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Der 69.000.000-Markt: Schießt die Volkswagen-Aktie bald durch die Decke?

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Foto: Getty Images

Volkswagen (WKN: 766403) kann guten Mutes in die Zukunft blicken. Der Auto-Boom in Asien ist ungebrochen. Die Beratungsgesellschaft PwC schätzt, dass allein im Jahr 2035 insgesamt 34 Mio. Pkw in China verkauft werden. 2025 sollen es 28 Mio. sein und 2030 unterm Strich 31 Mio. Auch für Europa und die USA gehen die Analysten von steigender Nachfrage aus. Insgesamt sollen 2035 in den USA, der EU und in China 69 Mio. Autos verkauft werden. Und dabei sind die Folgen der Coronakrise bereits eingepreist. PwC hat die Studie im Oktober 2020 veröffentlicht.

Volkswagen ist einer der Gewinner im DAX

In den vergangenen vier Wochen legte die Vorzugsaktie um 10 % zu und notiert heute bei 240,65 Euro (Stand: 3. Juni 2021). Für Rückenwind sorgen unter anderem die Spekulationen über einen Börsengang der Tochter Porsche.

Die VW-Eignerfamilien Porsche und Piëch spielen bereits seit einiger Zeit entsprechende Börsenpläne durch. Porsche gehört seit 2009 zum Wolfsburger Konzern. Spätestens bei der Jahreshauptversammlung, die für Juli angesetzt ist, dürfte sich das Management zu dieser Angelegenheit äußern.

Doch für den steigenden Kurs sind nicht allein die Spekulationen über die Zukunft von Porsche verantwortlich. Nicht wenige Analysten sind der Meinung, die Volkswagen-Aktie biete noch viel Potenzial für Kurssteigerungen.

China ist heute schon der wichtigste Markt

EY hat Zahlen zusammengetragen. Danach haben die großen deutsche Autobauer im ersten Quartal 2021 rund vier von zehn Neuwagen an einen chinesischen Kunden übergeben. Im Vorjahresquartal lag der Anteil Chinas am Gesamtabsatz noch etwas niedriger.

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Wird der Autobauer bald auch noch Minenbetreiber?

Die Elektromobilität wird immer wichtiger. Und damit steigt auch der Druck, ganz neue Wertschöpfungsketten aufzubauen und zu vertiefen. Elektromotoren und die notwendigen Batterien benötigen neue Materialien. Das Rohstoffgeschäft wird damit auch aus Sicht des Volkswagen-Managements immer interessanter.

Und genau das hat vor allem Technik-Vorstand Thomas Schmall erkannt. Seine Sorge: Langfristig könnte die Versorgung mit den notwendigen Metallen nicht mehr ausreichen. Schon jetzt machen sich die steigenden Preise bemerkbar. In den ersten drei Monaten 2021 musste 83 % mehr für Stahl und Aluminium bezahlt werden als im Vorjahreszeitraum. Auch Kupfer wird immer teurer: Hier stieg der Preis um 89 %. Nickel wurde um 43 % teurer.

Doch ein Grund zur Panik ist dies noch nicht, denn das Rohstoffgeschäft ist traditionell zyklisch. Die Gefahr für Volkswagen: Reagiert man zu voreilig und steigt bei zu hohen Preisen ins Minengeschäft ein, kann sich das später unangenehm in den Büchern bemerkbar machen.

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Und nicht zu vergessen: Bis eine Mine wirklich produzieren kann, vergehen Jahre. Die nötigen Genehmigungsverfahren ziehen sich oft lange Zeit hin.

Die Volkswagen-Aktie wird immer interessanter

Beginnen wir mit der schlechten Nachricht: Die Bilanz könnte stabiler sein. Die Nettoverschuldung ist achtmal so hoch wie das EBIT. Und das zinstragende Fremdkapital übersteigt das Eigenkapital um 40 %. Hier schneidet Volkswagen schlechter ab als der Branchendurchschnitt.

Doch ich bin sehr optimistisch für die nahe Zukunft. Ich erwarte in den kommenden zwei Geschäftsjahren deutlich wachsende Gewinne. Ein Plus von 30 % ist möglich. Und vor allem sollte der Free Cashflow deutlich ansteigen.

Wenn wir die Prognosen für das kommende Geschäftsjahr zugrunde legen, kommen wir auf ein Kurs-Buchwert-Verhältnis von 0,8 und ein Kurs-Gewinn-Verhältnis von 9,1. Die Free Cashflow-Rendite des kommenden Geschäftsjahres liegt bei 8,9 %. Und das für 2022 prognostizierte Verhältnis zwischen Unternehmenswert und EBIT liegt bei 14,6.

Das sind allesamt gute Werte, die für ein werthaltiges Investment sprechen. Ich denke, der Markt hat das Potenzial von Volkswagen noch nicht vollständig erkannt.

Doch Volkswagen ist nicht die einzige Chance

Das weite Feld der neuen Energien und fortschrittlichen Antriebsarten bietet auch für uns Anleger noch einige weitere interessante Möglichkeiten.

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Henning Lindhoff besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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