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Warum die windeln.de-Aktie um 132 % gestiegen ist

Eine Rakete startet in den Weltraum
Foto: Getty Images

Die Aktie von windeln.de (WKN: WNDL20) hat am Montag dieser Woche einen wirklich bemerkenswerten Satz nach oben gemacht. Genauer gesagt konnten die Anteilsscheine innerhalb von lediglich einem Handelstag um 1,26 Euro auf 2,21 Euro zulegen. Was nach einer Performance auf geringem absoluten Niveau klingt, ist relativ überaus bedeutend: Die Aktie kletterte damit schließlich um 132 % innerhalb von lediglich einem Tag.

Foolishe Investoren dürften sich natürlich fragen, was die Beweggründe für diese, na ja, rasante Bewegung gewesen ist. Dem wollen wir jetzt einmal auf den Grund gehen sowie herausfinden, was das über Unternehmen und die hiesigen Märkte sagen könnte. Windeln.de könnte auch hier ein erstes spannendes Beispiel für eine größere Dynamik sein.

Windeln.de: Starkes Interesse mit Absprache?

Wie wir mit Blick auf die aktuelle mediale Lage herausfinden können, scheint windeln.de einem derzeit bekannten Schema zu folgen: Nämlich dem der Absprachen, dass man gemeinschaftlich eine Aktie kauft und sie damit in die Höhe treibt. Ein Phänomen, das zuletzt insbesondere US-amerikanische Aktien getroffen hat. Aber auch hierzulande womöglich nun beliebter ist.

Insbesondere GameStop und zuletzt AMC werden mit diesem Schema in Verbindung gebracht. Pump-and-Dump ist ein Stichwort, das vor allem kurzfristig orientierte Trader in diesem Kontext kennen dürften. Zumal diese Art von Spekulanten den Kursverlauf noch beschleunigt haben dürfte. Das Momentum ist jedenfalls besonders stark gewesen, was auch auf ein im Allgemeinen signifikant ansteigendes Handelsvolumen zurückgeführt werden kann.

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Ausschlaggebend für die Wahl von windeln.de scheint dabei die Marktkapitalisierung gewesen zu sein. Mit rund 2 Mrd. Euro handelte es sich eher um ein Small-Cap. Aber auch der Trend, vom E-Commerce zu profitieren, könnte ein wichtiger Grund gewesen sein. Jedenfalls handelt es sich bei der Aktie von windeln.de um ein erstes hiesiges Beispiel, das dem Beispiel sogenannter Meme-Aktien jetzt gefolgt ist.

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Aussagen eher zu Märkten als dem Unternehmen

Fundamental hat sich bei windeln.de damit kaum etwas verändert. Na ja, außer der fundamentalen Bewertung natürlich. Allerdings lässt uns das zu einem anderen Fokus kommen. Nämlich: Die Aussagemöglichkeiten anhand dieses Beispiels betreffen inzwischen eher die breiten Märkte als einzelne Aktien.

Es scheint jedenfalls, wie jetzt bei windeln.de, auch hierzulande ein Interesse daran zu geben, sich zu gemeinschaftlichen Aktienkäufen über Foren zu treffen. Sowie die jeweiligen Börsenkurse in die Höhe zu treiben. Ohne Wertung dahinter: Das könnte die Börsen zumindest dynamischer und risikoreicher für viele Investoren machen.

Positiv zu werten ist, dass das Interesse an Aktien und der Börse offensichtlich größer wird. Ob das Hochtreiben gering bewerteter Unternehmen jedoch der richtige Schlüssel für den Börsenerfolg ist? Oder ob sich nicht wieder viele jüngere Investoren die Pfoten verbrennen? Eine interessante, überaus relevante Frage.

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Vincent besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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