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3 Gründe, warum die Krones-Aktie wahrscheinlich nur vorübergehend sinkt

Krones
Foto: Getty Images

Die Krones (WKN: 633500)-Aktie ist seit dem Hoch im letzten Jahr (2018) bei 121,10 Euro bereits um über 56 % gefallen (12.07.2019). Dafür gibt es einen Hauptgrund: der zunehmend fallende Gewinn. In seiner letzten Mitteilung vom 11.07.2019 musste der Konzern seine Jahresprognose noch einmal reduzieren und rechnet nun nur noch mit einer Vorsteuergewinnmarge von etwa 3 statt bisher 6 %. Dennoch wird mit einem Umsatzwachstum von 3 % gerechnet. Dies zeigt einmal mehr, wie sehr Aktienkurse doch der kurzfristigen Gewinnprognose folgen und dabei meist übertreiben.

Als Ursachen für den Gewinnrückgang nennt das Unternehmen hohe Kosten (vor allem bei den Materialaufwendungen) und einen derzeit nicht optimalen Produktmix. So wird aktuell politisch diskutiert, ob PET-Flaschen angesichts der Umweltbelastung noch zeitgemäß sind, wodurch viele Abfüller ihre Investitionen zurückstellen. Krones, wie viele andere Unternehmen, nennt aber auch den US-China-Handelskonflikt und den Brexit als Gründe für eine allgemein schwächere Konjunktur.

Dies sind die Ursachen für den Kurseinbruch, aber gibt es vielleicht auch Hoffnung auf Besserung? Lass uns einmal nachsehen.

1) Materialkosten schwanken und werden reduziert

Trotz der Kunststoff-Diskussion konnte Krones seinen Umsatz bisher weiter steigern. Derzeit wirken sich vor allem die zu hohen Materialkosten negativ aus. Bisher sind die Preise aber noch nicht, wie erwartet, mit der Konjunktur gefallen. Krones hat allerdings schon andere Kostensenkungsmaßnahmen (wie einen Einstellungsstopp, Strukturmaßnahmen) vorgenommen, die jedoch erst mit Verzögerung wirken.

Die Preise für Materialkosten schwankten hingegen historisch gesehen schon immer und wirken sich somit von Zeit zu Zeit negativ oder positiv (wie im letzten Aufschwung) auf den Gewinn des Anlagenbauers aus. Dies ist also ein immer wiederkehrender Kreislauf und kein Umstand, der Krones für immer belasten wird.

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2) Krones ist bei der Verpackungsart flexibel

PET-Flaschen werden aufgrund der zunehmenden Plastikproblematik diskutiert, weshalb derzeit viele Abfüller den Ausbau ihrer Anlagen zurückstellen. Zudem sind auch diese von der aktuellen wirtschaftlichen Unsicherheit betroffen. Klar ist aber auch, dass früher oder später hierzu Entscheidungen getroffen werden. Somit könnte es sogar aufgrund von Nachholeffekten bei Krones später zu größeren Nachbestellungen kommen.

Zudem verfügt der Konzern für fast alle Verpackungen über Abfüll- und Verpackungsanlagen, weshalb er sich den Umständen anpassen kann.

3) Abfüllanlagen werden auch zukünftig benötigt

Zwar mag der aktuelle Einbruch erschrecken, aber für Krones gehören Gewinneinbrüche aufgrund des kapitalintensiven Geschäfts mit Abfüllanlagen zur Unternehmenshistorie. So musste die Firma auch 2009 einen Verlust ausweisen und die Aktie fiel insgesamt um über 65 %.

Wer sich jedoch vor Augen hält, in welch rasantem Tempo die Weltbevölkerung wächst, kann sich auch vorstellen, dass zukünftig wahrscheinlich sogar noch viel mehr Abfüllanlagen benötigt werden.

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Was langfristig noch alles für das Unternehmen und die Aktie spricht

Für Krones spricht auch, dass es sich um ein Familienunternehmen mit langer Tradition handelt. Es wurde bereits 1951 gegründet und dennoch hält die Familie Kronseder heute noch immer 51,6 % der Aktien. Sie musste also über die letzten zwölf Monate ebenfalls zusehen, wie sich ihr Vermögen mehr als halbierte (12.07.2019). Dennoch haben sie über ihre Beteiligung langfristig ein großes Vermögen aufgebaut.

Darüber hinaus besitzt Krones weiterhin eine sehr gute Marktstellung und ist weltweit an über 100 Standorten vertreten. Zum Service gehören mittlerweile auch Digitalisierung, Prozesstechnik, Abfüll- und Verpackungstechnik, Intralogistik sowie Lifecycle-Dienste, die der Konzern alle mit eigenen Firmen abdeckt.

Foolishes Fazit

Krones wird derzeit vor allem in seiner Gewinnentwicklung stärker getroffen und dies kann noch einige Quartale andauern. Wie du siehst, sind die Probleme aber lösbar und zum Teil konjunkturbedingt.

Meiner Meinung nach hat der Markt bereits übertrieben, wodurch die Aktie nun unterbewertet ist. Darauf weist auch die aktuelle Dividendenrendite von 3,15 % hin (12.07.2019). Sie fällt so hoch aus wie schon lange nicht mehr. Dennoch wird der Wert aber wahrscheinlich erst bei einer Besserung der Ergebnisse wieder anziehen.

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Christof Welzel besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool empfiehlt Krones.

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