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Wie Phönix aus der Asche: Tabakaktien könnten nach der Coronakrise ihr Comeback feiern!

Philip Morris Dividenden Tabakaktien
Foto: Getty Images

Bis jetzt hat dieses Jahr für uns Investoren schon einige Überraschungen bereitgehalten. Erst erklommen die großen Indizes neue Höchststände, um dann aufgrund des Coronavirus ab Ende Februar scheinbar ins Bodenlose zu stürzen. Die Tagesverluste waren stellenweise so hoch, dass viele Anleger wahrscheinlich in Panik ihre Aktien abgestoßen haben, aus Angst, noch mehr ins Minus zu rutschen.

Doch ganz plötzlich hat der Wind gedreht und die Aktienkurse haben sich, obwohl noch nicht absehbar ist, welchen Schaden das Coronavirus anrichten wird, schon wieder ein Stück weit erholt. Da wird es Zeit, sich damit zu beschäftigen, welche Aktien die Krise womöglich ohne größere Blessuren überstehen werden.

Aktien von Tabakfirmen haben schon lange vor der aktuellen Korrektur eine sehr schlechte Performance gezeigt. Denn als im Sommer 2017 bekannt wurde, dass die amerikanische Food and Drug Administration (FDA) plant, den Nikotingehalt in Zigaretten zu reduzieren, löste das eine lange Talfahrt der Aktien von Zigarettenherstellern aus.

Diese fand erst im September 2019 ihren Höhepunkt. Ab Oktober 2019 setzten dann die Tabakaktien zu einer Aufholjagd an, die allerdings, bedingt durch das Coronavirus Ende Februar 2020, ein jähes Ende fand. Blicken wir im heutigen Artikel einmal kurz auf die drei Großen der Branche, denn ich könnte mir vorstellen, dass sie von den negativen Auswirkungen der aktuellen Krise möglicherweise nicht ganz so hart betroffen sein werden.

Philip Morris

Mit einer Marktkapitalisierung von knapp 117 Mrd. US-Dollar ist der amerikanische Konzern Philip Morris (WKN: A0NDBJ) derzeit die unangefochtene Nummer eins unter den weltweiten Zigarettenherstellern. Das Unternehmen vertreibt seine Produkte allerdings hauptsächlich außerhalb der USA, bilanziert aber in US-Dollar. Das bedeutet, wenn die amerikanische Währung so wie im Moment recht stark ist, hat es Philip Morris immer wieder mit negativen Währungseffekten zu tun.

Die Philip-Morris-Aktie startete freundlich ins aktuelle Jahr und markierte am 21.02.2020 mit 89,64 US-Dollar ihren diesjährigen Höchstkurs. Dann wurde sie von der Coronakrise erfasst und ging in der Spitze bis auf 59,98 US-Dollar (23.03.2020) nach unten. Aber sie hat sich von diesem Tiefstand schon wieder erholt und notiert derzeit mit 75,34 US-Dollar (09.04.2020) schon wieder fast 26 % höher.

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Die Aktie von Philip Morris wird an der Börse derzeit mit einem moderaten Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von knapp 14 bewertet und bietet dem Investor aktuell eine Dividendenrendite von 6,21 %. Dies klingt interessant, doch sollte die Aufwärtsbewegung der Aktie weitergehen, dürfte bei Philip Morris allerdings bald keine sechs mehr vor dem Komma bei der Dividendenrendite stehen.

British American Tobacco (BAT)

Die weltweite Nummer zwei unter den Tabakherstellern ist der in England ansässige Konzern British American Tobacco (WKN: 916018), kurz BAT, der zurzeit einen Börsenwert von umgerechnet knapp 86 Mrd. US-Dollar aufweist. Durch die Komplettübernahme des US-Konkurrenten Reynolds American ist der Konzern nun noch stärker in den USA vertreten.

Wie hat sich die BAT-Aktie in der aktuellen Krise geschlagen? Die Papiere markierten ihren diesjährigen Höchststand von 3.507,00 GB-Pence bereits am 15.01.2020. Nach einer kurzen Seitwärtsphase zwang die Coronakrise auch BAT in die Knie und die Aktie sank daraufhin auf einen Wert von 2.382,00 GB-Pence (23.03.2020). Aber auch die BAT-Aktie hat eine Aufholjagd gestartet und notiert derzeit schon wieder bei 3.008,50 GB-Pence (09.04.2020).

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Bewertet wird BAT an der Börse mit einem niedrigen KGV von knapp 9 und durch das immer noch gedrückte Kursniveau bietet die Aktie mit 6,75 % dem Anleger eine recht hohe Dividendenrendite. Aber auch hier könnte meiner Meinung nach die Aufwärtsbewegung noch eine Weile anhalten und die Dividendenrendite dementsprechend reduzieren.

Altria

Kommen wir noch kurz zur Nummer drei der Branche, und zwar zum US-amerikanischen Unternehmen Altria (WKN: 200417), das derzeit einen Börsenwert von knapp 76 Mrd. US-Dollar aufweist. In seinem Heimatland USA ist der Konzern allerdings die Nummer eins am Markt, dies dürfte wohl vor allem an seiner bekanntesten Marke „Marlboro“ liegen.

Die Altria-Aktie notiert derzeit mit 40,91 US-Dollar (09.04.2020) gut 20 % unter ihrem diesjährigen Höchststand, den sie am 15.01.2020 mit 51,25 US-Dollar markierte. In der Spitze der Korrektur war ihr Kurs allerdings bis auf 31,38 US-Dollar (23.03.2020) zurückgegangen. Dies zeigt uns, dass sich auch die Papiere von Altria, wie die der anderen beiden Branchenvertreter, schon in einer Gegenbewegung befinden.

Wie sieht es mit den anderen Kennzahlen aus? Die Aktie von Altria weist mit 8,21 % derzeit die höchste Dividendenrendite von unseren drei Kandidaten auf, wird aber auch mit einem niedrigen KGV von rund 9 bewertet. Wir sehen also auch bei Altria eine attraktive Bewertung und eine hohe Anfangsrendite für Einkommensinvestoren.

Fazit

Die drei Großen der Tabakbranche haben meines Erachtens gehöriges Potenzial, trotz der aktuellen Coronakrise in diesem Jahr dem Investor eine gute Performance zu bescheren. Denn erstens ist der Nachholbedarf gerade bei Aktien von Zigarettenherstellern besonders groß und zweitens dürfte wohl auch während der Krise und natürlich auch nach deren Ende kräftig weitergeraucht werden.

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Andre Kulpa besitzt Aktien von British American Tobacco. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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