren – der Bezahlvorgang geschieht per App.

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Der Hauptunterschied besteht jedoch darin, dass die Vorstadtversion von Amazon Go größer sein wird – etwa 6.000 Quadratmeter im Gegensatz zu den 1.000 bis 2.000 Quadratmeter großen Standorten in den Städten. In Anbetracht der Immobilienkosten in den Vorstädten ist diese Anpassung sinnvoll.

Warum will Amazon ein Geschäftsmodell, das eindeutig für Städte konzipiert ist, in den Vorstädten ausprobieren? Aber die Antwort ist eigentlich ganz einfach.

Da so viele Menschen von zu Hause aus arbeiten, will Amazon so seinen Kundenstamm vergrößern. Ist man erst einmal Kunde und an den Service gewöhnt, dürfte man demnächst dann auch wieder in den Städten kaufen, wenn es zurück in die Büros geht.

Die Auswirkungen auf die Immobilien

Viele Geschäfte haben im Zuge der Pandemie ihre Türen dauerhaft geschlossen. Wenn sich Amazons Expansion als erfolgreich erweist, haben gewerbliche Vermieter möglicherweise mehr Möglichkeiten, leer stehende Flächen zu vermieten.

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Die gute Nachricht an Amazons neuestem Vorhaben ist, dass es den Supermärkten, die in der Regel als Hauptmieter in Einkaufszentren in Vororten fungieren, nicht das Geschäft wegnehmen dürfte. Amazon Go bietet eine viel kleinere Auswahl an Produkten als die großen Lebensmittelhändler. Und während einige Kunden die Bequemlichkeit des kassenlosen Einkaufs zu schätzen wissen, ist dies für andere vielleicht nicht so wichtig. Selbstbedienungskassen sind in den meisten großen Supermärkten inzwischen etabliert.

Außerdem könnte der Name Amazon Kunden in die benachbarten Geschäfte in den Vororten locken und so dazu beitragen, dass sie sich dort halten können. Alles in allem könnten Immobilieninvestoren also von Amazons Expansion profitieren – vorausgesetzt, sie erweist sich als profitabel.

Die Eröffnung einer Reihe von Lebensmittelgeschäften in den Vorstädten ist nicht ohne Risiko. Die Verbraucher in den Vorstädten wissen es möglicherweise nicht zu schätzen, wenn sie weniger Auswahl haben. Es wird also interessant sein zu sehen, wie gut sich Amazon Go an seinen neuen Standorten schlägt.

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Maurie Backman besitzt Aktien von Amazon. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Amazon. Dieser Artikel erschien am 31.1.2022 auf Fool.com und wurde für unsere deutschen Leser übersetzt.

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