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Welche Lichtblicke und Baustellen sich jetzt nach der Innogy-Übernahme bei der E.ON-Aktie auftun!

E.ON Zentrale Essen
Bild: E.ON SE

Die deutschen Versorger E.ON (WKN: ENAG99) und RWE (WKN: 703712) befinden sich seit 2011 in einem Daueranpassungsprozess, der zunächst sehr schwer zu bewältigen war, nun aber langsam Früchte trägt.

Dementsprechend können sich die Aktienkurse stabilisieren beziehungsweise, im Fall von RWE, sogar wieder stärker zulegen. Das Schlimmste scheint also überstanden. Nun geht es darum, die Marktstellung im jeweiligen Segment zu festigen und auszubauen.

E.ON meldete zuletzt, das erste Mal nach der Innogy (WKN: A2AADD)-Übernahme, Zahlen für das dritte Quartal 2019. Wie sie ausfielen, was alles gut läuft und wo es noch Baustellen gibt, erfährst du hier.

Dies sind die Lichtblicke

Allein im dritten Quartal 2019 konnte E.ON seinen Umsatz um 19,5 % und den Gewinn sogar von 247 auf 1.771 Mio. Euro steigern. Bereinigt um Sondereffekte legte der Gewinn noch von 156 auf 291 Mio. Euro zu. Seit Jahresbeginn verbesserte sich der Umsatz um 9 %, während der bereinigte Gewinn um 3 % sank. In absoluten Zahlen fiel der Gewinn um 26,6 %.

Im Netzgeschäft sank der operative Gewinn leicht um 3 %, während der Umsatz um 2 % stieg. Der Ausbau dieses Bereichs ist sinnvoll, weil er zukünftig zu stetigen Erträgen beitragen wird.

Das insgesamt bessere dritte Quartal ist also ein Lichtblick. E.ON geht nun davon aus, auch im Gesamtjahr 2019 an die Ergebnisse des letzten Jahres anknüpfen zu können. Darüber hinaus konnte die bereinigte Gewinnprognose für 2019 von bisher 1,4 bis 1,6 Mrd. Euro nun neu auf 1,45 bis 1,65 Mrd. Euro angehoben werden. Dies ist eine weitere positive Meldung,  worüber sich der Aktienkurs freut.

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Die stabilen positiven Ergebnisse führen dazu, dass E.ON wieder eine gute Dividende zahlen kann. Der aktuelle Vorschlag liegt bei 0,46 Euro je Aktie, was beim heutigen Kurs immer noch einer Dividendenrendite von 4,85 % entspricht (29.11.2019).

Zudem verläuft die Innogy-Integration nach Plan. Das wird sich auch noch im nächsten Jahr (2020) fortsetzen. Auch dies ist positiv. Aber parallel existieren noch einige Baustellen.

Und daran muss der Konzern noch arbeiten

Eine Baustelle ist die aufgrund der Innogy-Übernahme stark gestiegene Nettoverschuldung. Sie liegt nun bei 39,6 Mrd. Euro. Ende des letzten Jahres (2018) lag sie noch bei 16,6 Mrd. Euro. Dieser will der Konzern mit weiteren Sparmaßnahmen begegnen. Zudem erwartet E.ON aus der Innogy-Übernahme bis 2022 jährliche Kostensenkungseffekte in Höhe von 600 bis 800 Mio. Euro.

Die aktuelle Eigenkapitalquote liegt bei 12,1 %, weist also trotz der höheren Schulden einen positiven Trend auf. Zudem geht E.ON davon aus, aufgrund der stetigen Netzgeschäfteinnahmen sein Finanzrating stabilisieren und die Schulden weiter planbar abbauen zu können.

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Eine weitere Baustelle, die aufgrund der Innogy-Übernahme sogar noch zugenommen hat, ist das Großbritannien (UK)-Geschäft. Hier ist der Markt stark reguliert, was das Geldverdienen erschwert. Dennoch wird E.ON nun durchgreifen und möchte hier bis 2021 wieder schwarze Zahlen schreiben. Bis 2022 wird sogar ein operativer Gewinn in Höhe von 100 Mio. Britischen Pfund angestrebt.

Dazu werden npowers Privat- und kleine Gewerbekunden auf E.ONs UK-Plattform zusammengelegt. Großkunden werden hingegen weiterhin extra betreut. Auch in den weiteren Bereichen werden die Kosten reduziert und die Digitalisierung forciert. So ergeben sich allein aus der Vereinheitlichung von  IT und Kundenservice deutliche Spareffekte. Zunächst werden die Maßnahmen aber 500 Mio. Britische Pfund kosten.

E.ON kann sich zudem im Segment Kundenlösungen noch weiter verbessern, wo zwar seit Jahresanfang der Umsatz um 9 % stieg, aber der operative Gewinn um 38 % sank. Der Konzern rechnet allerdings aufgrund einer höheren Marge im Strom- und Gasvertriebsgeschäft bereits bis Ende des Jahres wieder mit einem besseren Ergebnis. Das Segment sollte darüber hinaus von der geplanten Stabilisierung des UK-Geschäfts profitieren.

Foolishes Fazit

Zwar muss E.ON noch an einigen Baustellen arbeiten, aber insgesamt befindet sich der Konzern auf dem Weg der Besserung.

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Christof Welzel besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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