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Zwei richtig günstige Aktien mit hoher Dividendenrendite, die jeder Value-Investor kennen sollte!

Geschäftsmann mit Lupe untersucht Papier Bericht
Foto: Getty Images

Im Einkauf liegt der Gewinn. Das ist ein durchaus wahres Sprichwort, das auch auf den Aktienhandel zutrifft. Je günstiger man eine Aktie einkauft, desto höher kann am Ende die Rendite aus dem Investitionsprojekt sein.

Zwei Aktien, die aktuell recht günstig erscheinen und dabei gleichzeitig einen gewissen Value-Charakter haben, möchte ich heute vorstellen. Hierbei handelt es sich um die Aktien des Chemieproduzenten BASF (WKN: BASF11) sowie um die Aktien des Medienkonzerns RTL Group (WKN: 861149).

Beide Aktien sind aktuell nicht besonders beliebt am Kapitalmarkt, wofür es durchaus Gründe gibt. Ein Fool ist allerdings langfristig orientiert und kann über manche Sachverhalte hinwegsehen. Schauen wir mal, ob mit den beiden Aktien eine günstige Value-Aktie erworben werden könnte.

BASF

Für das Geschäftsjahr 2018 zahlte der in Ludwigshafen ansässige Chemiekonzern eine Dividende von 3,20 Euro je Aktie. Gegenüber dem Vorjahr entsprach dieser Betrag einer Dividendensteigerung von 3,2 %

Gemessen am Ergebnis je Aktie des Geschäftsjahres 2018, das mit 5,12 Euro um 22,7 % unterhalb des Vorjahres lag, hätte man weniger von einer Dividendensteigerung ausgehen können – von der Ausschüttungsquote aber schon eher.

Das dem DAX 30 zugehörige Unternehmen gehört schon seit Langem zu den besten Dividendenaktien in Deutschland. In den vergangenen 20 Jahren wurde die Dividende 15-mal erhöht, was die Aktionärsorientierung des Unternehmens untermauert.

Das Geschäftsjahr 2019 entwickelte sich aber schwierig. Die Abschwächung der Weltwirtschaft sowie die chronische Schwäche der Automobilindustrie forderten ihren Tribut. Kein Wunder, dass der Umsatz in den ersten neun Monaten um 1 % auf 46,6 Mrd. Euro sank. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Sondereinflüssen (EBIT) lag mit 3,9 Mrd. Euro um 32 % unter dem Vergleichswert des Vorjahres von 5,7 Mrd. Euro.

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Auch der Ausblick sah nicht besser aus. Es wurde im Neunmonatsbericht für das Gesamtjahr 2019 mit einem leichten Umsatzrückgang gerechnet bei einem deutlichen Rückgang des EBIT vor Sondereinflüssen um bis zu 30 %.

Um die Dividende sollten sich Aktionäre allerdings weniger Sorgen machen, denn das Management hat sich bereits zur kommenden Dividende geäußert. Trotz der operativen Probleme stehe man zur eigenen Dividendenpolitik und wolle die Ausschüttung jährlich erhöhen.

RTL Group

Die RTL Group gehört mit Beteiligungen an 60 Fernsehsendern, acht Video-on-Demand-Plattformen sowie 30 Radiostationen zu den führenden Medienkonzernen in Europa.

Im Jahr 2019 wurde eine Gesamtdividende in Höhe von 4,00 Euro ausgeschüttet, die sich auf dem Niveau des Vorjahres befand. Gemessen am Gewinn je Aktie von 4,35 Euro lag diese allerdings schon knapp an der Vollausschüttung. Da die RTL Group lediglich über eine Nettoverschuldung von 470 Mio. Euro verfügte, wäre wohl auch ein höherer Betrag verkraftbar gewesen.

Die Umsatzerlöse legten in den ersten neun Monaten des Jahres 2019 organisch um 3,5 % auf einen Wert von 4,5 Mrd. Euro zu. Für das Gesamtjahr 2019 erwartet der Medienkonzern einen Anstieg des Umsatzes in einer ähnlichen Spanne, nämlich um 2,5 bis 5 % (bereinigt um Fremdwährungseffekte).

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Auf der Ertragsseite wird allerdings mit einem deutlichen Rückgang gerechnet. Das EBITA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Amortisationen) soll um 2,5 bis 5 % sinken – was auf erhöhte Investitionen in das Programm sowie Video-on-Demand-Services zurückzuführen sei.

Mit der Neuausrichtung des Investitionsbudgets versuchen die Luxemburger den verpatzten Start in den Streaming-Markt ein wenig zu korrigieren. Der bisherige Anstieg der digitalen Umsätze von 14 % in den ersten neun Monaten des Jahres 2019 könnte ein erstes Anzeichen für eine Trendwende sein. Gemessen an den Wachstumsraten von Netflix oder Disney+ sind diese allerdings nicht als Erfolg zu werten.

Fazit

Beide Unternehmen, BASF und RTL Group, könnten trotz ihrer unterschiedlichen operativen Probleme für Einkommensinvestoren eine interessante Option sein. Ob die Dividende dabei zukünftig in einer ähnlichen Höhe gezahlt wird, bleibt ein Risiko.

BASF hatte sich bereits zu seiner Ausschüttungspolitik bekannt, die eine jährlich steigende Dividende vorsieht. Von der RTL Group hat man bisher noch nichts zur kommenden Dividende gehört. Einzig die Tatsache, dass in Zukunft nur noch einmal jährlich eine Dividende gezahlt werden soll, ist neu. Die zukünftige Dividende soll sich dann auf mindestens 80 % des bereinigten Nettoergebnisses belaufen.

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Frank Seehawer besitzt Aktien der RTL Group und der BASF. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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