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Steinhoff-Aktie: 2 gute Neuigkeiten

Bulle und Bär Aktien Bullenmarkt
Foto: Getty Images

Steinhoff (WKN: A14XB9)-Aktien fallen heute (24.01.2022) in einem schwachen Börsenumfeld auf Xetra mehr als 11 %. Der Markt ist überhitzt, die amerikanische Zentralbank erhöht wahrscheinlich in diesem Jahr die Zinsen und in der Ukraine droht ein Krieg. 2022 könnte sich somit für den breiten Markt zu einem schlechten Aktienjahr entwickeln.

Doch Steinhoff hat den Crash schon hinter sich. Heute liegt die Aktie immer noch mehr als 92 % unter den Kursen vor Aufdeckung des Bilanzskandals (Stand: 24.01.2022). Investoren sollten sich allerdings keiner Illusion hingeben und davon ausgehen, dass sie schnell wieder auf das alte Niveau zurückkehrt. Dennoch gibt es derzeit zwei gute Neuigkeiten, weshalb wieder mehr Optimismus angebracht ist.

1. Gericht erklärt Steinhoff-Vergleichsvorschlag für verbindlich

Der südafrikanische Western-Cape-Obergerichtshof hat dem Steinhoff-Antrag auf einen milliardenschweren Vergleich stattgegeben. Für den Konzern bedeutet der Entscheid, dass er mit der Auszahlung von etwa 25 Mrd. Südafrikanischen Rand (1,44 Mrd. Euro) an die vielen Zehntausenden Kläger beginnen kann.

Zunächst klingt die Nachricht nicht positiv, denn schließlich muss Steinhoff eine hohe Summe auszahlen. Doch an die Überweisung ist eine Bedingung geknüpft. So verpflichten sich die Empfänger, alle laufenden und zukünftigen Steinhoff-Klagen fallen zu lassen.

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Der Handelskonzern kommt somit sehr wahrscheinlich glimpflich aus der existenzbedrohenden Phase. Darüber hinaus verzichten die Kläger im Ergebnis auf einen großen Teil ihrer ursprünglichen Ansprüche, was dem Unternehmen den Schuldenabbau erleichtert.

Erste Auszahlungen können nach dem 15. Februar 2022 erfolgen, da ab diesem Datum der Vergleich in Kraft tritt. Steinhoff gelang im Dezember 2021 mit seinen hartnäckigsten Klägern der ehemaligen Tekkie-Town-Eigentümer eine Einigung. Sie hatten zuvor auf eine Konzern-Liquidierung gedrungen.

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2. Pepco Group wächst und expandiert

Die Steinhoff-Tochter Pepco Group (WKN: A3CQ3M), die im letzten Jahr (2021) an die Börse kam, berichtet über ein erfolgreiches erstes Geschäftsquartal 2022, dass im Dezember 2021 endete. In diesem Zeitraum stieg der Umsatz um 12 % auf 1.352 Mio. Euro. Ein Großteil des Zuwachses erzielte die Steinhoff-Tochter über die Eröffnung von insgesamt 161 neuen Geschäften.

Auf vergleichbarer Basis stieg der Umsatz immerhin noch um 0,7 %. Pepco reduzierte zudem seine Kosten. Der Discounter profitiert von seinen kontinuierlich niedrigen Preisen, während sie im Inflationsumfeld bei der Konkurrenz stiegen.

Das aktuelle Ergebnis ist vor dem Hintergrund der zusätzlichen COVID-19-Einschränkungen positiv. Pepco geht in diesem Jahr von einer Abschwächung der Lieferkettenprobleme und der Eröffnung von mehr als 400 neuen Geschäften aus. Die Steinhoff-Tochter rechnet zudem mit einem weiteren Gewinnwachstum. Der bisherige CEO Andy Bond hat aus gesundheitlichen Gründen für Ende März 2022 seinen Rücktritt erklärt.

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Christof Welzel besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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