Mit Wirkung zum 29. Dezember 2022 hat The Motley Fool seine Geschäftsanteile an Fool.de an Aktienwelt360 verkauft. Ab diesem Zeitpunkt trägt Aktienwelt360 die alleinige Verantwortung und Kontrolle für alle neuen Inhalte auf Aktienwelt360.de.

Commerzbank-Aktie im Übernahmepoker: Das große Zittern beginnt!

Commerzbank Logo
Foto: The Motley Fool

Die Commerzbank (WKN: CBK100) befindet sich weiterhin in der Richtungsfindung. Im Rahmen des neuen Strategieprogramms 5.0 möchte das kriselnde Geldhaus wieder in die Spur zurückfinden. Neben weiteren Bekenntnissen hin zur Digitalisierung sowie zum Einsparen scheint eine Übernahmen beziehungsweise Fusion ein Weg hin zur Verbesserung zu sein.

Das Ziel scheint auch bereits gefunden. Mithilfe der Direkt-Tochter Comdirect möchte die angeschlagene Bank wieder in die Spur finden, die Tochter gilt schließlich noch immer als funktionierendes Filetstück innerhalb des Konzerns.

Derzeit scheint reichlich Bewegung in dieses Vorhaben zu kommen, wobei diese nicht zwangsläufig gut sein muss. Schauen wir im Folgenden daher einmal, was Investoren zu den aktuellen Wendungen wissen müssen. Und warum und inwiefern die geplante Zusammenlegung mit der Tochter auch vonseiten des Übernahmeobjekts boykottiert werden könnte.

Der Widerstand wird größer

Wie mehrere Medien in diesen Tagen berichten, firmiert sich größerer Widerstand gegen die geplante Zusammenlegung der Commerzbank mit der Direktbank-Tochter. Comdirect-Großinvestor Petrus Advisers beispielsweise, der bereits im Vorfeld eines solchen möglichen Schrittes seine Ablehnung erklärt hat, beginnt derzeit mit aktiven Maßnahmen gegen den Schritt.

Genau genommen sammelt der Großinvestor seinerseits weitere Papiere ein und hält derzeit bereits 5,03 % aller Comdirect-Aktien, nach einer ursprünglichen Position in Höhe von rund 3 %. Mit einem solchen Schritt könnte der Investor die Übernahme erschweren, denn das Geldhaus bräuchte für eine saubere Übernahme und für einen sogenannten Squeeze-Out einen Anteil von über 90 % an dem Unternehmen, was möglicherweise durch weitere Zukäufe seitens Petrus Advisers erschwert wird.

Aber nicht bloß das: Auch die Commerzbank-Tochter Comdirect weiß derzeit scheinbar nicht, wie man zum geplanten Zusammenschluss stehen soll. Und was sie den übrigen Investoren raten soll. Kurzfristig orientierten Spekulanten habe man zwar geraten, das Angebot der Muttergesellschaft anzunehmen, allerdings gäbe es bei einer Übernahme keine klare Perspektive für die Zukunft, weshalb man den langfristig orientierten Investoren keinen Ratschlag geben könne. Grundsätzlich eine verzwickte Situation, in der sich die geplante Übernahme derzeit befindet, was die Erfolgsaussichten für das kriselnde Geldhaus möglicherweise erschweren könnte.

Aktienwelt360 Aktienkompass

+90,91%

Benchmark

+85,75%

1192x250_Testsieger_Smartbrokerplus

* Affiliate-Link. Bei einem Abschluss wird Aktienwelt360 mit einer Provision vergütet. Für dich entstehen keine Mehrkosten.



EINMALIGES ANGEBOT! NUR 9 EURO STATT 389 EURO


Dreifache Qualitäts-Power mit 188 Aktien-Chancen: Aktienkompass, Nebenwerte Navigator, Das Cashflow Portfolio.

  • 3 erfolgreiche Investmentstrategien mit marktschlagender Performance
  • 54 % dauerhafter Rabatt! Ein Abonnement. Drei Strategien. Null Aufwand für dich.
  • Jederzeit kündbar – volle Kontrolle, kein Risiko

DER QUALITÄTS-HACK FÜR DEIN DEPOT »


Es existieren weitere Hürden

Doch nicht bloß der Widerstand vonseiten des Großinvestors sowie das fehlende Bekenntnis der Tochter sorgen derzeit für Unmut, sondern möglicherweise auch der Preis, den die Commerzbank bereit ist, je Aktie zu bezahlen. Das Angebot je ausstehender Comdirect-Aktie beläuft sich vonseiten der Muttergesellschaft schließlich auf lediglich 11,44 Euro. Mit einem derzeitigen Kursniveau von 13,50 Euro liegt es jedoch bedeutend über dem Angebot.

Offenbar weigert sich das Management des Geldhauses außerdem, das Angebot weiter aufzustocken, was an dieser Stelle nicht gerade für eine Annahme des Angebotes sprechen dürfte. Jedoch könnte es, für den Fall, dass die Commerzbank nicht zum Stichtag 06.12. die erforderliche Anzahl von Aktien erhält, die für einen Squeeze-Out benötigt werden, noch eine weitere Option geben.

10.000 % Rendite und mehr: Das Geheimnis von Amazon & Netflix geknackt!

Aktien wie Amazon, Netflix oder Monster Beverage haben in den letzten Jahrzehnten enorme Renditen bis zu 77.000 % gebracht. In unserem kostenlosen Sonderbericht decken wir die Gemeinsamkeiten und Geheimnisse der besten Aktien auf.

Durch Klicken auf diese Schaltfläche erklärst du dich mit unseren Nutzungsbedingungen und Datenschutzrichtlinien einverstanden. Wir verwenden deine E-Mail-Adresse nur, um über besondere Angebote von Aktienwelt360 auf dem Laufenden zu halten, von denen wir glauben, dass sie dich interessieren könnten. Du kannst den Newsletter jederzeit abbestellen.

Demnach könnte die Commerzbank trotz des Nichterreichens dieser Marke den Zusammenschluss forcieren, wobei eine Zwangsverschmelzung angeordnet würde. In diesem Fall müsste ein Gutachter entscheiden, wie hoch die Entschädigung der bisherigen Aktionäre ausfallen würde, wobei es für die aktuellen Halter Commerzbank-Aktien geben würde. Ein Gutachter würde dann das Umtauschverhältnis festlegen, wodurch die Commerzbank ebenfalls die Handhabe über die Übernahme verlieren würde. Und in Anbetracht des derzeitigen Kursniveaus der Comdirect-Aktien wohl tiefer in die Tasche greifen müsste.

Das Zittern beginnt!

Wie wir daher unterm Strich sehen können, gibt es derzeit eine ganze Menge Unsicherheit im Kontext der Commerzbank. Die Übernahmefantasie wird gegenwärtig auch durch ein vergleichsweise geringes Angebot des Geldhauses auf eine harte Probe gestellt. Der Ausgang ist in Anbetracht des Widerstands ungewiss.

Investoren, die zur Besserung der Aussichten auf einen solchen Schritt gesetzt haben, sollten besser vorsichtig sein. Denn auch wenn das kriselnde Geldhaus bei dieser Verhandlung gerne am Steuer sitzen würde, machen die anderen Akteure wohl recht deutlich klar, dass es weitere Parteien gibt, die hier Druck ausüben können.

Nicht zittern – handeln! Der Bärenmarkt-Überlebensguide für Börsenkrisen

Der Aktienmarkt ist derzeit wieder höheren Risiken ausgesetzt. Droht vielleicht sogar ein Bärenmarkt? Vielleicht – aber steck jetzt bloß nicht den Kopf in den Sand!

Wenn die Märkte schwanken und die Nerven flattern – genau dann zählt es, wie du dich als Anleger verhältst. Unser Bärenmarkt-Überlebensguide zeigt dir in vier Schritten, wie du klug, ruhig und strategisch durch jede Korrektur kommst – und sie vielleicht sogar zu deiner größten Chance machst.

Jetzt lesen und vorbereitet sein, wenn andere in Panik verfallen!

Vincent besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

Das könnte dich auch interessieren ...