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3 Gründe, warum ich überlege, mein Aktienpaket von Royal Dutch Shell zu halbieren

Steigende Spritpreise
Foto: Getty Images

Die Aktie von Royal Dutch Shell (WKN: A0ER6S): Inzwischen kann ich sagen, dass ich mit Blick auf die historische Dividende wohl einfach sehr, sehr gierig gewesen bin. Okay, um fair zu bleiben: Wenn die Dividende noch immer seit 1945 konsequent gezahlt würde, würde ich vermutlich noch von einer erfolgreichen Investitionsthese sprechen. Seit der Kürzung ist jedoch alles ein wenig anders.

Im Endeffekt neige ich dazu, zu sagen, dass ich bei der Aktie von Royal Dutch Shell bei meiner Investitionsthese nicht zu sehr auf das Risiko geachtet habe. Ein Fehler, zweifellos. Und ein erster Grund, warum ich überlege, mein Aktienpaket am britisch-niederländischen Öl- und Erdgasmulti zu halbieren.

Royal Dutch Shell: Investitionsthese steht nicht mehr

Oder um es klarer zu sagen: Der erste Grund, warum ich überlege, die Hälfte meiner Aktien von Royal Dutch Shell zu verkaufen, hängt mit der gescheiterten Investitionsthese zusammen. Ich habe es gerade schon gesagt: Die Dividende ist eigentlich keine gute These im Allgemeinen. Es ist jedoch meine primäre These gewesen, die sich inzwischen ebenfalls halbiert hat.

Viel wichtiger: Die Aktie des britisch-niederländischen Öl- und Erdgasmultis würde ich nicht mehr als zuverlässige Dividendenaktie bezeichnen. Ein wichtiger Grund für mich, die Reißleine bei der Aktie von Royal Dutch Shell zu ziehen.

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Zumal es andere, bessere Alternativen geben könnte. Sowohl unternehmensorientiert, aber vor allem auch mit Blick auf die Dividende, die Zuverlässigkeit sowie mein Einkommens-Depot, das nach einem qualitativen Ersatz ruft.

Ein wenig unkreativ …

Es mag paradox klingen: Auf der einen Seite weine ich ein wenig der Dividende hinterher, auf der anderen Seite prangere ich die Aktienrückkäufe an. Trotzdem: Auch das ist für mich ein Grund, mich von der Aktie jetzt zu trennen. Wobei wir definitiv weiteren Kontext benötigen.

Im Endeffekt sind es die Aktienrückkäufe von Royal Dutch Shell, die das Management im Rahmen eines Verkaufs von Assets in Texas verkündet hat. Von den 9,5 Mrd. US-Dollar Verkaufserlös sollen 7 Mrd. US-Dollar in den Rückkauf eigener Aktien fließen. Damit könnten zwar ca. 5 % aller ausstehender Aktien gekauft und eingezogen werden. Mit diesen Mitteln hätte man jedoch auch den Konzernumbau vorantreiben können.

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Das Management von Royal Dutch Shell möchte sich neu aufstellen und nachhaltiger werden. Sowie zukünftig stärker auf Elektrizität als nachhaltigeren Energieträger setzen. Mit den 9,5 Mrd. US-Dollar hätte man eine Menge anfangen können. Leider investiert das Management lediglich in die eigene Aktie.

Royal Dutch Shell: Wackeliger Markt

Royal Dutch Shell ist somit weiterhin vom Ölmarkt abhängig. Das bedeutet, dass Angebot und Nachfrage nach dem schwarzen Gold das Marktumfeld definieren. Beziehungsweise externe Akteure wie die OPEC oder auch die OPEC+. Für Foolishe Investoren ist das ein Mix, der schwierig einzuschätzen und zu kalkulieren ist.

Im Endeffekt bin ich daher auch aufgrund des Rohstofffokus von Royal Dutch Shell nicht mehr derart überzeugt. Das Risiko hat sich in den letzten fünf, sechs Jahren mehr als einmal gezeigt. Und für mich, auch mit Blick auf die Dividende, das Chance-Risiko-Verhältnis zum Nachteil verändert.

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Vincent besitzt Aktien von Royal Dutch Shell. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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