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Wirecard-Aktie bald einstellig? Diese 3 Dinge könnten weiterhin belasten!

Wirecard Kreditkarte Kartenstappel Wirecard-Aktie
Foto: Wirecard AG

Die Aktie von Wirecard (WKN: 747206) hat momentan ihre Talfahrt vergleichsweise pausiert. Momentan notieren die Anteilsscheine auf einem Aktienkursniveau von 15,53 Euro (24.06.2020, maßgeblich für alle Kurse). Das entspricht einem Minus von lediglich rund 10 % im Tagesvergleich. Eine vergleichsweise schwache Volatilität in den letzten Tagen.

Allerdings könnte das Thema Bilanzskandal noch lange nicht vorbei sein. Ganz im Gegenteil, denn mittel- bis langfristig scheinen durchaus einstellige Kurs realistisch. Je nachdem, welche Reichweite der Skandal noch einnehmen wird.

Werfen wir in diesem Sinne einen Foolishen Blick auf wesentliche Aspekte, die jetzt noch schiefgehen können. Und die wiederum zeigen: Die Causa Wirecard fängt womöglich gerade erst an.

1) Wertberichtigungen stehen noch aus

Etwas, das womöglich weitere Volatilität bringen könnte, sind die weiterführenden Berichtigungen, die der Bilanzskandal erfordern könnte. Wie der DAX-Konzern inzwischen erklärt hat, geht es nicht mehr bloß um die momentane Bilanz. Auch nicht mehr bloß um die Prognosen für das Geschäftsjahr 2019. Nein, sondern es könnten weitere Berichtigungen anstehen.

Demnach prüfe man derzeit auch die vergangenen Jahre. Auswirkungen auf die jeweiligen Jahresabschlüsse können nicht ausgeschlossen werden. Sofern Wirecard hier weitere größere Berichtigungen vornehmen muss, wäre das ein erneuter Tiefpunkt in der aktuellen Causa. Investoren dürften sich fragen, wie viel Substanz hier noch drinsteckt und ob es eine Zukunft gibt. Die bislang kolportierten und zugleich fehlenden 1,9 Mrd. Euro könnten erst ein Anfang sein. Das wird die weitere Zeit zeigen.

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2) Die Banken drehen den Geldhahn zu

Eine zweite Sache, die die Krise verschärfen könnte, hängt außerdem mit den Banken zusammen. Wirecard ist momentan auf die Gunst der Fremdkapitalgeber angewiesen, die eigentlich Kredite in Milliardenhöhe hätten kündigen können. Glücklicherweise scheint es zunächst, als wären die Geldgeber um Stabilität bemüht. Das dürfte unterm Strich nicht ganz eigennützig sein.

Es bleibt jedoch auch hier abzuwarten, wie groß die Geduld der Banken ist. Beziehungsweise, inwieweit die Bereitschaft besteht, auch weitere Turbulenzen auszusitzen. Sofern weitere Korrekturen erforderlich sind, könnte das die Ausgangslage fundamental verändern. Oder gar bei den Banken zu einer Kehrtwende führen.

Die Abhängigkeit von den externen Geldgebern ist jedenfalls eine weitere Baustelle, die es im Auge zu behalten gilt. Die Zukunft des DAX-Zahlungsdienstleisters könnte sich auch hier kurzfristig entscheiden.

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3) Auswirkungen auf das Tagesgeschäft

Zu guter Letzt sollten Investoren bedenken, dass der Bilanzskandal zu einem Reputationsschaden führen wird. Einem Reputationsschaden, der sich womöglich auch auf den operativen Alltag auswirken wird. Gerade im Bereich der Finanzdienstleistungen, wo es um millionen- und milliardenschwere Transaktionsvolumina geht, ist Korrektheit wichtig. Einen Skandal sollte man sich, auch in Anbetracht der Konkurrenz, vermutlich besser nicht leisten.

Der Bilanzskandal könnte jetzt wiederum Auswirkungen auf den operativen Alltag besitzen. Beispielsweise, weil sich mögliche Partner von dem DAX-Konzern distanzieren und eher auf andere Anbieter setzen. Oder auch, weil sich bestehende Kooperationspartner von den Wirecard-Lösungen lösen. Das könnte nicht bloß das Wachstum bremsen, das sowieso in den Hintergrund rückt. Nein, sondern sogar zu einem rückläufigen Geschäft führen.

Direkte und indirekte Folgen möglich!

Wie wir daher im Endeffekt sehen können, scheinen bei Wirecard direkte und indirekte Folgen möglich zu sein. Der Bilanzskandal ist offenkundig jedoch nicht vorbei. Das sollten Investoren generell bedenken. Das aktuelle niedrigere Kursniveau kann daher bloß ein Vorgeschmack dessen sein, was noch kommt. Das Risiko ist und bleibt groß.

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Vincent besitzt Aktien von Wirecard. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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