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Warum Boeing, Volkswagen und Uber an fliegenden „Autos“‚ arbeiten

Foto: The Motley Fool

Die Taxidienst-Unternehmen Uber (WKN:A2PHHG) und Lyft (WKN:A2PE38) gehörten zu den am meisten erwarteten Börsengängen von Technologieaktien der jüngeren Geschichte. Doch mit den Kursen ging es abwärts, seit sie in der ersten Jahreshälfte 2019 ihre Börsendebüts gaben.

Das bedeutet aber nicht, dass Taxidienste zum Scheitern verurteilt sind, und die Investitionen in die Verkehrstechnik sind nach wie vor hoch. Ein Beispiel: Boeings (WKN:850471) Aurora Flight Sciences und die legendäre Rennmarke Porsche von Volkswagen (WKN:766403) gaben bekannt, dass sie gemeinsam „ein Konzept für ein vollelektrisches vertikales Start- und Landefahrzeug“ entwickeln werden. Hier erfährst du, was Porsche-Manager Detlev von Platen dazu zu sagen hatte:

Porsche will seinen Leistungsumfang als Sportwagenhersteller erweitern und sich zu einer führenden Marke für Premium-Mobilität entwickeln. Längerfristig könnte das bedeuten, in die dritte Dimension des Fahrens einzusteigen. Wir kombinieren die Stärken zweier weltweit führender Unternehmen, um ein potenzielles wichtiges Marktsegment der Zukunft anzusprechen.

Dritte Dimension? Das bezieht sich auf Bewegung nicht nur auf der Straße, sondern auch am Himmel. Bedeutet das, dass du in naher Zukunft eine Fluglizenz brauchen wirst? Wohl kaum. Dieses Konzeptfahrzeug richtet sich an die Taxidienst- und Transitindustrie. Die Aussichten sind also gering, in absehbarer Zukunft in einem Porsche-Flugauto durch die Luft zu eilen. Noch bedeutet es, dass du dich beeilen solltest, Boeing- oder Volkswagen-Aktien zu erwerben – Boeing hat noch Ärger mit der  737 MAX-Tragödie und VW mit Dieselgate.

Die Linie, die sich hinter dem fliegenden Auto bildet

Boeing und Porsche wären sicherlich gerne Vorreiter bei fliegenden „Autos“, aber sie sind kaum wegweisend. Vor allem arbeitet Uber an einem fliegenden Transitfahrzeug und zusätzlichen Dienst, den das Unternehmen Elevate nennt. 2023 ist die geplante Markteinführung, obwohl sie sicherlich in sehr begrenzten Märkten stattfinden wird. Das Unternehmen hat auch noch Uber Copter, einen Hubschrauber-Taxi-Service in der Entwicklung.

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Auch ein deutsches Start-up-Unternehmen namens Lilium arbeitet am Bau eines vertikalen Start- und Lande-Jets. Der Erstflug fand bereits Anfang des Jahres statt. Ein weiteres kleines deutsches Unternehmen, Volocopter, beschaffte sich bei Volvo und seiner chinesischen Muttergesellschaft Geely Automobile Holdings (WKN:A0CACX) Investitionsmittel für ein fliegendes Taxi. Es gibt ferner die in Kalifornien ansässigen Unternehmen Joby Aviation und Kitty Hawk, von denen letzteres eine Vereinbarung mit Boeing über die Entwicklung der Flugtechnologie unterzeichnet hat.

Warum sollte man hier investieren?

Vor allem Boeing sollte hier ein Eigeninteresse haben. Das führende Luftfahrtunternehmen ist zwar im Moment Gegenstand von Kontroversen, interessiert sich über seinen Start-up-Bereich und andere Tochtergesellschaften aber immer noch für neue Flugtechnologie. Aber der Bereich scheint überfüllt, wenn ein Markt für fliegende Fahrzeuge, Flugelektrifizierung und Mitfahrgelegenheiten auf dem Luftweg nicht in Sicht ist. Warum also investieren Unternehmen und institutionelle Investoren Geld in eine Branche, die es noch gar nicht gibt?

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Laut Porsche: „Eine Studie von Porsche Consulting aus dem Jahr 2018 prognostiziert, dass der Markt für städtische Luftmobilität nach 2025 an Fahrt gewinnen wird. Die Studie zeigt auch, dass Lösungen für die städtische Luftmobilität die Fahrgäste schneller und effizienter als die derzeitigen konventionellen Verkehrsmittel am Boden befördern werden, und zwar zu niedrigeren Kosten und mit größerer Flexibilität“.

Einfach ausgedrückt könnten die Taxidienste irgendwann den Verkehr revolutionieren. Menschen im Auto zu bewegen ist erst der Anfang. Der Warenumschlag und die Auslieferung über autonome und energieeffiziente Fahrzeuge nimmt zu. Das Gleiche gilt für den öffentlichen Nahverkehr. Auch die Luftfahrtindustrie könnte irgendwann auf diesen Zug aufspringen, wenn die Flugtechnologie weit genug voranschreitet.

All das bedeutet Geschäfte in Höhe von Hunderten von Milliarden – sogar Billionen – von Dollar jedes Jahr auf der ganzen Welt. Porsche und Boeing wollen dabei sein, auch wenn sie nicht erwarten, dass vor 2025 hier irgendwas zu holen ist.

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Dieser Artikel wurde von Nicholas Rossolillo auf Englisch verfasst und am 18.10.2019 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt , damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können. The Motley Fool empfiehlt Uber Technologies.

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