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„Die Hyperinflation wird alles verändern. Es wird passieren.“

Geld-Welle
Foto: Getty Images

Diese wenigen Worte postete Jack Dorsey am 23. Oktober 2021 auf Twitter (WKN: A1W6XZ). Eine Begründung oder ausführliche Analyse stellte er hingegen nicht zur Verfügung. Dies ist sicherlich ein Nachteil der Plattform. Doch auch viele weitere Investoren und Unternehmen sehen kurzfristig stark steigende Preise. Kommt es zu einer Hyperinflation?

Hyperinflation: Pro & Contra

Streitpunkt ist aktuell, ob die Inflation noch länger auf dem aktuellen Niveau verharrt oder weiter in die Höhe klettert. Jack Dorsey rechnet seinen Aussagen zufolge sogar mit einem noch stärkeren Preisanstieg. Wenn er sich des Begriffs „Hyperinflation“ bewusst ist, geht er von Preissteigerungsraten von mindestens 50 % aus. Sie führen zu einer Geld- und Bankguthabenentwertung und schaden der Wirtschaft. Anleger flüchten unter diesen Bedingungen in Sachwerte wie Gold oder Immobilien. Die meisten Menschen geben ihr Geld dann aber wahrscheinlich noch schneller für Konsumgüter aus.

Die Sorge vor einer Hyperinflation ist nicht ganz unbegründet. Infolge der letztjährigen weltweiten Schließungsmaßnahmen wurde die Geldmenge stark erhöht. Sie muss nun in den kommenden Monaten und Jahren von den Zentralbanken wieder eingefangen werden. Aktuell hat die hohe Geldmenge bereits vielerorts bei Immobilien und Aktien zu einer Blasenbildung geführt.

Einjahresvergleich ist irreführend

Die amerikanischen und europäischen Zentralbanken gehen hingegen davon aus, dass die Inflation 2022 wieder sinken wird. Grund ist der Vorjahresvergleich. Aktuell werden die Preise mit 2020 verglichen, als sie sogar fielen. 2022 werden sie dem heutigen Niveau gegenübergestellt, wodurch die Steigerung wahrscheinlich geringer ausfällt.

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So gesehen ist der Einjahresvergleich oft irreführend. Im aktuellen konkreten Beispiel ist es sinnvoller, die derzeitigen Steigerungen auf Basis der 2019er-Preise zu berechnen und einen Mittelwert zu bilden.

Hyperinflation: Wie Jack Dorsey investiert

Doch wie investiert Jack Dorsey, um sich vor einer Hyperinflation zu schützen? Schließlich besitzt er 14,8 Mrd. US-Dollar (26.10.2021). Er wurde als Twitter- und Square (WKN: A143D6)-Mitbegründer, die er heute noch leitet, vermögend. Der Unternehmer investiert aber auch in viele kleine Firmen, bei denen er großes Zukunftspotenzial sieht. Jack Dorsey ist zudem ein Bitcoin-Fan. Die Kryptowährung wird oft als Schutz vor einer hohen Inflation beschrieben. In der Realität gibt es dafür allerdings noch keinen Beweis, weil die Bitcoin-Historie zu gering ausfällt. Bisher liegt der durchschnittliche Anstieg allerdings weit über dem der Inflation, sodass Investoren netto einen Kaufkraftverlust deutlich überkompensieren konnten.

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Die sehr erfolgreiche Investorin Cathie Wood rechnet hingegen nicht mit einer Hyperinflation. Ihrer Meinung nach werden die Unternehmen gezwungen sein, alte Waren günstiger zu verkaufen, um ihre Schulden zu reduzieren. Zudem geht sie davon aus, dass sich Angebot und Nachfrage nach der Urlaubssaison ausgleichen. So könnte es, ihrer Meinung nach, sogar zu Preisrückgängen kommen.

Fazit

Bisher wird die Inflation hauptsächlich durch die höhere Geldmenge, Nachholeffekte und Lieferkettenengpässe getrieben. Die letzten beiden Faktoren werden wahrscheinlich langsam abebben, sodass die Preissteigerungen 2022 wieder nachlassen könnten. Ob allerdings die hohe Geldmenge noch zu einer Hyperinflation führt, hängt von vielen Faktoren ab und ist deshalb kaum prognostizierbar.

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Christof Welzel besitzt keine der erwähnten Aktien oder Kryptowährungen. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Bitcoins, sowie Aktien von Square und Twitter. 

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