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Nordex-Aktie: Aktionäre müssen sich auf stürmische Zeiten einstellen

Foto: Getty Images

Die Nordex-Aktie (WKN: A0D655) pendelt seit einigen Monaten im Bereich zwischen 10 und 20 Euro hin und her. Dabei ist die Aktie sehr stark in das laufende Jahr gestartet. Zeitweise lag der Kurs sogar deutlich über 20 Euro. Aktuell kostet eine Aktie 16,55 Euro (Stand: 25.11.2021).

Damals bestand noch die Hoffnung, dass der ruinöse Preiskampf in der Branche langsam ein Ende haben könnte. Infolgedessen sind fast alle Hersteller in den vergangenen Jahren in die roten Zahlen gerutscht.

Bei Nordex standen im Geschäftsjahr 2017 das letzte Mal schwarze Zahlen unter dem Strich. Auch dieses Jahr wird deutlich rote Zahlen mit sich bringen. Und ob Nordex in den kommenden Jahren die Trendwende gelingen wird, ist aus meiner Sicht fraglich. Denn dazu muss in der gesamten Branche das Preisniveau steigen oder Nordex die Kosten deutlich senken. Dabei ist die Nachfrage aktuell kein Problem.

Nordex erzielt kräftig steigende Umsätze

Nach Jahren der Flaute hat Nordex wieder alle Hände voll zu tun. In den ersten neun Monaten des Jahres ist der Umsatz um etwa 25 % auf mehr als 3,9 Mrd. Euro gestiegen. Auch das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) weist eine deutliche Verbesserung auf. Auf dieser Basis lag der Verlust bei 9,6 Mio. Euro nach 43,9 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Hier geht es offensichtlich in die richtige Richtung.

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Aber Nordex hat nach vielen verlustreichen Jahren mit hohen Zinskosten zu kämpfen. Insgesamt mussten dafür 98 Mio. Euro aufgewendet werden. Das hat zu einem Vorsteuerverlust von knapp 108 Mio. Euro geführt!

Im letzten Quartal hat Nordex aber auch an dieser Front Fortschritte gemacht. Denn mithilfe einer Kapitalerhöhung konnte man sich 586 Mio. Euro an frischen Mitteln besorgen. Ein Teil davon wurde auch gleich genutzt, um Bankkredite abzulösen. Die verringerte Verschuldung sollte sich in den kommenden Quartalen in geringeren Zinsaufwendungen zeigen.

Auf Basis des Ergebnisses vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) lag der Gewinn bei etwa 100 Mio. Euro. Die Gewinnmarge lag trotz der rekordverdächtigen Umsätze auf dieser Basis nur bei 2,5 %.

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Ist die Prognose noch erreichbar?

Das laufende vierte Quartal wird aber offenbar noch einmal katastrophale Zahlen mit sich bringen. Denn einerseits hat Nordex die Prognose für den Umsatz im Gesamtjahr auf 5,0 bis 5,2 Mrd. Euro erhöht. Gleichzeitig soll aber die EBITDA-Marge auf 1 % fallen. Aktionäre sollten sich also auf einen deutlichen Verlust einstellen.

Dennoch ist das Management optimistisch, die ambitionierten mittelfristigen Ziele noch zu erreichen. Demnach will der Konzern bei einem Umsatz von etwa 5 Mrd. Euro eine EBITDA-Marge von 8 % erreichen. Auf der Umsatzseite sieht es ganz so aus, als wäre das kein Problem. Schon in diesem Jahr wird das Ziel übertroffen und Nordex meldet regelmäßig neue riesige Aufträge.

Um die Gewinnmarge auch zu erreichen, muss aber noch einiges passieren. Angesichts der Probleme, mit denen Nordex aktuell trotz starker Umsätze noch zu kämpfen hat, gehe ich davon aus, dass es schwierig wird, die Ziele zu erreichen. Deshalb gehe ich aktuell nicht mehr davon aus, dass die Aktie in den kommenden Jahren besser als der Markt abschneiden wird.

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Dennis Zeipert besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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