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Royal Dutch Shell, BASF & Beiersdorf: 3 Dividendenaktien, bei denen ich vorsichtig bin!

Geldscheine fliegen aus Geldbeutel
Foto: Getty Images

Zuverlässige Dividendenaktien zu finden und diese günstig zu kaufen ist die Mission eines jeden Einkommensinvestors. Das heißt, dass man grundsätzlich viele Aktien beobachtet und dabei einige interessante Vertreter findet. Allerdings auch, dass man bei einigen Dividendenaktien Vorsicht walten lassen sollte.

Wenn du mich fragst, sollten Foolishe Dividendenjäger das jetzt möglicherweise bei den Aktien von Royal Dutch Shell (WKN: A0ER6S), BASF (WKN: BASF11) und Beiersdorf (WKN: 520000) sein. Und das aus unterschiedlichen Gründen. Schauen wir im Folgenden daher einmal, was ich bei diesen drei Dividendenaktien jetzt beobachte. Und gegebenenfalls, warum auch du vorsichtig sein solltest.

Royal Dutch Shell: Kein Raum für die Dividende?

Eine erste Dividendenaktie, bei der Foolishe Einkommensinvestoren möglicherweise vorsichtig sein sollten, ist die von Royal Dutch Shell. Ein Grund ist die in diesem Jahr verkündete erste Kürzung der eigenen Ausschüttung seit dem Jahre 1945. Allerdings ist das bloß ein Puzzle-Teil in einem größeren Kontext.

Royal Dutch Shell besitzt weiterhin Probleme im Ölmarkt, wobei das Marktumfeld im dritten Quartal etwas solider gewesen sein könnte. Immerhin notierte das Barrel Brent stets um die Marke von 40 US-Dollar pro Fass. Trotzdem wird es erneut belastende Abschreibungen geben, die das Ergebnis tangieren werden. Auch wenn das Volumen dieser Abschreibungen im Vergleich geringer ausfallen wird.

Der Kerngrund, weshalb ich bezüglich der Dividende von Royal Dutch Shell jedoch skeptisch bin, ist noch ein anderer: Das Management hat einen rasanteren Konzernumbau verkündet. Potenzielle Gewinne in Zukunft dürften für Investitionen in diese Neuausrichtung verwendet werden. Das zeigt: Für die Dividende ist möglicherweise kaum Platz. Die in diesem Jahr um zwei Drittel gekürzte Dividende könnte daher das Limit für einen längeren Zeitraum sein.

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BASF: Ein weiteres Mal aus der Substanz gezahlt?

Eine zweite Dividende, die jetzt bei mir auf dem Prüfstand steht, ist außerdem die von BASF. Und mit der Dividende gleichsam auch die Dividendenaktie aus dem DAX. Die Dividendenpolitik des Chemiekonzerns sieht formal zwar weiterhin eine Ausschüttung zumindest auf Vorjahresniveau vor. Allerdings könnte es im nächsten Jahr hier eng werden.

BASF kam im letzten Geschäftsjahr 2019 lediglich auf einen Gewinn je Aktie von 2,92 Euro. Gemessen an einer zuletzt ausgezahlten Dividende von 3,30 Euro belief sich die Ausschüttungsquote bereits auf 110 %, was deutlich zeigt: Die Dividende wurde aus der Substanz gezahlt. Das aktuelle Geschäftsjahr 2020 verläuft operativ kaum besser.

Mit einem Ergebnis je Aktie von lediglich 0,01 Euro für die ersten sechs Monate ist kaum ein Fundament vorhanden, um eine nachhaltige Dividende auszuzahlen. Durch den Verkauf des Bauchemiegeschäfts könnte es zwar zu einem positiven Sondereffekt kommen. Fraglich bleibt jedoch, ob diese Substanz für die Dividende verwendet werden soll. Oder ob nicht besser nach neuen Wachstumsmärkten gesucht werden sollte.

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Beiersdorf: Das Problem mit der Bewertung

Eine dritte Dividendenaktie, bei der ich weiterhin skeptisch bin, ist außerdem die von Beiersdorf. Der DAX-Konsumgüterriese zahlt zwar seit vielen Jahren eine Quartalsdividende von 0,70 Euro aus. Vermutlich existiert hier auch das operative, defensive Fundament für eine erneut konstante Ausschüttung. Nicht einmal die Dividendenrendite von 0,73 % ist das größte Problem. Allerdings nähern wir uns der in meinen Augen größeren Baustelle dieser defensiven DAX-Dividendenaktie.

Die Anteilsscheine von BASF sind einfach vergleichsweise teuer bewertet: Gemessen an einem aktuellen Aktienkurs von 96,10 Euro und einem 2019er-Gewinn je Aktie von 3,17 Euro beläuft sich das Kurs-Gewinn-Verhältnis auf ziemlich genau 30. Eine vergleichsweise teure Bewertung für eine Aktie, die momentan nicht einmal moderat wächst.

Defensive Dividendenklasse hat manchmal ihren Preis. Allerdings ist die Dividendenaktie Beiersdorf jetzt zu teuer. Ein Grund, weshalb ich auch hier lieber an der Seitenlinie verweile.

Vorsicht bei diesen Dividendenaktien!

Bei den Aktien von Royal Dutch Shell, BASF und Beiersdorf bin ich daher jetzt vorsichtig. Entweder ist es die Dividende selbst oder aber die Bewertung. Fest steht damit, dass sich die Aktien bei mir auf dem Prüfstand befinden. Möglicherweise werde ich sogar bei dem einen oder anderen Namen die Reißleine ziehen.

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Vincent besitzt Aktien von BASF und Royal Dutch Shell. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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