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Royal Dutch Shell, OPEC & Co.: Ölpreis bei 150 US-Dollar bis 2023?

silhouette of working oil pumps on sunset background
Foto: Getty Images

Der Ölpreis sinkt derzeit wieder ein wenig und damit auch die Aktienkurse von Öl-Aktien wie Royal Dutch Shell (WKN: A0ER6S). Allerdings liegt das nicht an der OPEC oder an einer insgesamt veränderten Ausgangslage. Nein, sondern die Perspektive, dass Omikron der Pandemie ein weiteres, bitteres Kapital hinzufügt, hat Brent und WTI ein wenig einbrechen lassen.

Allerdings ist der Ölpreis immer noch bei über 70 US-Dollar je Barrel, was zeigt: Die Ausgangslage ist weiterhin hoch und stabil. Öl-Konzerne wie Royal Dutch Shell und ihre Investoren müssen keine Sorgenfalten auf die Stirn bekommen.

Zumal es Perspektiven gibt, wonach die jüngste Rallye nur einen kurzen Stopp einlegen könnte. Ja, sogar ein Preisniveau von 150 US-Dollar je Fass ist jetzt ins Spiel gekommen. Riskieren wir einen Blick darauf, wer sich derart aus dem Fenster lehnt und was die Begründung hierfür wäre.

Ölpreis kann 150 US-Dollar erreichen, mit der OPEC am Steuer

Konkret handelt es sich um eine Analyse aus dem Hause JPMorgan, die ein solches Szenario ins Spiel gebracht hat. Innerhalb dieser Analyse heißt es zunächst, dass der Ölpreis die eher kurzfristigen Omikron-Sorgen bald abschütteln könnte. Und sich darauf konzentriert, was der eigentliche Treiber ist.

Nämlich: Die OPEC+. Mit dem Kartell am Steuer in dem aktuellen Ölmarkt könnte das Preisniveau auf über 150 US-Dollar steigen. Wobei es sich hierbei grundsätzlich um eine Überreaktion handeln könnte. Trotzdem zeigt diese Analyse, dass möglicherweise der Ölmarkt in einem Angebots- und Nachfrageverhältnis ist, das eher auf steigende Preise baut.

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Das Kartell erhöht derzeit die Förderquoten um jeweils 400.000 Barrel pro Tag und Monat. Auch die Internationale Energieagentur hat zuletzt bestätigt, dass die OPEC wenig geleistet habe, um diese Ausgangslage zu verändern. Unterschwellig kam auch hier die Kritik durch, dass die derzeitigen Entscheidungen und das Einsparen von 6 Mio. Barrel pro Tag den Markt in einen Engpass führe.

Wenn sich die Ausgangslage wenig verändert und sich die Wirtschaft weiter erholt, könnte ein konsequent angespanntes Angebots- und Nachfrageverhältnis durchaus dazu führen, dass der Ölpreis mittelfristig weitersteigt. Ob bis zum Jahre 2023 ein Kursniveau von 150 US-Dollar möglich ist? Ausgeschlossen wäre das nach insgesamt volatilen Jahren für mich nicht.

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Was würde das für Royal Dutch Shell bedeuten?

Für Öl-Aktien wie Royal Dutch Shell wäre diese Ausgangslage, selbst wenn es nur kurzfristig wäre, natürlich ideal, um sich finanziell noch einmal ein ordentliches Cashpolster aufzubauen. Ob diese Entwicklung dem Aktienkurs guttäte? Das weiß ich ehrlich gesagt nicht, im Zweifel dürfte die Inflation jedenfalls ein Thema sein, das durch einen solchen Anstieg des Ölpreises die Aktienmärkte ebenfalls in ihren Bann zieht.

Die Kernfrage ist möglicherweise, ob ein solcher Ölpreis denn nachhaltig ist, und auch hier glaube ich, dass JPMorgan eher von einem kurzfristigen Anstieg spricht. Trotzdem erkennen wir, dass sich fundamental offenbar wenig im Markt verändert hat und Ölkonzerne weiterhin vor einer zumindest stabilen Perspektive stehen könnten.

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Vincent besitzt Aktien von Royal Dutch Shell. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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