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Straumann-Aktie knackt die Marke von 1.000 Schweizer Franken

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Foto: Getty Images

Jetzt ist es also tatsächlich passiert. Die Aktien des schweizerischen Zahntechnikkonzerns Straumann (WKN: 914326) knackte mit der Börsenschlussglocke am Donnerstagabend das allererste Mal in der Geschichte der Straumann-Aktie die magische Marke von 1.000 Schweizer Franken. Lasst uns also heute einmal schauen, was die Aktie in der Vergangenheit antrieb und wie die Zukunft des Unternehmens aussehen könnte.

Straumann liefert zuverlässig wie ein Schweizer Uhrwerk

Das wirklich Beeindruckende an der jüngeren Straumann-Geschichte ist die Zuverlässigkeit, mit der man in Zürich das Unternehmen zu immer neuen Rekorden geführt hat. Nachdem im Jahr 2013 Marco Gadola das Amt des Vorstandsvorsitzenden in Basel übernommen hat, erweiterte man den adressierbaren Markt kontinuierlich und feierte sowohl auf den alten als auch den neuen Märkten großartige Erfolge.

Vor 2013 konzentrierte sich das Unternehmen besonders auf Premiumimplantate und verkaufte diese an Zahnarztpraxen rund um den Globus. Als diese Konzentration auf das Premiumsegment zum Verhängnis wurde, immer mehr Kunden interessierten sich für günstigere Implantate, erweiterte man das Angebot um ebendiese Nichtpremiumimplantate. Neben den Zahnimplantaten bietet das Unternehmen heute aber Mundraumscanner, 3D-Drucker und auch transparente sowie herausnehmbare Zahnschienen für die ästhetische Zahnmedizin. Straumann selbst nennt sich daher Komplettanbieter in der ästhetischen Zahnmedizin, der Zahnmedizinern auf der ganzen Welt das größte Produktangebot anbieten kann.

Diese einzigartige Positionierung im Vergleich zu den Wettbewerbern führt zu erstaunlichen Wachstumszahlen. In den ersten neun Monaten des Jahres 2019 wurde der Umsatz rein organisch, also ohne Zukäufe anderer Unternehmen, um 17 % gesteigert. Damit steuert man für das Gesamtjahr 2019 auf einen Jahresumsatz von rund 1,6 Mrd. Schweizer Franken zu. Das alles bei einer operativen Gewinnmarge vor Zinsen und Steuern von 27,5 % im ersten Halbjahr 2019.

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Der Markt setzt auf digitales Geschäft und Kieferorthopädie

Vergleicht man die genannten Umsatz- und Gewinnzahlen mit der derzeitigen Marktkapitalisierung von rund 16 Mrd. Schweizer Franken, werden die großartigen Zukunftserwartungen, die der Markt an Straumann stellt, schnell klar. Der Kern dieser Erwartungen sind die digitale Transformation der Zahnmedizin sowie ein rasantes Wachstum bei den transparenten Zahnschienen.

Das sieht auch das Straumann-Management so und gründete kürzlich genau für diese beiden Bereiche eigenständige Geschäftseinheiten: die Geschäftseinheiten Kieferorthopädie und Digital Business.

Für die erstgenannte neue Geschäftseinheit wird derzeit noch nach einer passenden Führungskraft gesucht. Die Verantwortung umfasst dabei die Marken ClearCorrect und Smyletec sowie den kürzlich erworbenen Materialzulieferer Bay Materials. Der Markt für transparente und herausnehmbare Zahnschienen wächst gigantisch schnell und wird derzeit vom US-amerikanischen Pionier und Platzhirschen Align Technologies dominiert. Straumann erzielte aber bereits erste Erfolge, die nun weiter ausgebaut werden sollen. Der Aufbau einer eigenständigen Geschäftseinheit zeigt, wie optimistisch man bei Straumann ist, eine gewichtige Rolle auf diesem attraktiven Mark zu spielen.

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Die Digital Business Unit, die unter anderem Mundraumscanner, Laborscanner, 3D-Drucker inklusive den dazugehörigen Materialien und alle Dienstleistungen rund um die Behandlungsplanung beinhaltet, hat hingegen schon einen Verantwortlichen. Den künftigen Erfolg soll ein ehemaliger Manager der Vorwerk Gruppe gewährleisten. Richtig, das Unternehmen hinter der berühmten Küchenmaschine Thermomix und den Staubsaugervertretern. Nutzern des Thermomixers dürfte aber auch das digitale Ökosystem hinter der eigentlichen Maschine bekannt sein, die der Vorwerk-Gruppe im Jahr 2017 den Digital Leader Award einbrachte. Die Voraussetzungen des neuen Managers könnten also auch bedeutend schlechter sein.

Das jährliche Marktwachstum der beiden Geschäftseinheiten soll im deutlich zweistelligen Bereich liegen und bei den transparenten Zahnschienen gar die 20-Prozent-Marke überspringen. Aber auch das ursprüngliche Geschäft mit Implantaten legt durchschnittlich jährlich im mittleren einstelligen Prozentbereich zu. Straumann hat es aber zuletzt zuverlässig geschafft, das Marktwachstum in allen Segmenten deutlich zu übertreffen. Wenn das auch zukünftig gelingt, dann stehen die Chancen gut, dass die Straumann-Aktie selbst die großartigen Erwartungen erfüllen kann.

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Sven besitzt Aktien von Straumann. The Motley Fool empfiehlt Straumann.

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