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Wirecard und Fresenius: Komisch, dass die Aktien jetzt unter Druck geraten!

Dividende
Foto: Getty Images

Ja, es sind gewiss noch immer volatile Zeiten. Auch wenn der DAX in der letzten Woche mal wieder einen positiven Ausklang gefunden hat, existieren immer noch so einige Unsicherheiten, über die viele Investoren mit Sicherheit grübeln. Zumal nicht alle Aktien in den vergangenen Wochen und Monaten an den jüngsten Erfolgen partizipieren könnten.

Es mag ein wenig selektiv erscheinen, aber in meinen Augen haben speziell die beiden interessanten DAX-Vertreter Wirecard (WKN: 747206) und Fresenius (WKN: 578560) in den vergangenen Handelstagen nicht sonderlich gut abgeschnitten, was für mich durchaus interessant ist. Lass uns daher im Folgenden einmal schauen, was man momentan zu diesen beiden Aktien wissen sollte:

Fresenius: defensiv, Dividendenaristokrat, unbeachtet

Eine erste Aktie, die nicht sonderlich stark performen konnte, war, wie gesagt, zunächst die von Fresenius. Fundamental neue Gründe scheint es hierfür eigentlich nicht zu geben. Nichtsdestoweniger ist das Papier im Monatsvergleich von einem Kursniveau von ca. 45,50 Euro auf aktuell 42,24 Euro (11.10.2019, maßgeblich für alle Kurse) eingebrochen.

Sicher, kleinere Auslöser mag es gegeben haben. So haben sich einige Analysten skeptisch zu dem Papier geäußert, allerdings hält sich hier momentan eigentlich vieles die Waage. Das Zahlenwerk für das erste Halbjahr mag zudem eher durchwachsen gewesen sein. Fresenius konnte innerhalb dieses Zeitraumes zwar die Umsätze währungsbereinigt um etwa 6 % steigern. Nichtsdestoweniger stagnierte das Konzernergebnis, was hier für ein wenig Verärgerung gesorgt haben dürfte.

Die Aussichten sind bei dem Gesundheitskonzern allerdings noch immer sehr solide. Sowohl organisch als auch anorganisch möchte Fresenius in den kommenden Jahren wieder in die Wachstumsspur zurückfinden. Bei dem derzeitigen Aktienkursniveau und einem Gewinn je Aktie in Höhe von 3,65 Euro wird das Papier zudem lediglich mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 11,6 bewertet. Durchaus günstig, was weitere Abverkäufe möglicherweise zu einer defensiven Schnäppchen-Chance machen könnte.

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Wirecard: Prognose rauf, Kurs runter

Eine zweite Aktie, bei der die aktuellen Kurskapriolen ein wenig verwunderlich sind, ist zudem die von Wirecard. Der innovative Zahlungsdienstleister hat trotz seiner stark erhöhten Prognose bis zum Geschäftsjahr 2025 zuletzt nicht signifikant zulegen können. Ja, sogar eine kurze Korrektur direkt im Anschluss dieses prognostischen Zahlenwerks mussten die Investoren bestaunen. Das klingt zunächst ein bisschen verrückt, wenn du mich fragst.

Ein wenig klarer mag es vielleicht sein, wenn wir uns die konkreten Auslöser ansehen. So haben insbesondere Analysten gemeint, einen gewissen Margendruck innerhalb dieses Prognosewerks beobachten zu können. Allerdings sollten wir hierbei nicht vergessen, dass das operative Ergebnis dennoch auf 3,8 Milliarden Euro steigen soll, statt wie zuvor auf 3,3 Milliarden Euro.

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Wirecard steht daher noch immer vor einem rasanten Wachstum, zumal auch diese Prognose bereits angezählt worden ist. Das Management des innovativen Zahlungsdienstleisters hat nämlich bereits verlauten lassen, dass auch dieser Ausblick möglicherweise zu konservativ sein könnte.

In meinen Augen ist es daher definitiv merkwürdig, dass diese aktuellen Schritte nicht gewürdigt werden. Allerdings könnte auch das natürlich eine attraktive, langfristige Chance darstellen, die bei weiteren Abverkäufen bloß noch attraktiver wird.

Zwei merkwürdige Entwicklungen …

Die Aktien von Fresenius und Wirecard machen gegenwärtig daher durchaus merkwürdige Performances durch. Die Nachrichtenlage stimmt oder ist zumindest nicht dramatisch, die Bewertung hingegen im Falle von Fresenius eigentlich sehr preiswert. Insbesondere dann, wenn wir die Aussichten der beiden DAX-Konzerne betrachten, wird die aktuelle Performance nur noch fragwürdiger.

Vielleicht ist der Markt hier daher gegenwärtig damit beschäftigt, eher kurz- bis mittelfristige Aussichten zu bepreisen. Das kann für Investoren mit langem Atem durchaus interessant sein.

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Vincent besitzt Aktien von Fresenius und Wirecard. The Motley Fool empfiehlt Fresenius.

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