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Walt Disney & Netflix trennen nur noch ca. 35,5 Mio. Streamer

Streaming-Aktie
Foto: The Motley Fool

Walt Disney (WKN: 855686) und Netflix (WKN: 552484) dürften auch weiterhin zwei überaus vielversprechende Streaming-Akteure sein. Wobei sich inzwischen eine Dynamik nicht mehr leugnen lässt: Die eines Platzhirschen, der einen Markt neu definiert hat. Allerdings mit einem Verfolger, der drauf und dran ist, dem Platzhirschen rein quantitativ das Wasser abzugraben.

Riskieren wir daher heute einen Blick auf die Aktien von Walt Disney und Netflix sowie die Erkenntnis, dass diese beiden US-amerikanischen Streaming-Akteure eigentlich lediglich noch 35,5 Mio. Streamer trennen. Wobei wir trotzdem sagen müssen: Neben der Quantität existiert natürlich auch noch eine qualitative Ebene. Aber auch das kann man in die eine oder andere Richtung auslegen.

Walt Disney & Netflix: Bloß noch 35,5 Mio. Streamer!

Wie wir mit Blick auf die aktuelle Quartalsberichtssaison erkennen können, hat es insbesondere eine deutliche Diskrepanz gegeben. Netflix schwächelte insbesondere beim Neuabonnentenwachstum. Wohingegen Walt Disney als Gesamtkonzern hier weiterhin signifikant zulegen konnte.

Unterm Strich kam der US-amerikanische Medien- und Freizeitkonzern als Verfolger auf 173,7 Mio. Abonnenten. Wobei Netflix bis auf 209,18 Mio. Abonnenten kam. Wenn wir die Differenz hiervon nehmen, so erkennen wir, dass der Unterschied inzwischen lediglich noch bei 35,5 Mio. Nutzern liegt. Das ist vergleichsweise wenig, wenn du mich fragst.

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Natürlich besitzt Walt Disney mehr als einen Streaming-Dienst, was hier berücksichtigt werden sollte. Betrachten wir alleine Disney+, so beläuft sich die Differenz auf ca. 93,2 Mio. Streamer. Zwischen den jeweiligen Flaggschiff-Diensten der US-Konzerne liegt daher noch ein deutlicher qualitativer Unterschied. Allerdings dürfen wir Hulu und ESPN+ nicht einfach ausklammern.

Bei der Monetarisierung sind schließlich auch diese beiden Dienste erfolgreich. Alleine die 3,7 Mio. Abonnenten von Hulu Live TV+ bezahlen schließlich durchschnittlich über 84 US-Dollar jeden Monat. Und damit ein Vielfaches davon, was Disney+ mit seinen durchschnittlich 4,16 US-Dollar einbringt. Selbst Netflix kommt in Anbetracht der Preisgestaltung nicht auf einen solchen Durchschnittswert. Insofern ist ein Vergleich unter Würdigung aller Streaming-Dienste schon angemessen.

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Qualität und Quantität

Natürlich ist Netflix damit noch der Platzhirsch. 35,5 Mio. Abonnenten sind dabei auch eine ganze Menge. Monetarisierung, Marktbekanntheit und andere qualitative Faktoren spielen auch eine Rolle. Wobei wir bedenken sollten, dass der Platzhirsch zuletzt im Quartalsvergleich ca. 1,5 Mio. Abonnenten gewonnen hat, Disney+ konnte deutlich stärker zulegen.

Auch mit Blick auf den Content könnten Walt Disney und Netflix Welten trennen. Vor allem, da der Micky-Maus-Konzern seit Jahrzehnten beliebte Serien und Spielfilme produziert und sich mit Zukäufen beispielsweise von Marvel oder Lucasfilm entsprechend verstärkt hat.

Anderthalb Jahre nach dem Streaming-Start von Disney+ liegt die Differenz auf Konzernebene daher bloß noch bei 35,5 Mio. Streamern. Ich bin jedenfalls gespannt, ob diese Differenz in den kommenden Quartalen weiter schmilzt und ob sich an der Spitze vielleicht schon bald ein neuer Name etabliert.

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Vincent besitzt Aktien von Walt Disney.

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