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Dividende Dividendenrendite
Foto: Getty Images

Die Aktienindizes nähern sich wieder den Allzeithöchstständen an, obwohl die Wirtschaft noch unter den Coronafolgen leidet. Die Gewinne vieler Unternehmen werden in diesem Jahr sinken und vielleicht erst in einigen Jahren auf das alte Niveau zurückkehren. Daher sind viele Aktien aktuell großzügig bewertet. Aber die Krise hat auch gezeigt, welche Unternehmen krisenresistent sind und auch unter solchen Bedingungen weiter wachsen können. Hier sind zwei solcher Unternehmen, die aktuell interessant sind.

1. SAP

SAP (WKN: 716460) hatte ein starkes erstes Halbjahr. Der Umsatz konnte trotz Krise um 4 % gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden und der Gewinn ist sogar um mehr als 100 % gestiegen. Das lag allerdings hauptsächlich an hohen Restrukturierungskosten im vergangenen Jahr. Diese haben den Gewinn mit etwa 1 Mrd. Euro belastet. In diesem Jahr konnte SAP einen Gewinn nach Steuern von knapp 1,7 Mrd. Euro, oder 1,42 Euro je Aktie erzielen. Das um Sonderfaktoren bereinigte Betriebsergebnis lag bei 2,4 Mrd. Euro.

Für das Gesamtjahr erwartet SAP, dass das um Sonderfaktoren bereinigte Betriebsergebnis im Bereich von 8,1 bis 8,7 Mrd. Euro liegen wird. Im Vorjahr konnten 8,2 Mrd. Euro ausgewiesen werden. Im besten Fall dürfte das Ergebnis also um 6 % steigen und im schlechtesten Fall leicht fallen. Angesichts der aktuellen wirtschaftlichen Lage wäre das kein schlechtes Ergebnis.

Für die Dividende dürfte das auch eine gute Nachricht sein. Die Ausschüttung wird seit Jahren kontinuierlich um etwa 5 % angehoben. Für das vergangene Jahr wurden 1,58 Euro je Aktie ausgeschüttet, was beim aktuellen Kurs von 140,32 Euro (Stand: 31.08.2020) einer Rendite von 1,1 % entspricht. Das ist zwar nicht viel, aber da die Ausschüttung Jahr für Jahr angehoben wird, kommt schnell eine ordentliche Rendite zusammen, wenn die Aktie über mehrere Jahre gehalten wird.

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2. Microsoft

Auch Microsoft (WKN: 870747) hat in diesem Jahr hervorragende Zahlen präsentiert. Der Konzern scheint von der Krise zu profitieren, da Microsoft viele Produkte anbietet, die es ermöglichen, aus dem Homeoffice zu arbeiten. Das Ende Juni abgelaufene Geschäftsjahr war durch und durch von Rekordzahlen geprägt. Der Umsatz ist gegenüber dem letzten Geschäftsjahr um knapp 14 % auf 143 Mrd. US-Dollar gestiegen. Der Gewinn nach Steuern ist sogar noch deutlicher um 20 % auf 44 Mrd. US-Dollar oder 5,76 US-Dollar je Aktie in die Höhe geschnellt! Und es deutet alles darauf hin, dass Microsoft auch noch über Jahre weiter wachsen kann. Das zeigt sich auch im Aktienkurs, der in den letzten zwölf Monaten um fast 70 % gestiegen ist und inzwischen bei 228,91 US-Dollar liegt (Stand: 31.08.2020).

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Der Aktienkurs profitiert unter anderem von der Tatsache, dass Microsoft traditionell einen im Verhältnis zum Gewinn geringen Investitionsbedarf hat. Zwar sind die Investitionen deutlich gestiegen, seit das Cloud-Geschäft durchgestartet ist, da Milliarden in neue Rechenzentren und die Modernisierung bestehender Rechenzentren investiert werden müssen. Angesichts der riesigen Gewinne sind diese Investitionen schon fast zu vernachlässigen, obwohl sie im abgelaufenen Geschäftsjahr 15 Mrd. US-Dollar betragen haben.

Diese hohen Gewinne erlauben es Microsoft, eine Dividende von aktuell 2,04 Dollar je Aktie zu zahlen.  Darüber hinaus wird das überschüssige Kapital seit Jahren für massive Aktienrückkäufe verwendet. Aktionäre können sich hier also über die Jahre über steigende Gewinne und Dividenden freuen. Und da die Zahl der im Umlauf befindlichen Aktien durch die Rückkäufe langsam abnimmt, steigt der Gewinn je Aktie stärker als der absolute Gewinn.

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Dennis Zeipert besitzt Microsoft-Aktien. Teresa Kersten arbeitet für LinkedIn und sitzt im Board of Directors von The Motley Fool. LinkedIn gehört zu Microsoft. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Microsoft und empfiehlt die folgenden Optionen: Long Januar 2021 $85 Calls und Short January 2021 $115 Call auf Microsoft.

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