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Shell-Aktie: Mit 3,76 % Dividendenrendite ein Kauf?

Foto: The Motley Fool

Die Shell-Aktie (WKN: A0ER6S) besitzt derzeit eine Dividendenrendite von 3,76 %. Zumindest ist das der Wert, auf den ich komme, wenn ich die derzeitige Quartalsdividende von 0,24 US-Dollar in ein Verhältnis zu dem aktuellen Aktienkurs von 22,78 Euro setze. Währungseffekte können natürlich einen Unterschied ausmachen. Aber auch ein schwankender Aktienkurs.

Bedeutende Veränderungen kann es auch in den kommenden Tagen geben. Das Management der Shell-Aktie lässt sich am 3. Februar dieses Jahres schließlich in die Karten blicken. Aufgrund der hohen Notierungen von Brent und WTI steht womöglich ein positives Quartalszahlenwerk bevor, das natürlich auch die Kapitalrückführungen beeinflussen kann.

Aber ist die Aktie jetzt mit den Pi mal Daumen 3,76 % Dividendenrendite ein Kauf? Eine interessante Frage, der wir etwas näher auf den Grund gehen wollen.

Shell-Aktie: Bewertung, Dividende, Aktienrückkäufe

Die Shell-Aktie hat grundsätzlich mehr als 3,76 % Dividendenrendite zu bieten, das wir im Kontext der Bewertung und der Kapitalrückführungen kennen sollten. Erwähnenswert sind insbesondere die Aktienrückkäufe. Das Management hat nach dem Verkauf von Assets im vergangenen Sommer ein Volumen von 7 Mrd. US-Dollar hierfür in Aussicht gestellt. Das ist eine zusätzliche Form, mit der Kapital an die Investoren zurückgezahlt wird.

Die fundamentale Bewertung ist vergleichsweise preiswert. Wenn die Ölpreise so hoch und um die Marke von 80 US-Dollar je Barrel Brent und WTI pendeln sollten, so könnte ein Kurs-Gewinn-Verhältnis von lediglich 10 im Raum stehen. Das ist vielleicht die Basis für stärkere Dividenden. Oder eben auch einfach preiswert, was den Raum für Aktienrückkäufe öffnet. Es gibt eine Menge Dinge, die man mit einem starken freien Cashflow und einer eigentlich vergleichsweise preiswerten Bewertung anfangen kann.

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Erwähnenswert ist jedoch im Kontext der Shell-Aktie, dass die Dividende knapp über die Hälfte der Ausschüttung von vor zwei Jahren beträgt. COVID-19, die Pandemie und der damalige Ölpreisverfall haben zügig zu einer Kürzung geführt. Aber: Es gibt immerhin Dividendenwachstum in den Quartalen nach der Kürzung. Insbesondere Dividendenwachstum kann ein weiterer Aktienkurskatalysator sein. Das kommende Quartalszahlenwerk ist in diesem Kontext jedenfalls spannend.

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Nicht viel übrig für Kapitalrückführungen?

Neben der Zyklizität der Ölpreise sollten Investoren bei der Shell-Aktie zudem bedenken: Es geht nicht nur primär um die günstige Bewertung. Nicht einmal mehr um die Dividende. Mehr hingegen um die Aktienrückkäufe, die eine Art der Mittelverwendung darstellen. Konkurrierend dazu sind Investitionen in mehr Nachhaltigkeit entscheidend. Der jetzt britische Konzern soll in Zukunft nachhaltiger sein. Auch mit einer großen Elektrizitäts-Sparte, die diesem Ziel gerecht werden soll.

Aktienrückkäufe sind in Teilen hinderlich für diese Investitionen. Genauso wie eine Mittelverwendung als Dividende. Trotzdem sind und bleiben Kapitalrückführungen bei Ölkonzernen so etwas wie ein guter Ton. Ein gewisses Spannungsverhältnis lässt sich von Natur aus daher nicht leugnen.

Allerdings besitzt die Shell-Aktie mit der derzeitigen Quartalsdividende von 0,24 US-Dollar ein gekürztes Maß. Die Marktlage ist im Moment jedenfalls wieder viel nachhaltiger. Ob das in Anbetracht der angestrebten Veränderungen einen Investment-Case schafft, das kann am besten jeder Investor für sich selbst beantworten.

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Vincent besitzt Aktien von Shell. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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