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Roku-Aktie nach starken Zahlen: Besitzt die Aktie etwa keinen Buffett’schen Burggraben?!

Streaming-TV Fernbedienung
Foto: The Motley Fool

Die Aktie des Streaming-Dienstleisters Roku (WKN: A2DW4X) hat im Rahmen der Berichtssaison starke Zahlen präsentiert. Erneut hat sich ein mehrschwelliges Wachstum gezeigt: Die Umsätze stiegen deutlich zweistellig. Auch der durchschnittliche Umsatz je User. Zudem wird die Plattform mehr und mehr genutzt, wie der rapide Anstieg der gestreamten Stunden zeigt. Mitsamt einem konsequenten Nutzerwachstum ist das etwas, das gefällt.

Im Rahmen der Kommentierung dieses Zahlenwerks habe ich allerdings eine bemerkenswerte Einschätzung gesehen. Demnach besitzt Roku nach Einschätzung von mindestens einem Redakteur in der Aktienwelt keinen Buffett’schen Burggraben. Sprich, einen Wettbewerbsvorteil, weshalb die Aktie auch aufgrund der Bewertung eher für Trader geeignet sei. Uff, ein eher negatives Fazit.

Aber was ist dran an dieser Sichtweise? Eine Aussage, die wie geeignet ist für einen Foolishen Fakten-Check. Ich bin hier nämlich definitiv anderer Meinung.

Buffett’scher Burggraben Nr. 1: Der Netzwerkeffekt

Nun, ein erster, möglicher Burggraben, der hinter der Aktie von Roku steckt, ist in meinen Augen der Netzwerkeffekt dieses interessanten Streaming-Dienstleisters. Zugegeben: Das Geschäftsmodell als Plattform zur Bündelung von verschiedenen Inhalten diverser Dienstleister ist nicht unbedingt geschützt, sondern kopierbar. Roku kann allerdings bedeutende Fortschritte vorweisen.

Per Ende des zweiten Quartals kam Roku auf einen Nutzerkreis von ca. 43 Mio. Streamern, was einen weiteren Anstieg von ca. 3 Mio. entsprochen hat. Das können wir wohl bereits als größeren und sogar konsequent wachsenden Kreis bezeichnen. Der natürlich prinzipiell einholbar wäre.

Aber was ist es, das Roku an dieser Stelle so besonders macht? Natürlich, die Monetarisierung und die nichtfinanziellen Zahlen, die zeigen: Diese Plattform könnte etwas Besonderes sein. So stiegen im Endeffekt vor allem die gestreamten Stunden überproportional um 65 % im Jahresvergleich auf 14,6 Mrd. an. Das zeigt: Roku hat etwas, das selbst die bisherigen Nutzer konsequent auf der eigenen Plattform bindet. Das wiederum führt dazu, dass die Plattform in Anbetracht dieser Leistung interessanter für Werbetreibende wird. Auch hiermit verdient das Unternehmen letztlich Geld.

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Des Weiteren ist Roku ausgezeichnet darin, seinen bisherigen Nutzerkreis zu monetarisieren: Der durchschnittliche Umsatz je User stieg so beispielsweise erneut um 18 % auf 24,92 US-Dollar an. Roku wächst daher nicht nur quantitativ, sondern auch qualitativ. Das wiederum zeigt mir als unternehmensorientiertem Investor, dass das Management versteht, was es tut. Und dass dieses Wachstum eindeutig ein Qualitätsmerkmal für die Aktie ist. Für mich ist das ein Indikator für einen starken, potenziellen Wettbewerbsvorteil einer führenden Aktie als Streaming-Dienstleister.

Konkurrenz? Ja, aber definitiv kein Thema!

Bedenken sollten Investoren dabei außerdem, dass Roku sich so prächtig von den Zahlen her entwickelt, obwohl es inzwischen Konkurrenten gibt. ComCast hat beispielsweise im Herbst des letzten Jahres verkündet, dass man das ähnliche eigene Angebot mit Namen Xfinity Flex kostenlos anbieten möchte. Ein bitterer Schritt für Roku? Es wirkte zunächst so.

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Im Endeffekt zeigt dieser Schritt allerdings: Anscheinend ist Xfinity Flex weder erfolgreich noch ein ernst zu nehmender Konkurrent für Roku. Dem Wachstum hat es jedenfalls nicht geschadet, ganz im Gegenteil: Die letzten Quartale sind allesamt von einem deutlich zweistelligen Wachstum geprägt gewesen. Roku könnte weiterhin an seiner Vision arbeiten, die führende Schnittstelle für viele Streaming-Inhalte zu werden, sodass Verbraucher eine Lösung wie aus einem Guss erhalten.

Kein Buffett’scher Burggraben? Das kann man anders sehen

Zu sagen, dass Roku keinen Buffett’schen Burggraben oder Wettbewerbsvorteile hat, das würde ich daher anders bewerten: Trotz Konkurrenz beweist Roku mehr und mehr, wie stark das Wachstum ist. Und das in vielerlei Hinsicht.

Dabei wird das Netzwerk der Plattform konsequent attraktiver und größer, was weitere Anziehungskraft nach sich ziehen sollte. Für andere Verbraucher. Oder eben auch für Werbetreibende. Der Streaming-Markt ist zwar generell im Begriff, weiter zu wachsen. Allerdings, so scheint mir, ist Roku bereits heute ausgezeichnet positioniert, um langfristig weit oben mitzumischen: Und das als disruptiver Dienstleister in diesem disruptiven Markt.

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Vincent besitzt Aktien von Roku. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Roku.

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