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Vergiss Negativzinsen: Mit 10.000 Euro würde ich jetzt in diese zwei Dividendenaktien investieren!

Dividendenaktien passives Einkommen
Foto: Getty Images

Die Deutschen gelten als Weltmeister im Sparen. Und so ist es auch nicht verwunderlich, dass immer noch ein Großteil der Vermögen in unserem Land zinslos auf irgendwelchen Sparkonten vor sich hin dümpelt. Doch hier droht quasi eine Enteignung durch die Hintertür. Denn zum einen werden wohl immer mehr Banken Strafzinsen auf ihnen anvertrautes Geld einführen und zum anderen gibt es ja auch noch die Inflation, die gnadenlos den Wert des Ersparten dahinschmelzen lässt.

Es müssen also Alternativen gefunden werden, um nicht nur einem eventuellen Wertverlust seines Kapitals vorzubeugen, sondern im Idealfall sogar noch wiederkehrende Einnahmen ähnlich wie Zinszahlungen zu erhalten. Dies lässt sich meiner Meinung am besten realisieren, in dem man sich bei seiner Geldanlage auf Aktien von Unternehmen konzentriert, die regelmäßig eine Dividende zahlen. Im heutigen Artikel schauen wir deshalb einmal auf zwei Dividendenaktien, die für mich als Investition infrage kommen würden, wenn ich gerade 10.000 Euro zur Verfügung hätte.

Unilever

Es dürfte wohl kaum jemanden geben, der nicht wenigstens ein Produkt von Unilever (WKN: A0JMQ9) kennt bzw. benutzt. Denn zur Produktpalette des Konzerns gehören so bekannte Marken wie Domestos, Knorr, Lux, Rexona, Axe oder auch Lipton. Das Unternehmen deckt also mit seinen Waren unter anderem die Bereiche Parfum, Kosmetik, Körperpflege, Wasch- und Reinigungsmittel sowie Ernährung ab.

In Sachen Dividende hat Unilever eine lange Tradition. Schon seit dem Jahr 1937 wird bereits eine Ausschüttung bezahlt und mit der letzten Steigerung vom April 2019 wurde die Dividende das 24. Jahr in Folge angehoben. Dieses Jahr gab es noch keine Erhöhung, doch gegenüber vielen anderen Unternehmen hält Unilever seine Gewinnausschüttung stabil und musste sie nicht etwa kürzen oder sogar ganz streichen.

Im Moment beträgt die Quartalsdividende 0,4104 Euro je Aktie, was auf ein Jahr hochgerechnet insgesamt einer Zahlung von 1,6416 Euro je Anteilsschein entspricht. Beim aktuellen Kurs der Unilever-Aktie von 44,08 Euro (22.05.2020) errechnet sich so mit 3,72 % eine recht zufriedenstellende Dividendenrendite. Dies ist natürlich dem gedrückten Aktienkurs geschuldet, der in diesem Jahr, wie bei vielen anderen Unternehmen, kein so gutes Bild abgegeben hat.

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Aufgrund der unsicheren Einschätzung der Auswirkungen der Coronakrise hat der Konsumgüterkonzern seine Prognose für das laufende Jahr zurückgenommen. Doch ich glaube, Unilever hat durch sein solides Geschäftsmodell und seine breite Aufstellung das Potenzial, nach der Coronapandemie wieder weiterzuwachsen. Deshalb, und vor allem natürlich wegen einer recht sicher erscheinenden Dividende, würde ich die Hälfte der 10.000 Euro in die Unilever-Aktie investieren.

NextEra Energy

Den amerikanischen Konzern NextEra Energy (WKN: A1CZ4H) haben viele deutsche Anleger vermutlich überhaupt nicht als Dividendenwert auf dem Schirm. NextEra Energy gehört zu den führenden US-Unternehmen im Bereich erneuerbare Energien und außerdem ist er einer der größten Energieproduzenten auf Basis von Solar und Windkraft in den USA.

Was macht NextEra Energy nun für Einkommensinvestoren eigentlich so interessant? Ganz einfach, es ist die äußerst solide Dividendenpolitik des Konzerns. Seit dem Jahr 1946 wird schon eine Gewinnausschüttung bezahlt und seit 1996 auch regelmäßig angehoben. Alleine in den letzten zehn Jahren kletterte die Dividende von 2,00 US-Dollar je Aktie auf aktuell 5,60 US-Dollar je Anteilsschein, was insgesamt einer Steigerung von 180 % entspricht.

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Die NextEra-Aktie ist derzeit noch mit Rabatt zu haben, denn den diesjährigen Turbulenzen an den Märkten konnte sie sich natürlich auch nicht ganz entziehen. Während die Papiere noch am 04.03.2020 mit 282,22 US-Dollar einen neuen absoluten Höchststand erreichten, fielen sie danach massiv ab und wiesen in der Spitze nur noch einen Kurs von 181,66 US-Dollar (23.03.2020) auf. Die Aktie von NextEra Energy hat sich aber stabilisiert und notiert aktuell mit 233,85 US-Dollar (22.05.2020) schon wieder fast 29 % über ihrem Tiefstand von Mitte März.

Der immer noch gedrückte Kurs hilft nicht nur dabei, einen Einstieg bei NextEra Energy preisgünstiger zu gestalten, sondern beschert neuen Anlegern derzeit mit 2,39 % auch eine immer noch recht gute Anfangsrendite. Und wenn die Ausschüttung weiterhin regelmäßig angehoben wird, erhöht sich natürlich mit den Jahren die persönliche Dividendenrendite auch immer weiter. Ich denke, der Konzern ist in einer recht krisensicheren Branche tätig und die Aktie bringt Kursfantasie mit. Außerdem winkt auch noch die Chance auf solide und weiter steigende Dividenden. Die andere Hälfte der 10.000 Euro würde ich deshalb zum Kauf der NextEra-Aktie einsetzen.

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Andre Kulpa besitzt Aktien von Unilever. The Motley Fool empfiehlt NextEra Energy.

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