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Impfstoff: 2 News von der Biontech-Aktie und 1 von der Johnson&Johnson-Aktie

Biotech: Forscher mit Reaganzgläsern Corona-Impfstoff
Foto: Getty Images

Anfangs wurde Biontechs (WKN: A2PSR2) Impfstoff nur an gesunden erwachsenen Personen mittleren Alters getestet. Aufgrund der positiven Ergebnisse wurden nach und nach immer mehr Gruppen ergänzt. Aktuell wird er an Kindern und Schwangeren untersucht.

1. Impfstoff-Ergebnisse von Schwangeren

In Israel und den USA wurden bereits von 21.000 schwangeren Studien-Teilnehmern Daten ausgewertet. Im Ergebnis ergab sich eine ähnliche Schutzwirkung wie in der Allgemeinbevölkerung. Unter 10.861 geimpften Schwangeren ab 16 Jahren infizierten sich später 131, während in der ungeimpften Gruppe 235 Fälle auftraten.

Die Wirksamkeit wird auf 96 % beziffert, da die Infektionswahrscheinlichkeit unter den geimpften 96 % geringer ist als unter den ungeimpften Personen. Eine Infektion mit Symptomen wurde in 97 % der Fälle und das Risiko für einen Krankenhausaufenthalt um 89 % verringert. Bisher hat die Ständige Impfkommission für Deutschland noch keine Impfempfehlung für Schwangere ausgesprochen. Mit zunehmend mehr Impfstoff-Daten ist sie allerdings wahrscheinlich nur eine Frage der Zeit.

2. Biontech beantragt EMA-Zulassungserweiterung

Um gegen die vielen Virusvarianten vorzusorgen, haben die Unternehmen Moderna (WKN: A2N9D9) und Biontech eine dritte Auffrischungsimpfung erprobt. Da mittlerweile genügend Daten vorliegen, hat Biontech in den USA und nun auch in Europa eine Zulassung ab 16 Jahren beantragt. Die übermittelten Daten wurden über eine klinische Phase-III-Studie mit 306 Teilnehmern im Alter zwischen 18 bis 55 Jahren erhoben.

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Die Studienteilnehmer erhielten 4,8 bis acht Monate nach der zweiten eine dritte Impfung und wurden anschließend 2,6 Monate nachbeobachtet. Im Ergebnis bildeten die Teilnehmer eine deutlich höhere Antikörperzahl gegen den Virus-Wildtyp, aber auch gegen die Beta- und Delta-Variante. Dabei traten ähnliche Nebenwirkungen wie nach den vorherigen Impfungen auf. In Israel wird die dritte Impfung bereits durchgeführt, sodass bald noch mehr Daten hinzukommen.

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1. Johnson&Johnson-Impfstoff mit positiven Daten

Auch nach der dritten klinischen Studie werden weiterhin Impfstoff-Daten gesammelt und genau ausgewertet. So wurden beispielsweise seit Februar 2021 in Südafrika die Impferfolge des Johnson&Johnson (WKN: 853260)-Impfstoffes analysiert. Im Ergebnis wurde die Gefahr einer Ansteckung etwa um die Hälfte reduziert. Der Impfstoff senkte darüber hinaus zu etwa 70 % die Gefahr eines Krankenhausaufenthaltes und zu 96 % einen tödlichen Verlauf.

An der Studie nahmen in Südafrika fast 500.000 Menschen aus dem Gesundheitswesen teil. Trat nach einer Impfung dennoch eine Infektion auf, verlief sie in der überwiegenden Zahl der Fälle mild. Die Studie deckt einen Zeitraum ab, in dem ebenfalls die Delta-Variante stärker aufkam. Weil der Impfstoff die Infektionszahlen und schweren Verläufe reduziert, trägt er auch zur Vermeidung der Bildung weiterer Virusmutationen bei. Im Unterschied zu Moderna und Biontech hat Johnson&Johnson einen Vektor-Impfstoff entwickelt.

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Christof Welzel besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool empfiehlt Johnson & Johnson und Moderna.

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