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Luxusgüter-Konzern mit günstiger Bewertung – Ist diese Aktie ein Kauf?

verregnete Einkaufsstraße
Foto: The Motley Fool

Obwohl sich die Aktie von Capri Holdings (WKN: A2PBDX) seit dem tiefen Einbruch während der Corona-Krise sensationell entwickelt hat, ist die Aktie weiterhin noch attraktiv bewertet. Laut Marketscreener liegen die Schätzungen der Analysten für das laufende Geschäftsjahr 2022 bei einer erwarteten Free-Cashflow-Rendite von 6,1 %.

In den ersten neun Monaten 2021 ist der Umsatz des Unternehmens um ca. 35 % zurückgegangen. Trotzdem war das Unternehmen unter dem Strich in der Lage, ein positives Ergebnis zu verzeichnen. Vor allem bei dem Abbau der Nettoverschuldung konnte Capri durch einen starken Free Cashflow riesige Fortschritte machen. Diese lag Ende Dezember nur noch bei 1,2 Mrd. US-Dollar. Vor einem Jahr standen hier noch 1,9 Mrd. US-Dollar in der Bilanz.

Wie schlagen sich die Marken?

Die Verschuldung sollte damit in Zukunft nicht mehr so belastend wirken wie während der ersten Phase des Corona-Einbruchs. Das durchaus positive Ergebnis lässt sich durch die stabile operative Marge bei der Kernmarke Michael Kors erklären. Daneben war das Vorjahr durch höhere Wertminderungen von Vermögenswerten belastet.

Versace und Jimmy Choo machen zwar inzwischen einen größeren Teil vom gesamten Konzernumsatz aus. Statt knapp 25 % sind es jetzt über 27 %. Allerdings zeigt das nur, dass die Umsätze bei Michael Kors noch stärker eingebrochen sind. Zudem haben sich bei Jimmy Choo die Vorzeichen umgedreht und das Segment musste einen operativen Verlust ausweisen. Versace verzeichnet ebenfalls weiterhin eine negative operative Marge von -1,7 %. In den nächsten Jahren sollen die beiden Häuser 40 % zum Umsatz von Capri Holdings beitragen und ca. ein Drittel des gesamten Unternehmensergebnisses ausmachen.

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Das dritte Quartal 2021 war bei Versace ein Fingerzeig in die richtige Richtung. Die Umsätze konnten im Vergleich zum Vorjahr stabil gehalten werden und die operative Marge lag bei 6,7 %. Auch die Marke Michael Kors soll durch Preissteigerungen bei Accessoires, Bereinigung der Produktpalette und dem Schließen von unprofitablen Läden exklusiver und profitabler werden. Dadurch hofft das Management auch die Probleme mit den seit Jahren sinkenden Umsätzen in den Griff zu bekommen.

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Wie geht es mit Michael Kors weiter?

Die Gefahr von Rücksetzern steigt durch die höhere Unternehmensbewertung. Da die Kurssteigerungen mit Einbrüchen beim Umsatz einhergingen, wird die Bewertung für einen Anleger nicht einfacher. In der Marke Versace sehe ich trotzdem noch erhebliches Potenzial. Das Unternehmen hat 23,3 Mio. Follower bei Instagram. Zum Vergleich: Bei Michael Kors sind es gerade mal 15,9 Mio. Der Umsatz von Versace liegt allerdings nur bei einem Fünftel.

Ich habe den Anteil aufgrund der erhöhten Abhängigkeit von der allgemeinen wirtschaftlichen Lage zwar reduziert, trotzdem werde ich weiterhin investiert bleiben. Sollte es dem Management von Capri tatsächlich gelingen, die Umsätze bei Michael Kors zu stabilisieren und die beiden anderen Marken wie kommuniziert zu expandieren, sind die heutigen Bewertungen nur Zwischenstationen.

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Florian Hainzl besitzt Aktien von Capri Holdings. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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