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Softbank-Aktie: Sind jetzt 43.000.000.000 US-Dollar an Wert bedroht?

Foto: Getty Images

Die Aktie der Softbank (WKN: 891624) genießt oder genoss einen gewissen Legendenstatus: Ein tech-affiner Investor eröffnete die Beteiligungsgesellschaft. Investierte dabei recht frühzeitig in starke Unternehmen wie Alibaba. Und erzielte mit diesen ein milliardenschweres Vermögen, von dem Investoren inzwischen über die Aktie selbst profitieren können.

In letzter Zeit gibt es jedoch einige dunkle Wolken rund um das Konglomerat. Insbesondere WeWork und einige andere Beteiligungen führten zu einem Verlust und auch das Coronavirus könnte Gift für das stark tech-lastige und auf Wachstum basierende Portfolio sein.

Wie sehr, offenbart nun eine Prognose und Einschätzung des Hauses Reuters. Demnach könnten rund 43 Mrd. US-Dollar der Beteiligungsgesellschaft jetzt in Gefahr sein. Das könnte womöglich eine weiterhin schwierige Phase einläuten. Lass uns das im Folgenden etwas näher inspizieren.

Diese Bereiche machen jetzt Probleme

Es ist wieder einmal der Vision Funds, der in der Kritik der Presse steht. Nach dem geplatzten Börsengang von WeWork seien es viele andere Beteiligungen, die ernsthafte Probleme hätten. Eine Analyse habe ergeben, dass rund 43 Mrd. US-Dollar in den Bereich der Verkehrs- und Immobiliendienstleistungen investiert sei. Beteiligungen, die jetzt massive Probleme hätten.

Uber beispielsweise, einer der führenden Fahrdienstleister in dem visionären Portfolio, werde die Krise zwar finanziell überleben. Faktisch liege das Geschäft jedoch brach. Genauso wie bei vielen anderen Fahrdienstleistern, in die die Softbank investiert hat. Des Weiteren hätten die Immobilienmakler OpenDoor und Compass mit dem derzeitigen Marktumfeld zu kämpfen. Wen wundert’s bei dieser operativen Ausrichtung.

Dadurch würden teilweise auch geplante Börsengänge verschoben werden. Des Weiteren drohen weitere Verluste durch Abschreibungen auf Beteiligungen. Zudem erhöhe sich der Druck auf die Fonds und so mancher rätselt bereits darüber, ob die Softbank und Lenker Masayoshi Son ihr Mojo verloren haben. Von der Vision zur Illusion ist dabei eine Schlagzeile, die man vernehmen kann.

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Yep, wir befinden uns in einem Bärenmarkt

Investoren, die etwas weitsichtiger denken, werden jedoch einige Dinge direkt in den Kopf schießen: Wir befinden uns in einer starken Korrektur, die natürlich zu Wertverlusten führt. Und rein wirtschaftlich gesehen in einer totalen Ausnahmesituation, die einige Bereiche trifft. Das mag auf Bürodienstleister zutreffen, auf Immobilienmakler und auf Fahrdienstleister. Allerdings trifft das auch andere Segmente wie den Tourismus. Und eigentlich ist es in diesen Zeiten klar, dass die Softbank während eines Crashs und einer Rezession nicht solide performt. Genauso wie die meisten Portfolios und Beteiligungsgesellschaften eben nicht.

Dass jetzt 43 Mrd. US-Dollar an Beteiligungen mit einem temporären Fragezeichen versehen werden müssen, mag dabei nach viel klingen. Bei einem 100 Mrd. US-Dollar schweren Vision Funds und einer Alibaba-Beteiligung in dreistelliger Milliardenhöhe relativiert sich dieser Anteil jedoch ebenfalls wieder. Alleine im Vision Funds bedeutet das schließlich, dass Beteiligungen im Wert von 57 Mrd. US-Dollar nicht in solchem Ausmaß mit operativen Problemen zu kämpfen haben.

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Wird die Softbank Verluste einfahren? Wahrscheinlich, vor allem kurzfristige Wertverluste. Werden einige Beteiligungen im Wert verlieren, vielleicht sogar bis auf 0 sinken? Möglich. In einem diversifizierten Ansatz jedoch alles andere als verkehrt. Im Endeffekt wird jedoch der langfristige Ansatz über Erfolg und Misserfolg entscheiden. Und hier verfügen sowohl die Softbank als Konzern als auch der Vision Funds über viele starke Möglichkeiten. Auch wenn der Corona-Crash natürlich einige Spuren hinterlassen wird.

Kurzfristige Berichte von Analysen abgrenzen

Im Endeffekt sind auch solche Berichte ein Beleg dafür, dass man als Investor kurzfristige Medienberichte von ernsthaften Einschätzungen trennen sollte. Natürlich ist jetzt nicht die erfolgreichste Zeit der Softbank. Das gilt allerdings nicht bloß für die Japaner.

Wer an das diversifizierte, tech-lastige Portfolio der Softbank glaubt, der wird auch weiterhin an vielen Chancen partizipieren können. Und dass früher oder später ein Crash, eine Korrektur und/oder ein Bärenmarkt hier einschlagen wird, das war bei einem langfristigen Ansatz abzusehen.

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Vincent besitzt Aktien von Alibaba. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Alibaba Group Holdings Ltd. und empfiehlt Softbank und Uber Technologies. 

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