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Corona-Crash 2.0? Wiederholt sich gerade der Abverkauf vom Frühjahr 2020?

Coronacrash: Risiko Coronavirus
Foto: Getty Images

Im deutschen Aktienindex kann von vorweihnachtlicher Stimmung in der vergangenen Börsenwoche kaum die Rede sein. Denn einen Abverkauf in Höhe von ca. 6 % sieht man zum Glück nicht alle Tage. Gleichzeitig hat der DAX damit für den schlechtesten Börsentag des Jahres gesorgt. Eine Frage, die sich nun viele Anleger stellen, ist, ob es dabei bleibt. Oder ob der Crash in der nächsten Handelswoche weitergeht oder sich sogar beschleunigt.

Virusvariante als Unsicherheitsfaktor

Als Grund für den Abverkauf lässt sich klar das Aufkommen einer neuen COVID-19-Virusvariante aus Südafrika definieren. Diese besitzt offenbar unzählige Mutationen am sogenannten Spike-Protein, mit dem sich das Virus an menschlichen Zellen anheften kann.

Da die marktgängigen mRNA-Impfstoffe von Biontech und Moderna hauptsächlich auf das Spike-Protein der Wildtyp-Variante ausgelegt sind, könnte die Wirkung dieser Impfstoffe daher reduziert ausfallen. Das heißt zurück zum Start? Nicht ganz, denn Biontech hat bereits angekündigt, dass selbst eine Anpassung des Impfstoffes lediglich 100 Tage dauern dürfte. Doch für die Aktienmärkte überwiegen zunächst die schlechten Nachrichten. 

Auswirkungen auf den Aktienmarkt

Keine Frage, ein Abverkauf von ca. 6 % schmerzt und lässt die Erinnerungen vom März 2020 aufkommen. Damals gab es angesichts der Unsicherheiten durch das Coronavirus mehrere Tage in Folge Kursverluste von über 10 %. Doch aus meiner Sicht wird sich dieses Szenario kaum wiederholen. Denn im Unterschied zu 2020 wissen wir bereits, womit wir es zu tun haben. Zum damaligen Zeitpunkt war zum Beispiel nicht klar, ob die Entwicklung eines Impfstoffes ein Jahr oder gar zehn Jahre dauern dürfte. Somit haben wir eine unterschiedliche Ausgangsbasis.

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Des Weiteren wird es aus meiner Sicht nicht mehr lange dauern, bis die ersten Marktteilnehmer auch die positiven Auswirkungen auf die Zentralbanken in Betracht ziehen. Denn durch das Aufkommen einer neuen Virusvariante und den dementsprechenden negativen Folgen für die Wirtschaft ist es unwahrscheinlich, dass die europäische sowie amerikanische Notenbank tatsächlich zeitnahe Zinsanhebungen durchführen wird. Aus dieser Perspektive sind schlechte Nachrichten gute Nachrichten.

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Fazit

Alles in allem gehe ich davon aus, dass sich der Crash vom Frühjahr 2020 nicht wiederholen wird. Wenngleich hinsichtlich der neuen Virusmutation noch unzählige Fragezeichen bestehen, ist die Forschung auf einem gänzlich unterschiedlichen Stand als im Frühjahr 2020. Des Weiteren dürfte klar sein, dass die Zentralbanken kein Interesse an einem breiten Crash an den Finanzmärkten haben, wonach ich vergleichbare Stimuli wie 2020 für möglich erachte.

Zudem offenbart der Abverkauf vom vergangenen Freitag einmal mehr, wie wichtig eine gute Portfoliodiversifikation ist. Keine Frage, am Freitag gab es nur wenige Gewinner. Doch für die nächsten Tage und Wochen wird es voraussichtlich einen Unterschied machen, ob man über ein diversifiziertes Portfolio verfügt oder zu 80 % in der Reisebranche investiert ist. Somit sollte man das Wochenende nutzen, um sich einen Überblick über das Portfolio zu verschaffen.

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Michael besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool empfiehlt Moderna.

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