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Royal Dutch Shell, BP & Co.: Gibt es beim Öl einen Superzyklus?

silhouette of working oil pumps on sunset background
Foto: Getty Images

Die Ölpreise steigen wieder und damit verbunden auch die Aktien von Royal Dutch Shell (WKN: A0ER6S), BP (WKN: 850517) und Co. Das hat den Ölakteuren natürlich wieder etwas mehr Oberwasser verliehen. Oder Luft zum Durchatmen, zumindest in operativer Hinsicht könnten Gewinne und freie Cashflows wieder möglich sein.

So mancher spricht in Anbetracht der aktuellen Preisdynamik bereits von einem potenziellen Superzyklus im Ölmarkt. Aber was ist an einer solchen These dran? Und was hieße das für Ölakteure wie Royal Dutch Shell, BP und Co.? Spannende Fragen, auf die wir im Folgenden versuchen wollen, eine Antwort zu finden.

Royal Dutch Shell, BP & Co.: Superzyklus?

Wie wir jetzt mit Blick auf die aktuelle Diskussion rund um den Ölmarkt feststellen können, weckt der signifikante Preisanstieg einige Fantasien. Insbesondere, dass die OPEC+ ein weiteres Mal für eine Überraschung gesorgt hat, könnte ein Indikator für einen Superzyklus sein. Allerdings existieren weitere Faktoren, die die Optimisten anführen.

Demnach könnte es angebotsseitig mittelfristig zu weiteren Kürzungen und damit verbunden zu weiteren Preissteigerungen kommen. Die Ölakteure würden demnach konsequent weniger in den Ausbau und die Erschließung von Förderquellen investieren. Das wiederum ist etwas, das das Angebot reduzieren könnte. Gemäß den Regeln von Angebot und Nachfrage könnte das die Preise weiter klettern lassen und einen Superzyklus anfeuern.

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Allerdings gibt es auch eine Kehrseite dieses zugegebenermaßen optimistischen Betrachtungswinkels. Pessimisten verweisen auf eine langfristig womöglich wieder niedrigere Nachfrage. Durch die Elektrifizierung der Mobilität könnte die Nachfrage nach Öl wieder sinken und das positive Momentum mittel- bis langfristig einknicken lassen.

Zudem sollten Investoren bedenken, dass die Angebots- und Nachfragesituation weiterhin angespannt ist und die US-amerikanischen Schieferölproduzenten das Angebot noch erhöhen könnten. Ein solches Szenario könnte außerdem dazu führen, dass die OPEC+ zur Rettung ihrer Marktanteile das Angebot ebenfalls erhöht. Das wiederum würde einen Preisverfall bedeuten. Zumindest kurz- und mittelfristig existieren daher Faktoren, die zu einer Belastung für den Ölmarkt führen können. Ein Superzyklus ist daher möglich, allerdings trotzdem für mich unwahrscheinlich.

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Was hieße das für die Ölakteure?

Die spannende Frage bleibt jetzt natürlich: Was heißt das für die Ölakteure? Grundsätzlich ziehe ich das Fazit, dass der Ölmarkt und die Analysten derzeit selbst uneinig sind, wie es mit den Aussichten weitergeht. Es gibt Faktoren, die die Preise treiben können. Allerdings auch welche, die den Markt wieder aus dem Gleichgewicht bringen können.

Foolishe Investoren sollten daher nicht zu voreilig werden, ehe sie ihren Einsatz erhöhen, sondern auch die Risiken bedenken. Das Angebot und die Nachfrage können sowohl Chancen als auch Risiken implizieren. Doch immerhin: Für den Moment gilt es weiterhin, das Momentum zu genießen.

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Vincent besitzt Aktien von Royal Dutch Shell. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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