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Einkommensinvestoren, aufgepasst! So errichtet man ein solides Dividendendepot

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Foto: Getty Images

Das Errichten eines Depots ist häufig eher eine Kunst als eine Wissenschaft. Denn auch wenn es einige abstrakte und inzwischen bewiesene Risikominimierungsfaktoren wie die grundsätzliche Diversifikation gibt, existieren dennoch Nuancen, die bei der eigenen Ausrichtung eine entscheidende Rolle spielen.

Die richtige Allokation ist so beispielsweise für viele sehr entscheidend, genauso wie die Frage, wie viele Aktien man denn grundsätzlich in den eigenen Reihen führen soll.

Speziell bei einem Dividendenportfolio können neben Diversifikation, Allokation und der Frage nach der richtigen Aktienauswahl jedoch auch weitere grundsätzliche Aspekte wichtig werden. Schauen wir daher einmal, was man als Investor hierbei beachten sollte.

Schritt 1: Errichte einen soliden Kern!

Eine erste wichtige Sache, die jeder Einkommensinvestor bei einem Dividendenportfolio tun sollte, ist es zunächst, einen soliden Kern zu errichten. Wobei auch das natürlich wieder Auslegungssache ist.

Viele könnten mit diesem Schritt entsprechend verbinden, dass man vornehmlich auf defensive Aktien aus defensiven Bereichen setzen sollte. Und auch wenn das gewiss nicht falsch ist, kann ein solider Kern jedoch auch aus anderen, vielleicht sogar zyklischeren und volatileren Aktien mit einer hohen Dividendenrendite bestehen.

Viele Aktien aus dem Öl- und Erdgasbereich oder auch aus der Versicherungsbranche oder aber aus dem Immobilienbereich zahlen häufig nämlich deutlich höhere Dividenden aus als die klassischen, defensiven Vertreter. Und sofern man die Volatilität hierbei aushält und insbesondere langfristig sichere Dividenden erhalten möchte, können auch solche Aktien grundsätzlich zu einem defensiven Kern beitragen.

Oder, um es schlussendlich noch einmal ganz anders zu formulieren: Wichtig beim soliden Kern sind die Ausschüttungshistorie sowie der Ausblick, wonach die eigene Ausschüttung zumindest langfristig aufrechterhalten werden kann. Das kann sowohl bei defensiven Aktien der Fall sein als auch bei Aktien aus anderen Bereichen mit womöglich höheren Dividendenrenditen.

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Schritt 2: Denk auch an die Zukunft!

Ein zweites wichtiges Merkmal sollte sich neben dem stabilen Kern zudem auch mit der Zukunft beschäftigen. Als Einkommensinvestor möchte man schließlich möglichst lange etwas von seinen Ausschüttungen haben. Und selbst in Zeiten einer moderaten Inflation einen gewissen Ausgleich erhalten.

Entsprechend wichtig erscheint es hier, dass man auch in Dividendenwachstumsaktien investiert, auch wenn sie möglicherweise momentan noch nicht über die höchsten Ausschüttungen verfügen, die es in der Welt von Aktie und Börse zu identifizieren gibt.

Nichtsdestoweniger ist Dividendenwachstum ein sehr wichtiges Erfolgskriterium bei einem langfristigen Ansatz. Nicht bloß, dass sich hier die Ausschüttungen über viele Jahre erhöhen, was einen Inflationsausgleich bieten kann, nein, viele Dividendenwachstumsaktien überholen über Jahre oder Jahrzehnte hinweg auch die Dividendenrenditen der hohen und eher konstanten Ausschütter.

Zudem bescheren einem Dividendenwachstumsaktien langfristig noch einmal bedeutende Kursgewinne. Ein Aspekt, der zudem für die Gesamtrendite alles andere als abträglich sein dürfte.

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Schritt 3: Etwas mehr Würze

Mit Schritt eins und Schritt zwei haben wir hierbei nun eigentlich bereits einen Großteil der wichtigsten Weichen eines Einkommensportfolios beschrieben. Nichtsdestoweniger könnte es hierbei nun noch einen dritten Schritt geben, der womöglich einen gewissen Renditekick geben kann, der jedoch auch mit Vorsicht genossen werden sollte.

Denn wer etwas mehr Würze in sein Depot bekommen möchte, könnte so beispielsweise auf problembehaftete Aktien mit hohen Dividendenrenditen setzen, in der Hoffnung, dass diese langfristig den Turnaround hinbekommen und in mittelbarer Zukunft eine ansehnliche Dividenden- und Kursperformance hinlegen. Ein Aspekt, der, wie gesagt, nicht ganz ohne Risiko ist.

Selbst wenn einige dieser Wetten nämlich aufgehen, sollte man als Investor nie auf derartige Fragezeichen setzen. Insbesondere dann nicht, wenn man seinen Lebensunterhalt von diesen Mitteln heraus bestreiten möchte. Wer es daher einfach und sicher halten möchte, sollte sich lieber an Schritt eins und zwei orientieren.

Definitiv kein Hexenwerk!

Wie wir daher im Endeffekt sehen können, ist das Errichten eines soliden Dividendenportfolios eigentlich kein sonderliches Hexenwerk. Neben der sowieso üblichen Diversifikation, Allokation und der Frage, wie viele Aktien man überhaupt halten möchte, sollte man lediglich darüber nachdenken, was die soliden Zahler schon heute sind und welche Aktien künftig weiteres Ausschüttungswachstum bringen werden.

Wer noch etwas mehr möchte, kann hingegen auf dividendenstarke Turnaround-Aktien setzen. Allerdings heißt es hier, wie so häufig, alles kann und nix muss.

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