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Ist die CECONOMY-Aktie jetzt ein Kauf?

Quelle: Thomas Brantl

Seit CECONOMY (WKN: 725750) 2017 von der Metro abgespalten und an der Börse notiert wurde, hat der Kurs eine wahre Achterbahnfahrt erlebt. Das gesamte Jahr 2018 hat sich als eine einzige lange Talfahrt herausgestellt, die erst bei knapp 2 Euro ein Ende fand. 2019 ging es dann wieder bergauf, sodass die Aktie sogar mehrfach an der Marke von 6 Euro gekratzt hat. In diesem Jahr kam dann aber im allgemeinen Corona-Ausverkauf der Tiefpunkt bei weniger als 2 Euro je Aktie.

Aktuell kostet ein Anteilsschein wieder 3,79 Euro (Stand 11.09.2020). Aber ist die Aktie damit günstig? Schauen wir uns dazu ein paar Kennzahlen an.

Onlinegeschäft rettet die Bilanz

Da CECONOMY im Lockdown die Filialen von Saturn und MediaMarkt schließen musste, ist der Umsatz gegenüber dem Vorjahr gefallen. Nach den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres liegt der Umsatz um 5,5 % unter dem Vorjahr bei 15,559 Mrd. Euro. Im zweiten Quartal war der Rückgang am deutlichsten zu spüren. In den drei Monaten ging es gegenüber dem Vorjahresquartal um 10 % bergab.

Ein Teil der Umsatzverluste konnte aber durch das starke Onlinegeschäft ausgeglichen werden. Hier ging es in den ersten neun Monaten um 45,7 % auf 3,35 Mrd. Euro rauf. Fast der gesamte Anstieg ist aber auf das extrem starke zweite Quartal zurückzuführen. In diesem Zeitraum ist der Onlineumsatz von 0,6 Mrd. Euro im Vorjahr auf 1,4 Mrd. Euro regelrecht explodiert.

Ohne das extrem starke Onlinegeschäft hätten die Zahlen also wesentlich schlimmer ausgesehen. Das ist einer der Gründe, weshalb sich CECONOMY in Zukunft verstärkt auf das Onlinegeschäft konzentrieren wird.

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Sondereffekte belasten den Gewinn

Der Gewinn ist dagegen tief in die roten Zahlen gerutscht. Nach neun Monaten liegt der Verlust nach Steuern bei 216 Mio. Euro oder 0,63 Euro je Aktie. Das liegt im Wesentlichen daran, dass der Wert einer Beteiligung nach unten korrigiert wurde. Diese Wertanpassung allein hat zu einer Belastung von 235 Mio. Euro geführt. Ohne diese Sonderbelastung hätte der Konzern also noch einen kleinen Gewinn ausweisen können. Im Vorjahr kam CECONOMY in diesem Zeitraum noch auf einen Gewinn von 107 Mio. Euro, was 0,23 Euro je Aktie entspricht.

Aber auch das zweite Quartal war aufgrund der Filialschließungen nicht besonders gut. Der um 10 % gefallene Umsatz hat ein tiefes Loch in die Bilanz gerissen. Ganze 132 Mio. Euro Verlust sind insgesamt zusammengekommen. Das entspricht einem Verlust von 0,29 Euro je Aktie.

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Hohe Verschuldung erweist sich als Ballast

Im letzten Geschäftsquartal rechnet CECONOMY aber mit einer deutlichen Erholung des Geschäfts. Für das Gesamtjahr wird daher nur mit einem leicht unter dem Vorjahr liegenden Umsatz gerechnet. Was genau das konkret bedeutet, bleibt aber abzuwarten. Eine gute Nachricht enthält der Ausblick aber. Denn das um den hohen Einmaleffekt bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern soll in der Größenordnung von 165 bis 185 Mio. Euro liegen. Damit dürfte das letzte Geschäftsquartal wieder mit einem deutlichen Gewinn abgeschlossen werden.

Der Bilanz hat die Krise aber nachhaltig geschadet. Im Vorjahr verfügte CECONOMY noch über eine Nettoliquidität von mehr als 500 Mio. Euro. Inzwischen ist daraus eine Nettoverschuldung von mehr als 1,6 Mrd. Euro geworden!

Diese gewaltige Verschuldung abzubauen, wird ein enormer Kraftakt, der viele Jahre in Anspruch nehmen wird. Denn selbst im vergangenen Geschäftsjahr lag der Nettogewinn nur bei 121 Mio. Euro. Auf dem Niveau würde es mehr als zehn Jahre dauern, die Schulden zu begleichen. Das dürfte sich für die Aktie auch in Zukunft als erheblicher Ballast erweisen.

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Dennis Zeipert besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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