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3 Gründe, warum die Varta-Aktie zu den Krisengewinnern gehört

Varta Batterieproduktion
Bild: Clarios
  • Varta profitiert von Fördergeldern
  • Prognoseerhöhung und Produktionserweiterung dank gesundem Kerngeschäft
  • Konkurrenz wird durch neuen Samsung-Liefervertrag kleingehalten

Während eines Wirtschafts- und Börsenbooms bleibt uns manchmal verborgen, welchen Unternehmen die Zukunft gehört und welche Firmen ein krisenanfälliges, wenig fortschrittliches Geschäftsmodell besitzen.

In einer Krise trennt sich hingegen die Spreu vom Weizen. So konnten beispielsweise Wasserstoffaktien wie Nel (WKN: A0B733) und Onlinehändler wie Amazon (WKN: 906866) nach einer kleinen Korrektur deutlich anziehen. Ohnehin kriselnde Firmen hingegen gerieten in große Schwierigkeiten, wobei es auch immer wieder Ausnahmen von der Regel gibt und einige Unternehmen auch unverschuldet in große Probleme geraten sind.

1. Varta profitiert von Fördergeldern

Zukunftstechnologien werden staatlich gestützt und gefördert, wozu auch Varta (WKN: A0TGJ5) mit seinen Batteriezellen gehört. Zwar produziert das Unternehmen derzeit vorwiegend Mikrozellen für Hörgeräte und sogenannte Wearables (Fitnessuhren, Kopfhörer oder Brillen mit Displays) sowie Akkus für viele Alltags- und Handwerksgeräte, aber Varta und die Politik sehen in der Autoakkuproduktion zukünftig ein mindestens genauso starkes Wachstumsfeld.

Die Krise hat gezeigt, dass eine zu hohe Abhängigkeit von außereuropäischen Herstellern schnell zu großen Problemen führen kann. Auch deshalb setzt sich die Politik nun für den Aufbau einer europäischen Akkuproduktion ein. „Der Aufbau einer innovativen und nachhaltigen Batteriezellproduktion in Deutschland hat für uns hohe Priorität. Sie ist erforderlich, um im Zuge der Energie- und Verkehrswende wettbewerbsfähig zu bleiben, neue Arbeitsplätze zu schaffen und Wohlstand zu sichern“, so Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier.

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Varta profitiert davon. So hat das Unternehmen zuletzt für Fördergelder in Höhe von 300 Mio. Euro bis 2024 eine Zusage erhalten, um seine Technologie auf große Akkuzellen zu übertragen. Sie könnten dann in Robotern, als Energiespeicher oder im Autosektor eingesetzt werden. Varta wird also dabei unterstützt, von einem weiteren Wachstumsmarkt zu profitieren. Besser kann es für das Unternehmen nicht laufen. Derzeit werden die größeren Akkus in einer Pilotanlage optimiert, um sie später in die Massenproduktion zu überführen.

2. Prognoseerhöhung und Produktionserweiterung dank gesundem Kerngeschäft

Varta profitiert darüber hinaus von seinen Kerngeschäftsfeldern, weshalb das Unternehmen seine Jahresprognose anhebt. Im Jahresverlauf soll der Umsatz nun um bis zu 129 % auf 810 bis 830 Mio. Euro nach zuvor anvisierten 780 bis 800 Mio. Euro anwachsen. Für das EBITDA geht die Firma nun von 210 bis 215 Mio. Euro statt bisher 175 bis 185 Mio. Euro aus. Im besten Fall würde es also um 121 % zulegen. Nicht viele andere Unternehmen können in diesem Jahr mit einer deutlichen Prognoseanhebung aufwarten. Auch deshalb gehört Varta zu den Krisengewinner-Aktien.

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Weil es im Kerngeschäft so gut läuft, wird die Produktion am Standort Nördlingen erweitert. Schon Anfang 2021 sollen hier Lithium-Ionen-Zellen der neuesten Generation entstehen. Sie weisen eine 30 % höhere Energiedichte auf. Während in anderen Wirtschaftszweigen Stellen verloren gehen, werden bei Varta über eine Fabrikerweiterung etwa 600 neue Mitarbeiter eingestellt.

3. Konkurrenz wird durch neuen Samsung-Liefervertrag ausgebremst 

Ein Grund, warum die Varta-Aktie Anfang des Jahres 2020 stärker fiel, waren Meldungen über eine aufkommende asiatische Konkurrenz. So wurde bekannt, dass Samsung (WKN: 881823) Nachahmerprodukte gekauft und in seine Geräte eingesetzt hat. Dagegen erhob Varta Klage. Diese Auseinandersetzung konnte nun mit einem neuen Liefervertrag beigelegt werden.

Varta bleibt weiterhin Samsungs Hauptlieferant und baut seine Beziehung zu dem südkoreanischen Konzern sogar weiter aus. Beide Seiten zogen ihre Klagen zurück. „Wir freuen uns, dass wir die Geschäftsbeziehungen mit Samsung noch einmal intensivieren können. Das stärkt unsere bereits führende Position als Hersteller von innovativen und leistungsstarken Batterien für Premium-Wearables“, so Vartas Vorstandsvorsitzender Herbert Schein.

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Christof Welzel besitzt keine der erwähnten Aktien. John Mackey, CEO von Amazon-Tochter Whole Foods Market, sitzt im Board of Directors von The Motley Fool. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Amazon und empfiehlt die folgenden Optionen: Short January 2022 $1940 Call auf Amazon und Long January 2022 $1920 Call auf Amazon.

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