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Es ist recht einfach: Darum investiert Warren Buffett nicht im großen Stil!

Nahaufnahme des weltbekannten Investors Warren Buffett
Foto: The Motley Fool

Zu sagen, dass Warren Buffett bei Berkshire Hathaway (WKN: A0YJQ2) gar nicht investiert, wäre ein falscher Rückschluss: Vereinzelt hat das Orakel von Omaha schließlich zuletzt kleinere Positionen aufgebaut oder erweitert. Oder aber eigene Aktien gekauft und eingezogen, neben dem Erwerb von Infrastrukturvermögenswerten.

Zu behaupten, dass Warren Buffett noch nicht im großen Stil investiert, das ist schon eher eine These, die man unterstützen kann. Noch immer beläuft sich der Cashberg von Berkshire Hathaway auf weit über 100 Mrd. US-Dollar, selbst wenn wir die letzten Transaktionen davon abziehen. Hier liegt noch viel Pulver trocken.

Eine Frage, die noch immer bleibt, ist das „Warum“. Dabei ist die Frage eigentlich recht einfach zu beantworten, wenn wir einen Blick darauf werfen, was Warren Buffett wichtig ist. Sowie die aktuelle Situation mit historischen Vergleichsgrößen vergleichen.

Der Warren-Buffett-Indikator

Warren Buffett ist bekannt dafür, es einfach zu halten und nicht unbedingt auf viele Makro-Kennzahlen zu achten. Einen Indikator hat das Orakel von Omaha allerdings selbst geprägt, wenn es um die Bewertung der Verfassung des Marktes geht. Und dieser Indikator schlägt derzeit Alarm.

Dabei rechnet Warren Buffett den Börsenwert aller börsennotierten Gesellschaften zusammen und vergleicht diesen Wert mit dem Bruttoinlandsprodukt. Entweder von den USA. Oder auch der gesamten Welt. Wie wir in Anbetracht aktueller Nachrichten erkennen können, ist dieser Warren-Buffett-Indikator jetzt auf einem Allzeithoch.

Das zeigt: Das Orakel von Omaha wird in Anbetracht der für ihn teuren Bewertungslage eher nicht investieren, sondern seine Beteiligungen halten. Einige Aktien, teilweise auch aus dem Portfolio von Berkshire Hathaway, könnten teuer geworden sein. Das kann dazu führen, dass Buffett womöglich sogar überlegt, zu devestieren.

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Die Bewertungslage und die fundamentale Ausgangslage koppeln sich jetzt und im Nachgang des Corona-Crashs ein wenig voneinander ab. Das ist kein Marktumfeld, in dem Foolishe Investoren größere Sprünge von Warren Buffett erwarten sollten.

Eine zweite Tanzparty

Ein weiterer Grund, weshalb Warren Buffett vermutlich jetzt nicht investiert, hängt außerdem mit der Börsenpsychologie zusammen. Schon im Jahre 2000 schrieb das Orakel von Omaha zur Dotcom-Blase, dass die Investoren gefährlich handeln würden. Keiner will eine Party und die Euphorie an der Börse verpassen. Jeder will um zwei Minuten vor Mitternacht und dem Ende der Party abspringen. Problematisch, schon damals: Keiner weiß, wie spät es eigentlich ist.

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Das könnte auch auf die aktuelle Börsensituation abstrahierbar sein: Wir erkennen klare, wirtschaftliche Probleme durch das Coronavirus und nur wenige, klare Profiteure auf Sicht der breiten Märkte. Trotzdem hat der S&P 500 zuletzt ein Rekordhoch erreicht. Das spricht dafür, dass die Investoren eher gierig werden. Möglicherweise auch getrieben von einer neuen Euphorie, ausgelöst durch den Corona-Crash und günstige Broker, die das Handeln einfach ermöglichen.

Warren Buffett wird in einem solchem Umfeld mit Sicherheit keine größeren Sprünge wagen. Nein, sondern ganz im Gegenteil darauf warten, dass sich so mancher die Pfoten verbrennt. Das kann zwar noch dauern. Vielleicht werden wir noch in eine signifikante Übertreibungsphase eintreten, wer weiß. Es erscheint mir jedoch klar, dass das kein Marktumfeld ist, in dem Warren Buffett gerne mit großem Einsatz investieren wird.

Ich erwarte keine größeren Investitionen

Warren Buffett wird mit Sicherheit nicht tatenlos herumsitzen. Trotzdem glaube ich, dass das Orakel von Omaha nicht sonderlich viel investieren wird. Die Bewertungslage und die Psychologie könnten jetzt Alarm schlagen. Das ist wiederum ein Mix, in dem sich Warren Buffett nicht so wohlfühlen dürfte, um hier aktiv hineinzuinvestieren.

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Vincent besitzt Aktien von Berkshire Hathaway. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Berkshire Hathaway (B-Aktien) und empfiehlt die folgenden Optionen: Short September 2020 $200 Call auf Berkshire Hathaway (B-Aktien), Short January 2021 $200 Put auf Berkshire Hathaway (B-Aktien) und Long January 2021 $200 Call auf Berkshire Hathaway (B-Aktien).

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