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Nestlé Aktie: Ist der Konsumgüterkonzern #1 jetzt noch eine gute Wahl?

Kaffee
Foto: Getty Images

Nestlé (A0Q4DC) wird von vielen Investoren als Inbegriff einer defensiven Aktie gesehen. Das Unternehmen ist in verschiedenen Produktgruppen in der Lebensmittelproduktion tätig. Durch diese Diversifikation bei Konsumgütern des täglichen Bedarfs und starke Marken gilt das Geschäftsmodell als äußerst robust. Nestlé ist dadurch selbst im Krisenjahr 2020 organisch vor Wechselkurseffekten und unbeachtet von Übernahmen und Verkäufen von Unternehmensteilen um 3,6 % gewachsen.

Allerdings steht Nestlé immer wieder im Zentrum der Kritik um industriell verarbeitete Nahrungsmittel. Viele Konsumenten meiden die Marke daher. Das Unternehmen reagiert auf diese Herausforderung wie viele andere Konsumgüterhersteller mit einem Wandel zu mehr Nachhaltigkeit. Daher baut man das Portfolio des Unternehmens mit Entschlossenheit in diese Richtung um.

Ist Nestlé fit für die Zukunft?

Das Unternehmen setzt bei seinem Wandel unter anderem auf pflanzenbasierte Produkte. 10 % der Mitarbeiter in der Forschung & Entwicklung von Nestlé befassen sich mit diesem Thema. Das Management hat auch ansonsten erkannt, dass es an der Nachhaltigkeit arbeiten muss. Bis 2025 will Nestlé die Emission von Treibhausgasen um 20 % reduzieren. Bis 2030 sollen die Hälfte der verursachten Treibhausgase im Vergleich zum Ausgangsjahr 2018 reduziert werden.

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Nestlé setzt außerdem auf mehr Premium-Angebote in den Industrieländern und erschwingliche Produkte für die Schwellenländer. Das Unternehmen hat verstanden, dass es sich so von der Konkurrenz abgrenzen kann. Folgerichtig hat man sich beispielsweise im Wassergeschäft dazu entschieden, sich auf die internationalen Premiummarken zu konzentrieren. Auch bei Kindernahrung in China hat man zuletzt das Super-Premium-Segment gestärkt.

Daneben hat Nestlé den Trend zur Digitalisierung wie andere Konsumgüterhersteller in Angriff genommen. Die Erlöse durch E-Commerce sind im Vergleich zum Vorjahr um 48,4 % gestiegen. Über diesen Kanal erzielt der Konsumgüterriese inzwischen einen Anteil von 12,8 % am gesamten Umsatz. 8,6 % der Umsätze erwirtschaften die eigenen Shops, die sich direkt an den Endkunden richten. In 2020 waren zudem 60 % aller digitalen Medienkampagnen personalisiert. 47 % der Medienausgaben erfolgen bereits für digitales Marketing.

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Ist die Aktie ein Kauf?

Die erwartete Free-Cashflow-Rendite liegt für 2021 bei 3,4 %. Das ist zwar nicht direkt günstig, allerdings gelingt Nestlé ein kontinuierliches organisches Wachstum und eine stetige Verbesserung der Margen. Nicht ganz außer Acht lassen sollte man die Nettoverschuldung. Diese liegt zwar nur beim 1,72-Fachen des EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen), aber ca. beim dreifachen Free Cashflow.

Die Diskrepanz lässt sich durch die massiven Aktienrückkäufe erklären. Diese ließen sich in Stresssituationen relativ leicht reduzieren bzw. einstellen. Aktuell werden diese wie ein täglicher Sparplan ausgeführt. Dabei versucht das Treasury Kursschwächen aktiv mit einem höheren Volumen zu nutzen. Mit einem Sparplan auf Nestlé wird man zu den aktuellen Kursen relativ wenig falschmachen.

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Florian Hainzl besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool empfiehlt Nestlé.

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